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Anfrage zum Brandschutz in den Wohnsiedlungen des Frankfurter Südens

Vorlagentyp: STMagistrat
23 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren
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Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 06.08.2018, ST 1513

Betreff: Anfrage zum Brandschutz in den Wohnsiedlungen des Frankfurter Südens Zu Frage 1 und 3: In der Heimatsiedlung wurde keine Fassadendämmung angebracht. In der Fritz-Kissel-Siedlung wurde teilweise eine Fassadendämmung mit Polystyrol vorgenommen. Da es sich bei den Wohnhäusern im Mainfeld um Hochhäuser handelt und diese ausschließlich mit nicht brennbaren Materialien gedämmt werden dürfen, ist dort kein Einsatz von Polystyrol gegeben. Ergänzend hierzu wird Folgendes mitgeteilt: Für Liegenschaften, die als Sonderbau einzustufen sind, wie dies bei Hochhäusern der Fall ist, wird zur Zeit eine Liste für Liegenschaften erarbeitet, bei denen es ggf. erforderlich wird, Dämmstoffe zu überprüfen. Die Branddirektion Frankfurt am Main ist hier unterstützend tätig. Regelbauten, z. B. Gebäude der Gebäudeklasse 1-5 werden durch die Landesbauordnung abgedeckt. Die Verwendung und Verarbeitung von Dämmstoffen ist durch die Hersteller geregelt. Ausführungsbestimmungen werden durch die Hersteller erstellt. Zu Frage 2: Grundsätzlich reflektiert die Branddirektion Frankfurt am Main die Erkenntnisse aus realen Brandereignissen auf die rechtlichen Vorgaben und verbindlichen Verwendungsvorschriften. Ausgelöst durch einen Brand in der Adickesallee im Jahr 2012 beschäftigt sich die Branddirektion sehr intensiv mit dem Thema Wärmedämmverbundsysteme. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren Deutschland wird eine Sammlung von bekannten Brandereignissen unter Beteiligung von Wärmedämmverbundsystemen geführt. Die Systeme sind in der Regel schwer entflammbar. Das bedeutet, dass das Entzünden solcher Fassaden eine hohe Energie benötigt, aber sie grundsätzlich brennen können. Die Besonderheit solcher Brände ist eine sehr rasante Brandausbreitung mit einer extremen Rauchentwicklung. Die Sammlung von diesen bekannten Brandereignissen dient unter anderem dazu, den Gesetzgebern und den Regelwerkserstellern die Erkenntnisse und Besonderheiten solcher Brände zu erläutern, damit diese in die Regelwerke einfließen. In die Normungsarbeit bringt die Branddirektion ihre Erkenntnisse ebenfalls ein. Das Ziel dabei ist es, notwendige Veränderungen umfänglich zu betrachten und in die nationalen grundsätzlichen Vorgaben einfließen zu lassen. Im Rahmen der Verarbeitung und Montage der Systeme muss nun zum Beispiel auch ein Brand von außen (z. B. Sperrmüllhaufen an der Fassade) berücksichtigt werden. Aus diesem Grund werden zusätzliche Brandriegel seit einigen Jahren eingebaut. Aktuell wird an der Normungsarbeit für die Zulassungsprüfung gearbeitet. Das Ziel der Branddirektion ist hier, darauf hinzuwirken, dass solche Brände sich weniger rasant ausbreiten. Zu Frage 4: Grundlage für den Einbau der Wärmeverbundsysteme sind die jeweils gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und auch herstellerspezifische Vorschriften. Die Nassauische Heimstätte baut zudem seit dem Modernisierungsjahr 2016 in jedem Geschoss einen umlaufenden Brandriegel ein und erhöht das Sicherheitsniveau für ihre Mieter damit deutlich über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 27. Februar 2018OFOF 799/5Anfrage zum Brandschutz in den Wohnsiedlungen des Frankfurter SüdensOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 16. März 2018VV 797Anfrage zum Brandschutz in den Wohnsiedlungen des Frankfurter SüdensAnfrage
  3. 6. August 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 23 Wochen
    STST 1513Anfrage zum Brandschutz in den Wohnsiedlungen des Frankfurter Südens
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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