Digitale Teilhabe für Seniorinnen und Senioren im Ortsbezirk 9
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant, die digitale Teilhabe für Seniorinnen und Senioren im Ortsbezirk 9 zu fördern. Ziel ist es, ältere Menschen durch verschiedene Angebote im Bereich der Digitalisierung zu unterstützen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Maßnahmen sollen insbesondere benachteiligte Gruppen ansprechen und die digitale Kompetenz im Alter stärken.
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Thema Senioren verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die gesellschaftlichen Veränderungen aufgrund der Digitalisierung und die daraus resultierenden Lern- und Hilfsbedarfe von älteren Menschen sind für die Stadt Frankfurt ein wichtiges Thema. Es gilt, Bürger:innen im gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung zu unterstützen. Der Magistrat ist sich der Verantwortung bewusst, Bürger:innen durch digitale und nicht-digitale Rahmenbedingungen ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Aktuell gibt es im gesamten Stadtgebiet 25 Anlaufstellen für ältere Menschen rund um das Thema Digitalisierung. Ein Großteil der Angebote wird in Form von Einzelhilfe umgesetzt. Ein konkretes Lern- und Hilfsangebote bei digitalen Fragen und Herausforderungen für alte Menschen im Ortsbezirk 9 ist folgendes: Begegnungs- und Servicezentrum Dornbusch Café Anschluss Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e.V. Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main Telefon 069 299 807 2350 E-Mail cafe.anschluss@frankfurter-verband.de Internet https://www.cafe-anschluss.de/ Angebot: Surfen und Lernen (siehe Programm) Format: Einzelhilfe, Kurse, Workshops, Lerngruppen mit Anmeldung Kosten: Einzelhilfe 90 Minuten 15,00 € Sprache: deutsch Geräte vor Ort: Computer Besonders hervorzuheben ist, dass das Café Anschluss ein sehr umfangreiches Angebot in Form von Einzelhilfe, Gruppen, Kursen und Workshops anbietet. Ältere Menschen aus dem gesamten Stadtbezirk nehmen die diversen Angebote im Café Anschluss rege in Anspruch. Eine Weiterentwicklung der Angebotslandschaft strebt die Stadt Frankfurt am Main mit dem "Projekt Digitale Teilhabe im Alter - Quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main an". Das Projekt ist eine dreijährige Kooperation zwischen der Stadt Frankfurt am Main (Jugend- und Sozialamt) und der Frankfurter University of Applied Sciences (Forschungszentrum FUTURE AGING). Ziel des Projektes ist es, die Angebotsstruktur im Bereich der digitalen Hilfsangebote mit einem Blick auf marginalisierte Personengruppen niedrigschwellig und flächendeckend auszubauen. Auf der Grundlage der Vorarbeit des Seniorenbeirates wurde in einem ersten Schritt die Angebotslandschaft detailliert aufgeschlüsselt, um ein möglichst vollständiges Bild des Ist-Standes der digitalen Hilfsstruktur in Frankfurt am Main zu erhalten. Die Ergebnisse werden in Kürze auf "frankfurt.de" und dem Geoportal der Stadt Frankfurt veröffentlicht. Dieser Analyse folgt in einem zweiten Schritt der Aufbau eines Netzwerks von relevanten Stakeholdern, um langfristig und zielgruppengerecht digitale Kompetenzen im jeweiligen Stadtteil, in Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlich Tätigen auszubauen. Die Befähigung gerade benachteiligter älterer Menschen, Digitalität in den für sie wichtigen Bereichen ihres Lebens einsetzen zu können, steht dabei im Fokus. Teil dessen ist die Entwicklung eines Konzepts zur Schulung von Haupt- und Ehrenamtlichen, um (erste) digitale Hilfe leisten zu können. Das innovative Potential der beschriebenen Kooperation liegt dabei auf: - der stadtteilspezifischen Analyse von bestehenden Angeboten - der (Weiter-)Entwicklung von stadtteilspezifischen Angeboten gemeinsam mit den Expert:innen vor Ort mit langfristiger Wirkung - der Fokussierung auf benachteiligte ältere Menschen - der Entwicklung eines Konzepts zur digitalen Schulung von Haupt- und Ehrenamtlichen. Über die bestehenden Angebote werden ältere Menschen in den Stadtteilen über das Programm der Einrichtungen informiert. Das Programm ist sowohl als Printversion, als auch online verfügbar. Auch die Zeitschrift "Stadt Frankfurt im Blick" weist regelmäßig auf entsprechende Informationsveranstaltungen hin. Des Weiteren bietet die Plattform 55+ (frankfurter-plattform-55plus.de) Möglichkeiten, sich zu informieren. Aktuell wird die im Rahmen des Projekts "Digitale Teilhabe im Alter - quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main" erstellte Angebotsübersicht der digitalen Angebote für ältere Menschen in die Homepage der Stadt Frankfurt (frankfurt.de) eingepflegt. Auch auf dem Geoportal sollen die Angebote in Zukunft abgerufen werden können. Beide Prozesse befinden sich aktuell in Arbeit. Veranstaltungen wie der Digitaltag im Juni 2025 und die Aktionswoche Älterwerden im September 2025 werden dazu genutzt, die digitalen Angebote in die Stadtgesellschaft hineinzutragen. Geplant ist zudem, die Angebotsübersicht in verschiedene Gremien der Stadt, wie den Seniorenbeirat und die Ortsbeiräte hineinzutragen und eine breite Öffentlichkeit über die Tagespresse zu erreichen. Auf diese Weise wird im Rahmen verschiedener gezielter Aktionen auf die Angebote aufmerksam gemacht. Für eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne stehen keine finanziellen Mittel zur Verfügung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. April 2025OMOM 6855Digitale Teilhabe für Seniorinnen und Senioren im Ortsbezirk 9Direktanregung
- 7. Juli 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 WochenSTST 1083Digitale Teilhabe für Seniorinnen und Senioren im Ortsbezirk 9Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab