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Tempo 30 in der Lurgiallee

Vorlagentyp: STMagistrat
33 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren
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Idee
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Zusammenfassung

Der Magistrat hat die Anregung zur Einführung von Tempo 30 in der Lurgiallee geprüft und festgestellt, dass die Regelgeschwindigkeit von 50 km/h aufgrund der Verkehrssicherheit und der bisherigen Unfallstatistik angemessen ist. Es wird erwartet, dass die eigenverantwortliche Geschwindigkeitswahl der Verkehrsteilnehmenden nicht zu einer Häufung geschwindigkeitsbedingter Unfälle führen wird.

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Emil-von-Behring-Straße — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 06.10.2026.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Regelgeschwindigkeit von Haupterschließungsstraßen liegt gemäß der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bei 50 km/h. Nur vor sicherheitsempfindlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen; Kindertagesstätten, etc. kann geprüft werden, ob die Geschwindigkeit auf 30 km/h herabgesetzt werden kann.

Dies ergibt sich aus den Vorschriften der StVO und der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur StVO (VwV-StVO), welche die Straßenverkehrsbehörden verpflichtet, Geschwindigkeitsbeschränkungen regelmäßig auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen. Beurteilungsmaßstab für die Anordnung wie auch die gegebenenfalls vorzunehmende Aufhebung ist dabei insbesondere § 45 Absatz 9 Satz 2 StVO.

Hintergrund für diese strengen Voraussetzungen für die Anordnung von Verkehrszeichen (VZ) des Verordnungsgebers war, dass die "übermäßige Beschilderung im Straßenverkehr zu einer allgemeinen Überforderung und Ablenkung der Verkehrsteilnehmenden sowie zu Akzeptanzproblemen bei der Beachtung von Verkehrsvorschriften" führe. Dies habe "zu einer unerwünschten Abwertung der grundlegenden gesetzlichen Verhaltensvorschriften im Straßenverkehr im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmenden und damit zu einer Minderung der Bereitschaft zu einer eigenverantwortlichen Beurteilung der Verkehrssituation sowie der sich daraus ergebenden Verhaltensweise" geführt (vergleiche Begründung des Bundesrats zur 24. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften - 24 StVRÄndV - Drucksache 374/97, S. 5).

Voraussetzung für Verbote und Beschränkungen des fließenden Verkehrs ist demnach eine Gefahrenlage, die auf besondere örtliche Verhältnisse zurückzuführen ist und das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der relevanten Rechtsgüter (hier insbesondere Leben und Gesundheit von Verkehrsteilnehmenden) erheblich übersteigt.

Für Anordnungen von Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Verkehrssicherheitsgründen bedeutet dies, dass diese nur noch dann zulässig sind, wenn Unfalluntersuchungen ergeben haben, dass eine Häufung von geschwindigkeitsbedingten Unfällen vorliegt, die nicht auf die Missachtung bestehender allgemeiner oder örtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen zurückzuführen sind. Entsprechende Vorgaben für die Straßenverkehrsbehörden finden sich in der VwV-StVO zu § 41 StVO.

Aufgrund des bisherigen Unfallgeschehens ist zu erwarten, dass die eigenverantwortliche Geschwindigkeitswahl der Verkehrsteilnehmenden im Rahmen der allgemeinen Vorschriften der StVO nicht zu einer Häufung geschwindigkeitsbedingter Unfälle führen wird.

Es handelt sich um eine gut ausgebaute Straße. Der Ausbauzustand ist der gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h angemessen. Unfallzahlen, die auf Geschwindigkeit zurückzuführen sind, liegen nicht vor. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass damit Unfälle und Vorfälle gemeint sind, die mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h passiert sind und durch eine Geschwindigkeit von 30 km/h zu verhindern sind.

In Höhe der Einmündung Marie-Curie-Straße kann die Lurgiallee signalisiert überquert werden. In Höhe der Emil-von-Behring-Straße sowie der Sebastian-Kneipp-Straße befindet sich jeweils ein Fußgängerüberweg. Eine Bebauung befindet sich ausschließlich auf der südlichen Seite der Lurgiallee, was das Überqueren dieser nur in seltenen Fällen notwendig macht.

Durch die allgemein geltenden straßenverkehrsrechtlichen Grundsätze sowie der weiteren getroffenen Maßnahmen vor Ort ist auch für die Lurgiallee sichergestellt, dass mit einem Verkehrsverhalten zu rechnen ist, welches nicht zu einer konkreten Gefahr für schwächere Verkehrsteilnehmende führt. Auch zu Fuß Gehende sind gemäß der geltenden StVO angehalten, deren Regelungen (zum Beispiel durch Nutzung der Fußgängerüberwege) einzuhalten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. Januar 2024OFOF 402/8Tempo 30 in der LurgialleeOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 14. März 2024OMOM 5301Tempo 30 in der LurgialleeDirektanregung
  3. 19. August 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 33 Wochen
    STST 1500Tempo 30 in der Lurgiallee
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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