Kauf der Liegenschaften an der Platenstraße
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Der Ortsbeirat erhebt keine Einwände, wenn Grünflächen für die allgemeine Öffentlichkeit hergerichtet werden, ohne den städtischen Haushalt zu belasten. Bei der Baugenehmigung für das Iranische Generalkonsulat wurden - ohne den OBR anzuhören - Eingriffe in das Grünzuggebiet genommen. Es stellt sich daher die Frage, warum es nicht möglich sein soll, für einen Arzt/Zahnarzt eine Ausnahmeregelung zu finden, damit eben die Menschen in einem Wohngebiet mit rund 5.000 Bewohnern "orts"näher versorgt werden können. Bezüglich der Wiederanpflanzung von Bäumen sind Bürger unter Hinweis auf einen Artikel in der örtlichen Presse an den Ortsbeirat herangetreten. Man hat kein Verständnis, dass nur Büsche auf dem Gelände wieder angepflanzt werden. Bezüglich des Verbindungsweges ist zu bemerken, dass die Verbreiterung und Verbesserung des Weges schon immer ein Wunsch des Ortsbeirates war. Bei seiner Entscheidung möge der Magistrat bedenken, dass auf der anderen Seite der Raimundstraße ein Bushaltestelle der Linie 64 sich befindet und der Weg ein stark frequentierter Weg im Rahmen des Schulwegplanes ist. Antragstellende Fraktion: CDU SPD Vertraulichkeit: Nein Zuständige Ortsbeiräte: 9 Beratungsergebnisse: 21. Sitzung des OBR 9 am 05.06.2003, TO I, TOP 11 Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, folgende Frage einzufügen: "Sind Kontakte aufgenommen worden oder können sie aufgenommen werden zu dem Projekt "Soziale Stadt", beziehungsweise dem Projektleiter, Herrn Martin Müller, sowie der Agenda Ginnheim, die für dieses Gelände Spiel- und Sportanlagen geplant hatten." Beschluss: Auskunftsersuchen V 917 2003 Die Vorlage OF 751/9 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass
- Punkt 3. der Vorlage wie folgt geändert wird: "Werden im Ortsbezirk 9 als Ausgleich für das vom Magistrat auf dem ehemaligen Grünflächengebiet geschaffene Baurecht neue Grünflächen geschaffen und kann in dem nach abzuschließenden Vertrag sichergestellt werden, dass diese Anlage auch zukünftig öffentliche Grünfläche bleibt?"
- Punkt 6. der Vorlage wir folgt geändert wird: "Kann bei der Anlage der Grünanlage der Verbindungsweg zwischen der Raimundstraße und der Sudermannstraße als Rad- und Fußweg verbreitert, neu gestaltet, sowie der Anschluss zur Fahrbahn der Sudermannstraße hergestellt und für die dunkle Jahreszeit besser beleuchtet werden?"
- Folgende Punkte als Punkt 8. bis 9. angefügt werden: "8. Liegt zwischenzeitlich - und wenn ja, seit wann - eine Entscheidung des Regierungspräsidiums Darmstadt vor, da aufgrund der planungsrechtlichen Ausweisung als "Öffentliche Grünfläche" beziehungsweise für den "Gemeinbedarf Schule" (Flurstück 22/4 und eine Teilfläche des Flurstücks 22/3) ein Übernahmeverlangen nach dem Baugesetzbuch ausgesprochen wurde?
- Kann das Stadtplanungsamt baldmöglichst durch einen städtischen Mitarbeiter die Vorpläne, Bedingungen und Auflagen des zugrundeliegenden Grundstücksgeschäftes dem Ortsbeirat entweder zukommen lassen oder in der Sitzung vorstellen?
- Werden bei den Planungen für den iranischen Garten der besondere Kinder- und Jugendreichtum dieses Stadtteiles berücksichtigt?
- Wer wird für die zukünftige Pflege des iranischen Gartens zuständig sein - das Grünflächenamt oder das iranische Konsulat und wer wird die anfallenden Kosten dafür übernehmen?
- Der Antrag der Fraktion der GRÜNEN eine weitere Frage einzufügen, wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1.: Einstimmige Annahme zu 2.: Einstimmige Annahme zu 3.: Einstimmige Annahme zu 4.: CDU und SPD gegen GRÜNE und PDS (= Annahme)
Inhalt
Antrag vom 12.05.2003, OF 751/9
Betreff:
Kauf der Liegenschaften an der Platenstraße
Vorgang:
ST 478/03
Der Magistrat teilt mit, dass er derzeit mit dem iranischen Konsulat in Verhandlungen wegen einer Übernahme eines Großteils der Flächen an der Platenstraße und deren Herrichtung als öffentliche Grünfläche steht.
Dem Vernehmen nach ist der Sachstand inzwischen ein anderer: Nicht die Stadt Frankfurt ist der Verkäufer des Grundstücks, sondern die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesvermögensamt.
Desweiteren sollen die beiden Gärten an der Raimundstr. (zwischen dem Neubau des Iranischen Konsulats und dem Heizwerk) an das Konsulat verpachtet werden.
Wir fragen den Magistrat:
- Ist er bereit, bei der Herrichtung der Grünfläche, dem Erwerber vorzuschreiben, dass die im Rahmen der Erstellung des Gebäudes auf dem Grundstück an der Raimundstraße gefällten 23 Bäume auf dem neu zu erwerbenden Grundstück neu gepflanzt werden?
- Kann er dem Ortsbeirat mitteilen, um welche Flächen es sich dabei handelt (Kleine Lageskizze)?
- Werden im Ortsbezirk 9 neue Grünflächen geschaffen als Ausgleich für das vom Magistrat auf dem ehemaligen Grünflächengebiet geschaffene Baurecht?
- Hat der Magistrat Kenntnis von irgendwelchen Bauabsichten des Konsulats im Zusammenhang mit der Herrichtung eines "Iranischen Gartens"?
- Sieht der Magistrat eine Möglichkeit, dass im angrenzenden Wohngebiet (ehemalige Housings) ein Arzt/Zahnarzt sich dort niederlassen kann?
- Kann bei der Anlage der Grünanlage der Verbindungsweg zwischen der Raimundstraße und der Sudermannstraße verbreitert, neu gestaltet und für die dunkle Jahreszeit besser beleuchtet werden?
- Was geschieht mit den ebenerdigen Parabolantennen auf einer Teilfläche des Grundstücks, da auf dem Grundstück eine Teillast (Abt. II des Grundbuchs) zu Gunsten der Deutschen Telekom liegt?
Begründung:
Der Ortsbeirat erhebt keine Einwände, wenn Grünflächen für die allgemeine Öffentlichkeit hergerichtet werden, ohne den städtischen Haushalt zu belasten.
Bei der Baugenehmigung für das Iranische Generalkonsulat wurden - ohne den OBR anzuhören - Eingriffe in das Grünzuggebiet genommen. Es stellt sich daher die Frage, warum es nicht möglich sein soll, für einen Arzt/Zahnarzt eine Ausnahmeregelung zu finden, damit eben die Menschen in einem Wohngebiet mit rund 5.000 Bewohnern "orts"näher versorgt werden können.
Bezüglich der Wiederanpflanzung von Bäumen sind Bürger unter Hinweis auf einen Artikel in der örtlichen Presse an den Ortsbeirat herangetreten. Man hat kein Verständnis, dass nur Büsche auf dem Gelände wieder angepflanzt werden.
Bezüglich des Verbindungsweges ist zu bemerken, dass die Verbreiterung und Verbesserung des Weges schon immer ein Wunsch des Ortsbeirates war. Bei seiner Entscheidung möge der Magistrat bedenken, dass auf der anderen Seite der Raimundstraße ein Bushaltestelle der Linie 64 sich befindet und der Weg ein stark frequentierter Weg im Rahmen des Schulwegplanes ist.
Antragstellende Fraktion: CDU SPDZuständige Ortsbeiräte: 9
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Mai 2003Sie sind hierOFOF 751/9Kauf der Liegenschaften an der PlatenstraßeOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD
- 5. Juni 2003VV 917Kauf der Liegenschaften an der PlatenstraßeAnfrage
- 5. August 2003STST 995Kauf der Liegenschaften an der PlatenstraßeStellungnahme
- 3. November 2004Antwort des Magistrats · nach 77 WochenSTST 1113Kauf der Liegenschaften an der PlatenstraßeStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1.: Einstimmige Annahme zu 2.: Einstimmige Annahme zu 3.: Einstimmige Annahme zu 4.: CDU und SPD gegen GRÜNE und PDS (= Annahme)