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Transparenz bei Genehmigungen für Außengastronomie

Vorlagentyp: OFGRÜNESPD
1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, die Transparenz bei Außengastronomie-Genehmigungen zu erhöhen, indem eine gut sichtbare Genehmigungsinformation an den entsprechenden Flächen angebracht werden soll. Dies soll Konflikte verhindern und die Kommunikation zwischen Bürger:innen und Gastronomiebetrieben verbessern.

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Thema Fußverkehr verfolgen

Antrag

Der Magistrat wird gebeten, zu veranlassen, dass bei genehmigten Sondernutzungen für Außengastronomie auf öffentlichen Flächen künftig eine einheitlich gestaltete und gut sichtbare Genehmigungsinformation unmittelbar an bzw. im Bereich der genehmigten Außengastronomiefläche angebracht wird. Aus dieser Information sollen in knapper und allgemein verständlicher Form insbesondere folgende Angaben hervorgehen: - die genaue Lage und Ausdehnung der genehmigten Fläche, möglichst durch eine eindeutige Kennzeichnung vor Ort, - die zulässige Anzahl bzw. Anordnung von Tischen und Sitzplätzen, - die freizuhaltende Durchgangsbreite des Gehwegs, - gegebenenfalls weitere für die Nutzung der Fläche wesentliche Auflagen, - sowie der Geltungszeitraum der Sondernutzungserlaubnis. Die Kennzeichnung soll so gestaltet sein, dass Bürger:innen insbesondere erkennen können, welche Fläche tatsächlich genehmigt ist und welche Flächen für den Fußverkehr frei bleiben müssen.

Begründung

Die Nutzung des öffentlichen Raums für Außengastronomie hat in den vergangenen Jahren - auch aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Außenaufenthalten bei höheren Temperaturen - deutlich an Bedeutung gewonnen. Außengastronomie kann zur Belebung des öffentlichen Raums beitragen, die Aufenthaltsqualität erhöhen und für gastronomische Betriebe eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle darstellen. Gleichzeitig führt die zunehmende Nutzung öffentlicher Flächen für Außengastronomie immer wieder zu Konflikten. Insbesondere die ungehinderte und barrierefreie Nutzung von Gehwegen kann beeinträchtigt werden. Davon sind beispielsweise Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen sowie Eltern mit Kinderwagen in besonderem Maße betroffen. Die Stadt Frankfurt hat für Sondernutzungen der öffentlichen Verkehrsflächen bereits konkrete Regelungen geschaffen. So ist grundsätzlich eine geradlinige Gehweg-Durchgangsbreite von mindestens 1,50 Metern freizuhalten; in stark frequentierten Bereichen kann eine größere Breite vorgeschrieben werden. Darüber hinaus sind unter anderem Flucht- und Rettungswege sowie Blindenleitsysteme freizuhalten. Für Bürger:innen ist vor Ort jedoch häufig nicht erkennbar, welche konkrete Fläche einem einzelnen Gastronomiebetrieb tatsächlich genehmigt wurde und welche individuellen Auflagen für diesen Betrieb gelten. Dies erschwert die sachliche Kommunikation zwischen Anwohner:innen, Passant:innen, Gastronomiebetrieben und den zuständigen Behörden. Eine standardisierte, gut sichtbare und auf die wesentlichen Angaben beschränkte Genehmigungsinformation würde hier für mehr Transparenz sorgen. Sie könnte dazu beitragen, Konflikte bereits im Vorfeld zu vermeiden und eine sachliche Kommunikation über die tatsächlichen Rechte und Pflichten aller Beteiligten zu ermöglichen. Dies wäre insbesondere auch für die Ortsbeiräte hilfreich, die bei Beschwerden aus der Bürgerschaft immer wieder mit entsprechenden Nutzungskonflikten befasst werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 6. September 2026 brachten GRÜNE, SPD im Ortsbeirat 4 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 22.09.2026 im OBR 4 angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 4
Sitzung 4 · 22.09.2026
TO I, TOP 11
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 697 2026 Die Vorlage OF 74/4 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass der Tenor wie folgt lautet: "Der Magistrat wir gebeten zu prüfen und zu berichten, ob bei genehmigten Sondernutzungen für Außengastronomie auf öffentlichen Flächen künftig eine einheitlich gestaltete und gut sichtbare Genehmigungsinformation unmittelbar beziehungsweise im Bereich der genehmigten Außengastronomiefläche angebracht werden kann."

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDCDULinkeFDP
Ablehnung:
AfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, Linke und FDP gegen AfD (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung