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Integriertes Quartierskonzept für den fließenden und ruhenden Verkehr zur Wahrung des sozialen Friedens - Modellprojekt Bürgerbeteiligung zur Entlastung der…

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Integriertes Quartierskonzept für den fließenden und ruhenden Verkehr zur Wahrung des sozialen Friedens - Modellprojekt Bürgerbeteiligung zur Entlastung der engen Einbahnstraßen in der Siedlung Römerstadt

Vorlagentyp: OFBFF-FREIE WAHLER
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

In diesem Antrag wird ein integriertes Quartierskonzept für die Siedlung Römerstadt vorgeschlagen, um den sozialen Frieden durch die Neuordnung des Verkehrs zu sichern. Der Magistrat wird aufgefordert, in enger Bürgerbeteiligung Lösungen zur Entlastung der engen Straßen und Parkplatzkonflikte zu finden und langfristige Entlastungen, wie die Prüfung einer Quartiersgarage, zu prüfen.

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In der Römerstadt — 25 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 06.10.2026.

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Antrag

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, für die engen Wohnstraßen im Ortsbezirk 8 - prioritär für die von Einbahnstraßenregelungen geprägten und historisch engen Bereiche der Siedlung Römerstadt - ein partizipatives Verfahren zur Neuordnung des Straßenraums einzuleiten. Ziel ist ein einvernehmliches Verkehrskonzept, das den sozialen Frieden im Quartier dauerhaft bewahrt, indem es durch gegenseitiges Verständnis aller Seiten, gezielte Flächenanpassungen und enge Bürgerbeteiligung die Sicherheit erhöht, Verkehrsblockaden minimiert und Parkplatzkonflikte entschärft.

Dabei sind folgende Kernpunkte verkehrsträgerübergreifend zusammenzuführen:

  1. Direkte Anwohner-Befragung zur Wahrung des sozialen Friedens: Vor jeglicher baulichen Veränderung oder Umnutzung von Parkflächen findet eine transparente Anhörung und Bedarfserhebung der Anwohnerinnen und Anwohner im jeweiligen Straßenzug statt. Ziel ist es, den tatsächlichen Bedarf für Lastenrad-Stellplätze kleinteilig zu ermitteln und Konflikte mit dem bestehenden, enorm hohen PKW-Parkdruck einvernehmlich und ohne Ausgrenzung einzelner Gruppen vor Ort zu lösen.
  2. Vermeidung von Totalblockaden in Einbahnstraßen (Liefer- und Servicezonen): Da Ausweichmanöver oder Rückwärtsfahren in den engen Einbahnstraßen praktisch unmöglich sind und Lieferdienste, Pflegedienste oder die Müllabfuhr regelmäßig den gesamten Verkehrsfluss blockieren, ist zu prüfen, wo durch die gezielte Nutzung oder den Ausbau versetzter Buchten feste, zeitlich begrenzte Lade- und Haltezonen eingerichtet werden können. Dies soll den Verkehrsfluss für Autofahrer sichern und im Ernstfall die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge garantieren.
  3. Schutz der schmalen Bürgersteige durch quartiernahe Mobilitätspunkte: Da die Gehwege in der Römerstadt extrem schmal sind und keinerlei Spielraum für das Abstellen großer Lastenräder bieten, ohne die Barrierefreiheit für Fußgänger, ältere Menschen und Kinderwagen vollständig aufzuheben, soll geprüft werden, wo durch die ausschließlich bedarfsgerechte und punktuelle Umwandlung einzelner Flächen geordnete Abstellmöglichkeiten geschaffen werden können, um die Bürgersteige komplett frei und sicher zu halten.
  4. Prüfung langfristiger Entlastungen (Quartiersgarage): Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, ob und an welchen Randbereichen des Quartiers langfristig Möglichkeiten für eine Quartiersgarage oder alternative Quartiersstellplätze geschaffen werden können, um den täglichen, extremen Parkdruck und den damit verbundenen Parksuchverkehr der Anwohner nachhaltig zu senken und so den sozialen Frieden langfristig zu sichern.

Begründung

Die historische Struktur der Siedlung Römerstadt (Ernst-May-Siedlung) stößt an die Grenzen der modernen Mobilitätsrealität. Die Enge der Straßenräume in Kombination mit der weitläufigen Einbahnstraßenregelung führt aktuell zu einer massiven, täglichen Stresssituation für alle Verkehrsteilnehmer.

Für Autofahrer ist das Finden eines Parkplatzes nach der Arbeit ein langwieriges und nervenaufreibendes Unterfangen; mehrfache "Suchrunden" um den Block sind die Regel. Da zudem private Flächen wie Vorgärten fehlen, werden die zunehmend genutzten, großen E-Lastenräder notgedrungen auf den ohnehin extrem schmalen Bürgersteigen abgestellt. Dies schränkt die Barrierefreiheit massiv ein und zwingt Mütter, die ihre Kinder auf Kleinrädern begleiten, zu gefährlichen Manövern. Gleichzeitig blockieren Lieferdienste oder die Müllabfuhr mangels Haltebuchten regelmäßig die gesamte Fahrbahn, was in einer Einbahnstraße sofort zum absoluten Stillstand führt und ein hohes Sicherheitsrisiko für nachfolgende Fahrzeuge und den Rettungsverkehr darstellt. Eine Entlastung durch eine Quartiersgarage fehlt bislang völlig.

Dieses schwierige Unterfangen kann nicht "von oben herab" durch das pauschale Streichen von PKW-Stellplätzen gelöst werden. Ein solches Vorgehen würde den sozialen Frieden im Quartier akut gefährden und die unterschiedlichen Nutzergruppen gegeneinander aufbringen. Eine einvernehmliche Einigung kann nur gelingen, wenn das Problem ganzheitlich gelöst und der soziale Friede als oberstes Ziel definiert wird. Wenn die Anwohner direkt einbezogen werden und sehen, dass ein maßvoller Flächentausch nicht nur Gehwege freiräumt, sondern durch feste Lieferzonen in den Buchten auch den Autofahrern die freie Fahrt sichert und gleichzeitig langfristige Parklösungen geprüft werden, entsteht eine echte Win-Win-Situation für das gesamte Viertel.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 6. Oktober 2026 brachte BFF-FREIE WAHLER im Ortsbeirat 8 diesen Antrag ein.

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