Endlich saubere Luft in Frankfurt
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Güterplatz — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 04.09.2026.
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- Güterplatz: Illegales Halten und Parken unterbinden - Ladezone einrichten06.07.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Leitfaden Klimaangepasste Stadtplatzgestaltung19.06.2026 · B (Bericht des Magistrats)
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Ortsbeiratsinitiative - Budget vom 05.07.2016, OIB 19 entstanden aus Vorlage: OF 43/1 vom 17.06.2016
Betreff: Endlich saubere Luft in Frankfurt Der Magistrat wird gebeten, zur Verbesserung der Luftqualität einen CityTree (übersetzt: Stadtbaum; siehe Begründung Punkt 1.) im Gallus aufzustellen. Als Standort soll insbesondere die Fläche vor dem Skyline Plaza, Ecke Osloer Straße/Güterplatz, in Betracht kommen. Diese Maßnahme ist mit einem Höchstbetrag von 7.000 Euro aus dem Ortsbeiratsbudget mitzufinanzieren. Zur Finanzierung des restlichen Betrages soll geprüft werden, ob ein privater Träger oder die Stadt in Betracht kommt . . Abbildung 1: CityTree in Jena (Quelle: Green City Solutions)
Begründung: 1.) Was ist ein CityTree? Ein CityTree ist eine mit Moospflanzen bewachsene Wand, die verschiedene Schadstoffe (u. a. Feinstaub, Kohlendioxide und Stickoxide) aus der Luft filtert. Er steht auf einer Grundfläche von 3 Quadratmetern und bietet auf beiden Seiten Sitzflächen. 2.) Was ist der Nutzen? Ein CityTree hat u. a. aufgrund der großen Oberfläche der Moosblättchen eine Filterleistung der Luft wie bis zu 275 Bäume. Jährlich sterben laut WHO etwa 8 Milliarden Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Der CityTree dient der Verbesserung der Luftqualität und somit der Erhaltung der Gesundheit der Frankfurterinnen und Frankfurter. Der CityTree kann zudem die Temperatur der unmittelbaren Umgebung verringern, was für versiegelte Plätze von besonderem Wert ist, um die Hitzebelastung zu reduzieren. Durch den Klimawandel nehmen die Wetterextreme zu. Moospflanzen sind sehr gute Wasserspeicher. Sie fangen große Mengen Regen auf und bedürfen daher nur im Hochsommer einer Bewässerung. Die Moospflanzen bieten zudem einen Lebensraum für Insekten und reduzieren den Lärm. Zur Umweltbildung besitzt der CityTree eine Beschreibung der Funktion und der Problematik an der Seitenfläche. Alt und Jung können sich dort informieren und ein Bewusstsein für das Thema Luftqualität entwickeln. Außerdem verfügt der CityTree über eine Sitzbank auf beiden Seiten und kann wahlweise um einen Hotspot ergänzt werden. Damit kann folglich die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Gallus verbessert werden. 3.) Wie hoch sind die Kosten? Die Anschaffungskosten betragen, je nach Auswahl des Modells, einmalig rund 19.500 Euro (inkl. Anlieferung, Aufbau, Inbetriebnahme), dazu kommen jährliche Kosten für die Bewässerung im Hochsommer sowie für die Wartung des CityTrees. Im Verhältnis zur Pflanzung von 275 neuen Bäumen und Kosten für sonstige Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität handelt es sich um eine geringfügige Ausgabe. 4.) Welche Standorte eignen sich? Besonderen Nutzen bringt ein CityTree in der Nähe von stark befahrenen Straßen und versiegelten Plätzen. Hilfreich ist er insbesondere für die Anwohner, die regelmäßig die dortige Luft einatmen. Daher würde sich der Platz vor dem Skyline Plaza, Ecke Osloer Straße/Güterplatz, anbieten. Zum einen könnte der CityTree die Schadstoffe der Pkws von der Mainzer Landstraße filtern und zum anderen die Temperatur des versiegelten Platzes reduzieren. Im Übrigen würde das Gallus so für Touristen attraktiver werden und einen neuen Platz zum Verweilen hinzugewinnen. In Ballungsgebieten und Großstädten wie Frankfurt ist die Belastung der Luft besonders groß, regelmäßig werden die EU-Grenzwerte überschritten. Städte wie Oslo, Jena und Hongkong setzen schon auf CityTrees, um die Luftqualität zu verbessern. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Initiative des Ortsbeirats, die Haushaltsmittel im Ortsbezirk betrifft. Wie eine reguläre Initiative wird sie direkt an den Magistrat gerichtet, bezieht sich aber auf die Verwendung von Geld im Stadtteil.
- 1Ortsbeirat beschließt Initiative
- 2direkt an den Magistrat
- 3Magistrat führt aus oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Juli 2016 wurde diese Initiative im Ortsbeirat eingebracht. Sie geht auf OF 386/1 zurück — Ortsbeiratsantrag von SPD, beschlossen am 4. August 2017. Der Magistrat antwortete am 23. September 2016 mit der Stellungnahme ST 1281. Zwischen Einbringung und Antwort vergingen rund 11 Wochen.