Gewässerschutz im Bereich des südlichen Kalbachs in Bonames
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- Hydranten in der Straße Im Brandhöfchen freihalten08.06.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Stellungnahme des Magistrats vom 09.09.2016, ST 1216
Betreff: Gewässerschutz im Bereich des südlichen Kalbachs in Bonames Nach den Erkenntnissen der Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) kam es bei den aktuellen Starkregen in den Baugebieten Riedberg und Am Martinszehnten zu keinen Schadensfällen durch Überflutungen. Die naturnahen Regenwasserbewirtschaftungsanlagen, die auf 5-jährliche Niederschlagsereignisse ausgelegt sind, haben bestimmungsgemäß funktioniert. Durch die gedrosselte Ableitung vom Riedberg in die Kätcheslach und die Rückhaltung an der Mündung der Kätcheslach in den Kalbach wird der Gewässerabfluss gedämpft. Auch die anschließende Einleitung aus dem Baugebiet Am Martinszehnten (Höhe Bonifatiusstraße) in den Kalbach erfolgt nur stark gedrosselt. Der Bau der Flutmulde (2006) nördlich der Stadtbahntrasse war eine entscheidende Maßnahme zum Hochwasserschutz am Kalbach und für die Ortslage Bonames. Eine Verkleinerung des Durchlasses unter der Stadtbahn reduziert den Abfluss in den Unterlauf des Kalbachs bei einem 50-jährlichen Ereignis von ca. 8,5 m3/s auf etwa 3,5 m3/s. Was mehr kommt, wird am Durchlass in die Flutmulde geleitet und fließt von dort zunächst entlang der Stadtbahntrasse nach Westen und dann in das Feuchtgebiet westlich des ehemaligen Flugplatzes Bonames. Grünflächen am Kalbach (natürlicher Retentionsraum) werden bei diesen Ereignissen allerdings teilweise überflutet. Die angrenzende Wohnbebauung im Bereich "Brandhöfchen" oder "Am Burghof" ist davon nicht betroffen. Diese Aussagen sind auch aus der vom Regierungspräsidium festgesetzten Überschwemmungsgebietskarte für den Kalbach zu entnehmen. Der naturnahe Ausbau des Kalbaches im Bereich der Bauernwiesen hat weniger die Aufgabe, größere Abflüsse zu bewältigen, als vielmehr bereichsweise vorliegende hydraulische, ökologische und die Stabilität der Böschungen betreffenden Schwachstellen zu beseitigen. Der gesamte Bereich ist heute schon als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Der naturnahe Umbau des Kalbachs, im Bereich der Bauernwiese, ist eine Ersatzmaßnahme für die Eingriffe in die Natur durch das Baugebiet Gateway Gardens. In dem Wiesengelände befinden sich verschiedene Versorgungsleitungen, die für den Kalbachumbau verlegt werden müssen. Um die 90° Abwinklungen des Kalbach im Bereich der Straße "Am Burghof" zu entschärfen, müsste erheblich in die angrenzende Grünfläche eingegriffen werden. Diesen Eingriff hält der Magistrat, aus naturschutzrechtlichen Gründen und da für die angrenzende Bebauung keine akute Gefahr besteht, für nicht angemessen. Über den naturnahen Ausbau in den Bauernwiesen hinaus sieht der Magistrat daher keine Veranlassung für weitere Ausbauarbeiten am Kalbach.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Juni 2016OMOM 229Gewässerschutz im Bereich des südlichen Kalbachs in BonamesDirektanregung
- 28. Juni 2016OFOF 74/10Gewässerschutz im Bereich des südlichen Kalbachs in BonamesOrtsbeiratsantrag · CDU
- 9. September 2016Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 10 WochenSTST 1216Gewässerschutz im Bereich des südlichen Kalbachs in BonamesStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab