Medizinische Versorgung in Schwanheim sichern
Zusammenfassung
Die Anregung an den Magistrat fordert Maßnahmen zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in Schwanheim, da ein signifikanter Rückgang an Allgemeinarztpraxen zu beobachten ist. Zusätzlich wird vorgeschlagen, die Vergabe von kassenärztlichen Zulassungen an die tatsächlichen Bedürfnisse der Stadtteile anzupassen.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAnregung
Der Magistrat wird gebeten,
- zu prüfen und zu berichten, welche Maßnahmen getroffen werden können, um die ärztliche Versorgung in Schwanheim zu sichern, nachdem von den ehemals fünf allgemeinmedizinischen Praxen, die im Jahr 2024 tätig waren, inzwischen drei geschlossen sind und weitere zwei absehbar schließen werden;
- darauf hinzuwirken, dass die Neuzuordnung von kassenärztlichen Zulassungen nicht gemeindebezogen (Stadt Frankfurt) vergeben werden, sondern dabei auf die ärztliche Versorgung in den Stadtteilen Rücksicht genommen wird.
Begründung
Die Ärzteschaft in Schwanheim ist mit ihren Patient:innen gealtert und hat sich inzwischen größtenteils zur Ruhe gesetzt. Viele Patient:innen haben nun keinen Arzt oder keine Ärztin mehr, der oder die sie in den letzten Jahre versorgt hat. Zu einer Übernahme der jeweiligen Praxen durch jüngere Kolleg:innen ist es nur in einem Fall gekommen.
Die gleichzeitigen Kürzungen bei der Kostenübernahme von Krankenfahrten führt dazu, dass der Besuch einer Arztpraxis in einem umliegenden Stadtteil kostspielig ist. Zudem müssen sich die Patientinnen und Patienten auf lange Wartezeiten einstellen, weil immer weniger Mediziner:innen immer mehr Patient:innen versorgen müssen und die neu eingeführte Pflicht durch Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am ersten Krankheitstag und die Abschaffung einer telefonischen "Krankschreibung" zu einem zusätzlichen Ansturm auf die Arztpraxen führt. Hinzu kommt, dass eine alternde Bevölkerung eine höhere Nachfrage nach ärztlichen Dienstleistungen hat.
Vor diesem Hintergrund wäre es wichtig dafür Sorge zu tragen, dass die Dichte der ärztlichen Versorgung in Schwanheim wenigstens annähernd auf dem Niveau der letzten Jahrzehnte gehalten wird. Stattdessen nimmt die ärztliche Versorgung in Schwanheim signifikant ab, sodass eine Mangelversorgung zu befürchten ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. Juli 2026OFOF 80/6Medizinische Versorgung in Schwanheim sichernOrtsbeiratsantrag · SPD
- 11. August 2026Sie sind hierOMOM 322Medizinische Versorgung in Schwanheim sichernDirektanregung
- 12. Oktober 2026Antwort des Magistrats · nach 13 WochenSTST 1482Medizinische Versorgung in Schwanheim sichernStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats