Wildtiere im Ortsbezirk 9: Igel schützen
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, Maßnahmen zum Schutz der Igel im Ortsbezirk 9 zu ergreifen. Dies umfasst die Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten und die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz dieser Wildtiere. Ziel ist es, die Igelpopulation in städtischen Gebieten zu stabilisieren und zu verbessern.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAnregung
Der Igel ist von der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres 2024 erklärt worden. Durch diese Ernennung soll auf den schleichenden Verlust der Igelpopulation hingewiesen werden. Er befindet sich bereits auf der Vorwarnliste, der "Roten Liste" der Säugetiere Deutschlands. Die Intensivierung der Landwirtschaft hat dazu geführt, dass er inzwischen deutlich neunmal häufiger in Städten als auf dem Land vorkommt. Das bedeutet aber nicht, dass er hier ideale Bedingungen vorfindet: i hm drohen vielfältige Gefahren durch Pkw, Mähroboter, Pestizide und Nahrungsmangel. Es kann und sollte einiges unternommen werden, um die Population der Igel in den Städten zu stabilisieren und zu verbessern.
Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, mit gutem Vorbild voranzugehen und durch gute Beispiele bei gleichzeitiger Information der Bevölkerung mehr Rückzugsmöglichkeiten für Igel im Ortsbezirk zu schaffen bzw. zu erhalten. Oft ist dafür kein großer Aufwand notwendig, sondern eher der Verzicht auf das Trimmen von Randbewachsung. Neben den Blühwiesen für Insekten, die von der Bevölkerung sehr positiv wahrgenommen werden, könnte es auch als solche ausgezeichnete "wilde Ecken für Igel" geben, in deren Kontext auch erklärt wird, wie wichtig es ist, ebenfalls in privaten Gärten Rücksicht auf diese Wildtiere zu nehmen und welche einfachen Schritte dazu unternommen werden können. Doch auch die Anpflanzung zusätzlicher Hecken und die Anlage gut geschützter Totholz- und Laubhaufen wäre begrüßenswert.
Insbesondere in Zusammenarbeit z. B. mit den auch für die Sinai-Wildnis in Aussicht gestellten Landschaftslotsinnen und Landschaftslotsen könnten auch Informationsveranstaltungen oder Workshops stattfinden. Ein Online-Informationsangebot, wie Igel in privaten Gärten unterstützt werden könnten, auf das auch im Rahmen der Beschilderung verwiesen werden könnte, wäre ebenfalls wünschenswert.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Januar 2024OFOF 663/9Wildtiere im Ortsbezirk 9: Igel schützenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. Januar 2024Sie sind hierOMOM 5034Wildtiere im Ortsbezirk 9: Igel schützenDirektanregung
- 13. Mai 2024Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 931Wildtiere im Ortsbezirk 9: Igel schützenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats