RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführen
Zusammenfassung
Der Magistrat befürwortet die Einführung eines 365-Euro-Tickets, betont jedoch, dass dies höhere Zuschüsse der öffentlichen Hand erfordert, um Kürzungen im ÖPNV-Angebot zu vermeiden. Langfristig soll das Ticket für alle Bürger zugänglich gemacht werden, was den Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur und die Überzeugung anderer kommunaler Gesellschafter erfordert.
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E-Mail-Abo einrichtenStellungnahme des Magistrats
Die Einführung eines 365 € - Tickets setzt - sofern deutliche Kürzungen im ÖPNV-Angebot vermieden werden sollen - erheblich höhere Zuschüsse seitens der öffentlichen Hand voraus. Der Magistrat verweist darauf, dass für Fahrten mit dem ÖPNV in die benachbarten Kommunen bereits zum
- Januar 2019 preissenkende Tarifmaßnahmen vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) umgesetzt wurden. Eine Einzelfahrt (Erwachsene) beispielsweise zwischen Bergen-Enkheim und Bad Vilbel ist hierdurch bereits deutlich günstiger geworden und kostet mit 3,30 € nur 55 Cent mehr als eine Fahrt innerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen. (Es dient zur Kenntnis, dass die Stadt Frankfurt den sog. Kundenabgabepreis gesenkt hat und dass die Einzelfahrt innerhalb Frankfurts durch die Stadt gegenüber dem RMV mit 25 Cent bezuschusst wird.) Für Distanzen bis zwei Kilometer Linienfahrweg gibt es die Kurzstreckentarife. Innerhalb der Stadt Frankfurt kostet eine Kurzstrecke (Erwachsene) aktuell 1,50 €. Grenzüberschreitende Kurzstrecken kosten mit 1,85 € pro Fahrt nur unwesentlich mehr. (Auch hier ist zu beachten, dass die Stadt Frankfurt die Kurzstrecke innerhalb Frankfurts mit 35 Cent gegenüber dem RMV subventioniert. Wäre dies nicht der Fall, dann wäre die grenzüberschreitende Kurzstrecke nicht teurer als die Kurzstrecke in Frankfurt.) Die Einführung eines 365 € - Tickets für alle ist dennoch langfristiges Ziel des Magistrats, Voraussetzung hierfür ist der stetige Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur und eine ausreichende Finanzierung. Mit der Schülerjahreskarte sowie dem Seniorenticket wurde dazu ein Einstieg erreicht. Um ein so günstiges Angebot für alle zu erreichen, müssen jedoch alle anderen kommunalen Gesellschafter sowie das Land Hessen als Hauptgeldgeber des RMV überzeugt werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. Januar 2020OFOF 302/16RMV Tarifzonen abschaffen und 365 Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 18. Februar 2020OMOM 5821RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführenDirektanregung
- 8. Juni 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 1090RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab