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Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Nordend

Vorlagentyp: OMOrtsbeirat 3
114 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat wird aufgefordert, die Diskrepanz zwischen den vorhandenen und benötigten Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Nordend zu prüfen und Lösungen zu erarbeiten. Dies ist notwendig, um den steigenden Bedarf an Elektromobilität zu decken und den Umstieg auf E-Fahrzeuge für die Bewohner zu ermöglichen.

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Anregung

Der Magistrat wird aufgefordert, zu prüfen und zu berichten, wie die eklatante Diskrepanz zwischen tatsächlich vorhandenen, geplanten und benötigten Ladestationen für Elektromobilität überwunden werden soll. Im Moment gibt es im Nordend acht öffentlich zugängliche Ladestationen. Der vom Magistrat selbst errechnete Bedarf für das Nordend liegt bei 17 bis 38 öffentlich zugänglichen Ladestationen bis 2030 (je nach Szenario). Die Landesenergieagentur prognostiziert, dass bis 2030 ein Bedarf an bis zu 800 öffentlich zugänglichen Ladestationen besteht. Wie soll dem schnellen Anstieg des Bedarfs an Ladestationen entsprochen werden? Wie soll die Infrastruktur bereitgestellt werden, um Bewohnerinnen und Bewohnern des Nordends den Umstieg auf Elektromobilität zu ermöglichen?

Begründung

Laut der Wirtschaftsförderung Frankfurt hat sich der Anteil von batteriebetriebenen (PEV) und Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) in den letzten zwölf Monaten auf 6,5 Prozent des Bestandes im Stadtgebiet erhöht, eine Verdoppelung auf circa 22.000 Fahrzeuge innerhalb von zwölf Monaten. Die Stadt Frankfurt fördert außerdem über verschiedene Initiativen ausdrücklich die Elektromobilität im Individualverkehr, unter anderen über das Projekt "Green City". Bereits 2019 wurde im Auftrag der Stadt Frankfurt ein Papier "Elektromobilitätskonzept und Umsetzungsstrategie für die Stadt Frankfurt" erstellt. Darin wird bemängelt, dass "mit 104 Normalladepunkten und 18 Schnellladepunkten Frankfurt im Vergleich zu anderen deutschen Städten deutlich zurückliegt... Bereits jetzt deckt die bestehende Ladeinfrastruktur nicht die Bedarfe von privaten und gewerblichen Nutzern... Der Mangel an Lademöglichkeiten stellt derzeit ein Hemmnis bei der Anschaffung von E-Fahrzeugen dar." Im gleichen Bericht wurden für die Stadtteile Nordend-Ost und Nordend-West der Bedarf für öffentlich zugängliche Ladestationen bis 2030 in verschiedenen Szenarien auf 17 bis 38 Ladestationen prognostiziert. Dabei wurde die notwendige private Infrastruktur noch nicht einmal berücksichtigt. Beide Stadtteile haben außerdem die zweithöchste Prioritätsstufe in Frankfurt, begründet auch mit der Aussage, dass hier ein hohes Potenzial zur Nutzung von Elektromobilität gesehen wird. Laut Auskunft von Frankfurtemobil.de gibt es aktuell acht öffentlich zugängliche Ladestationen im Nordend: Quelle: http://frankfurtemobil.de/elektromobilitaet/ Laut einer neuen Untersuchung der Landesenergieagentur Hessen ist jedoch auch die Prognose von 17 bis 38 Ladestationen für das Nordend schon jetzt überholt. Für den erwarteten Anstieg von E-Fahrzeugen bis 2030 (konservativ gerechnet 25 Prozent der Pkw-Flotte im Bundesschnitt) und den erwartbaren Durchgangsverkehr im Viertel werden mindestens 800 öffentliche Ladestationen und die Infrastruktur für über 1.000 weitere private Ladestationen erforderlich sein. Es fehlen jedoch die Erkenntnisse, wie und wann die aktuelle Zahl der Ladestationen innerhalb von acht Jahren zumindest annähernd auf den prognostizierten Stand gebracht werden soll.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. Dezember 2019MM 219Elektromobilitätskonzept und Umsetzungsstrategie für die Stadt Frankfurt am Main, Elektromobilität 2030 in Frankfurt am MainMagistratsvortrag
  2. 8. Oktober 2021OFOF 111/3Ladestationen für Elektrofahrzeuge im NordendOrtsbeiratsantrag · SPD
  3. 4. November 2021Sie sind hier
    OMOM 1037Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Nordend
    Direktanregung
  4. 28. Februar 2022Antwort des Magistrats · nach 114 WochenSTST 451Ladestationen für Elektrofahrzeuge im NordendStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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