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Sossenheim: Warum wird das Projekt .mitSprache. an der Eduard-Spranger-Schule und der Henri-Dunant-Schule eingestellt?

Vorlagentyp: STMagistrat
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 22.07.2013, ST 1113

Betreff: Sossenheim: Warum wird das Projekt "mitSprache" an der Eduard-Spranger-Schule und der Henri-Dunant-Schule eingestellt?

Zu 1.: In Frankfurt besteht stadtweit Unterstützungsbedarf für Chancengleichheit und Förderung aller Frankfurter Kinder und ihrer Familien. Das Projekt mitSprache ist in der bisherigen Form nicht in der Lage, diesen Bedarf sachlich abzudecken. Dies zeigen schon die Zahlen: Das Projekt erreicht 7 von 154 öffentlichen Schulen und 5 von rund 680 Kindertagesstätten. Es kann nicht dauerhaft lediglich exemplarisch in einzelnen Einrichtungen gearbeitet und damit nur punktuell Probleme aufgefangen werden, die letztlich struktureller Art, zum Teil auch Aufgabe der Landespolitik sind. Durch die Beendigung des Modellprojekts in seiner jetzigen Form werden die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen frei, um gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt an breiter wirkenden Konzepten zu arbeiten. Nur so wird der Magistrat zugleich in die Lage versetzt, die vorhandenen Ressourcen im Stadtgebiet gerechter zu verteilen. Derzeit arbeitet der Magistrat - Amt für multikulturelle Angelegenheiten - an einer Nachfolgekonzeption und steht dazu im Gespräch mit verschiedenen Einrichtungen und Partnern, so auch mit den Schulleitungen der Henri-Dunant-Schule sowie Eduard-Spranger-Schule.

Zu 2.: Die Henri-Dunant-Schule und Eduard-Spranger-Schule sowie die anderen beteiligten Einrichtungen werden im kommenden Schuljahr zur Sicherung der nachhaltigen Wirksamkeit der entwickelten Strukturen und Projekte mit einem Anschlusscoaching unterstützt: Jeder ehemaligen Projekteinrichtung wird eine Budget von insgesamt 33 Beratungsstunden zur Verfügung gestellt. Dies kann in Absprache mit der ehemaligen Pädagogischen Moderatorin sowie mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten niederschwellig in Form einer Beratung der Einrichtungsleitung sowie entsprechender Arbeitsgruppen oder über Konzeptions- und Supervisionstage für den weiteren Prozess der Schul- und Kita-Entwicklung genutzt werden. Das Projekt hat während seiner Laufzeit in den beteiligten Einrichtungen einen guten Beitrag geleistet. Neben der Entwicklung schulinterner und stadtteilbezogener Projekte konnten im Rahmen einer Öffnung des Modells über Fortbildungsveranstaltungen und Veröffentlichungen mitSprache-Erfahrungen an weitere Bildungseinrichtungen weitergegeben werden. Dies war jedoch mit Blick auf den stadtweiten Bedarf nicht im erforderlichen Umfang möglich. Mit einer oben beschriebenen Neukonzeption der bildungsrelevanten Themen werden eine breitere Wirksamkeit der Unterstützung sowie eine nachhaltige Einbindung in strukturelle Rahmenbedingungen angestrebt. Denn gerade im Bereich der Deutschförderung und der Begleitung von Schulen bei der Aufgabe interkultureller Öffnung ist die Stadt Frankfurt am Main nicht der einzige und vor allem nicht der primäre Akteur. Notwendig ist auf Seiten des Landes Hessen (Kultusministerium) ein stringentes Konzept für den Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt an Schulen. Dazu gehört ein ausreichendes Kontingent an Stellen für die Förderung von Deutsch als Zweitsprache sowie durchgängige Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals zu Themen wie Diversity, Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit. Das Kultusministerium (HKM) hat für das Schuljahr 2013/14 eine neue Initiative für weitere Lehrer/innen-Stellen angekündigt und dies u.a. mit der Einführung eines sog. Sozialindex verbunden. Die aktuelle Umsetzung des Sozial-Indexes für Städte und Gemeinden basiert laut HKM auf folgenden vier Indikatoren:

a) Der Anteil der Arbeitslosen an der Wohnbevölkerung, b) der Anteil der SGB II-Empfänger, c) der Anteil der Einfamilienhäuser bezogen auf die Gesamtzahl der Wohnungen sowie d) der Anteil der Zuwanderer unter den Schülerinnen und Schülern. Die konkrete Umsetzung für die Stadt Frankfurt und somit die Frankfurter Schulen verfolgt der Magistrat und steht dazu mit dem Staatlichen Schulamt Frankfurt und dem Hessischen Kultusministerium im Kontakt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. März 2013OFOF 685/6Sossenheim: Warum wird das Projekt .mitSprache. an der Eduard-Spranger-Schule und der HenriDunantSchule eingestellt?Ortsbeiratsantrag · CDU, SPD
  2. 9. April 2013VV 700Sossenheim: Warum wird das Projekt .mitSprache. an der Eduard-Spranger-Schule und der HenriDunantSchule eingestellt?Anfrage
  3. 22. Juli 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 Wochen
    STST 1113Sossenheim: Warum wird das Projekt .mitSprache. an der Eduard-Spranger-Schule und der Henri-Dunant-Schule eingestellt?
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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