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Klimaanpassung und Hitzeschutz in Bockenheim und Westend verbessern - deutlich schneller handeln!

Vorlagentyp: OFGRÜNE
11 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Der Antrag fordert umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaanpassung und Hitzeschutzmaßnahmen in den Stadtteilen Bockenheim und Westend. Ziel ist es, die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen und konkrete Schritte zur Reduktion der Hitzebelastung zu unternehmen, insbesondere durch die Schaffung von mehr Grünflächen und der Verbesserung des öffentlichen Raums.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Antrag

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten,

alles dafür zu tun, die Klimaanpassung in den innenstadtnahen und verdichteten Stadtteilen wie Bockenheim und Westend großflächig und umfassend zu verbessern und zu beschleunigen.

Folgende Maßnahmen werden für Bockenheim und Westend zur baldmöglichen Umsetzung vorgeschlagen. Der Magistrat wird gebeten, diese zu prüfen und dem Ortsbeirat baldmöglichst zu berichten:

  1. Erstellung einer koordinierten und abgestimmten Klimaanpassungsstrategie mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen seitens der beteiligten Dezernate und Ämter (insb. Planung, Umwelt/ Klimaschutz, Mobilität) in Kommunikation und Koordinierung mit dem Ortsbeirat und den betroffenen Bürger*innen noch in diesem Jahr.
  2. Dem Ortsbeirat 2 soll baldmöglichst das Entsiegelungskataster der Stadt vorgestellt werden, das aufzeigt, wo im Ortsbezirk Potenzial für Entsiegelung und Begrünung besteht. Hiermit sollen gezielt Flächen identifiziert werden, die wieder wasserdurchlässig sind und baldmöglichst bepflanzt werden können.
  3. Für Stadtgrün und die Anzahl von Bäumen werden Mindeststandards entwickelt und die 3-30-300 Regelung umgesetzt: Jeder Bewohner und jede Bewohnerin des Stadtteils sollte von seinem/ihrem Zuhause aus mindestens drei Bäume sehen können, in einem Umfeld mit 30 Prozent Baumbeschirmung leben und eine Grünfläche in höchstens 300 Metern Entfernung erreichen können. Wo die Regelung derzeit nicht eingehalten wird, müssen gezielte Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden.
  4. Öffentliche Plätze im zentralen und besonders hitzeanfälligen Bereich des Ortsbezirks, die am wenigsten beschattet sind, werden unabhängig von späteren Umbauten bereits heute in Teilen entsiegelt, bepflanzt und/oder durch große Pflanzkübel, die auch Bäume aufnehmen können (Beispiel Hamburg Innenstadt/ Foto; Pflanzkübel Oederweg) und andere Elemente verschattet und gleichzeitig vorübergehend gestaltet. Die Plätze können nicht länger der Hitze ausgesetzt werden, weil irgendwann in der Zukunft vielleicht Umbaumaßnahmen anstehen! Areal-Zuständigkeiten sollen mit dem Land Hessen geklärt werden (Kulturcampus/ siehe ST 2101).
  5. Öffentliche Plätze in Bockenheim und Westend sollen schnellstmöglich mit Trinkbrunnen ausgestattet werden. Der Ortsbeirat hat hierzu bereits Standortvorschläge unterbreitet, die der AG Trinkbrunnen bekannt sind. Da das Überwärmungspotential durch starke Versiegelung ein Kriterium für die Etablierung von Trinkbrunnen ist, sollte klar sein, dass der Bedarf gerade in Bockenheim groß ist.
  6. Straßenräume, die sich besonders stark aufheizen - in Bockenheim u.a. Adalbertstraße und Schloßstraße - sollen in der Prioritätenliste der Umbauten nach vorn gesetzt werden. Die Schloßstraße ist Teil des "Superblock-Konzeptes". Ihre Umgestaltung und Begrünung wurde bereits vielfach vom Ortsbeirat gefordert (insbesondere im nördlichen Teil). Diese Maßnahmen sollten aufgrund der Hitzeentwicklung dringend vorangetrieben werden. Kurzfristig sollten in der Adalbertstraße das Straßenbegleitgrün verbessert und besser gepflegt/bewässert werden (Beispiel westliche Gartenstraße, Sachsenhausen), sowie die Schienenstränge in Adalbert- und Schlossstraße begrünt werden. Verkehrsinseln auf der Kreuzung Adalbert-/Schlossstraße sollen entsiegelt und begrünt werden.
  7. Auf allen Straßenbahnlinien sollen möglichst ausschließlich klimatisierte und barrierefreie Fahrzeuge eingesetzt werden: Ältere Straßenbahnwagen ohne Klimatisierung und ohne barrierefreien Einstieg sollen schnellstmöglich ersetzt oder - so weit technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll - entsprechend nachgerüstet werden. Besonderer Handlungsbedarf besteht auf der Linie 17, auf der besonders häufig nicht klimatisierte und nicht barrierefreie Fahrzeuge verkehren.
  8. Baumpflege, Pflege und Begrünung von Baumscheiben und Straßenbegleitgrün: Zahlreiche Straßen in Bockenheim (u.a. Robert-Mayer-Straße (Foto, Antragstellerin) Adalbertstraße, Große Seestraße, Gräfstraße/ Foto Antragstellerin) zeugen davon, dass das Straßenbegleitgrün im Stadtteil vernachlässigt wird, unzureichend gepflegt wird und Bäume zwar gefällt, aber nicht ersetzt werden (z.B. Gräfstraße, Mühlgasse). Der Baumerhalt muss grundsätzlich Vorrang vor der Fällung haben. Wo eine Fällung unvermeidbar ist, müssen unbedingt Bäume nachgepflanzt werden, da sonst die klimatischen Leistungen nicht erbracht werden.
  9. Privateigentümer in Bockenheim und Westend müssen stärker zu Begrünungs-, Wasserspeicherungs- und Auffangmaßnahmen verpflichtet werden (Klimabonus-Programm weiter als Anreiz). Die Innenverdichtung durch Bauten in der zweiten Reihe ohne Begrünungsmaßnahmen (z.B. entlang der Leipziger Straße) muss gestoppt werden. Die Kommunale Grün- und Freiraumsatzung muss konsequent auch im Bestand angewandt werden: Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen müssen mit Gründächern oder Fassadenbegrünungen verbunden werden.

Begründung

Hitzebelastung ist in Frankfurt, insbesondere in den inneren Stadtteilen, ein immer drängenderes Problem. Grünverlust, Baumverluste und Versiegelung sind in der Vergangenheit immer weiter vorangeschritten. Obwohl die Folgen seit Jahren und in diesem Sommer besonders spürbar sind, wird zu wenig getan, um bestehendes Grün zu erhalten, Flächen zu entsiegeln und neue Grünbereiche zu schaffen.

Derzeit finden Maßnahmen der Klimaanpassung (grün-blaue Infrastruktur/ Schwammstadt-Maßnahmen) vorrangig in Neubaugebieten statt - die dichten Bestandsquartiere werden hierbei in der Regel vernachlässigt, die Bewohner*innen der Hitze ausgesetzt. Für die Klimaanpassung in Bestandsquartieren sind umfängliche neue Maßnahmenkonzepte, Prioritätensetzungen und Budgetanpassungen erforderlich. Der Magistrat sollte sich planerisch, strategisch und systematisch in der Umsetzung mit allen Stadtteilen befassen.

Frankfurt sollte sich dabei wesentlich stärker an Strategien und Maßnahmen anderer europäischer Städte orientieren (z.B. Wien - Bäume für Coole Straßen; oder Paris: bereits erfolgter Umbau von 200 Straßen in Gartenstraßen; Pflanzung von 170.000 Bäumen u.a. auf ehemaligen Parkplätzen; Pflanzung von sog. Stadtwäldern).

Die Unterstützung von Kleinst-Projekten und privaten Initiativen (z.B. Klima-Initiativen/ Vereinen und Klein-Entsiegelungen durch das Programm "Bürgerengagement für den Klimaschutz") ist zwar zu begrüßen, reicht aber nicht aus. Ebenso wenig reicht bislang die Unterstützung privater Begrünungsmaßnahmen durch das städtische Programm Klimabonus aus. Seit Beginn des Programms im Jahr 2023 wurden erst 180 Anträge für "grüne" Projekte und etwa 170 Anträge für Wassermanagement - zumeist in den Randlagen der Stadt, selten in den am meisten aufgeheizten Stadtteilen, bewilligt (ca. 2,2 Mio. Euro). Zu wenige Privateigentümer*innen von Bestands-Bauten, Parkplätzen und Hinterhöfen in den Gründerzeit-Vierteln nehmen das Programm in Anspruch und setzen auf die hier notwendige Klimaanpassung und Begrünung.

Frankfurt muss Wege finden, um große Versiegelungsbereiche möglichst kurzfristig umzugestalten.

Zur Klimaanpassung gehört auch ein öffentlicher Personennahverkehr, der bei hohen Temperaturen sicher und ohne zusätzliche gesundheitliche Belastungen genutzt werden kann. In nicht klimatisierten Straßenbahnwagen können sich die Temperaturen im Sommer erheblich aufheizen. Dies trifft insbesondere ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Mobilität. Gleichzeitig sind zahlreiche ältere Fahrzeuge nicht barrierefrei zugänglich. Besonders deutlich zeigt sich dieses Problem auf der Straßenbahnlinie 17, auf der weiterhin häufig ältere, weder klimatisierte noch barrierefreie Wagen eingesetzt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 18. September 2023OMOM 4505Trinkwasserbrunnen in BockenheimDirektanregung
  2. 1. November 2024STST 1918Trinkwasserbrunnen in BockenheimStellungnahme
  3. 11. August 2025OFOF 1217/2Grün für mehr Aufenthaltsqualität: Der Kulturcampus muss bereits kurzfristig grüner werden!Ortsbeiratsantrag · BFF
  4. 8. September 2025OMOM 7383Klimaaktionsplan für Ortsbezirk 2 - einen Trinkbrunnen im Ortsbezirk 2 installierenDirektanregung
  5. 8. September 2025OMOM 7389Grün für mehr Aufenthaltsqualität: Der Kulturcampus muss bereits kurzfristig grüner werden!Direktanregung
  6. 28. November 2025STST 2016Klimaaktionsplan für Ortsbezirk 2 - einen Trinkbrunnen im Ortsbezirk 2 installierenStellungnahme
  7. 15. Dezember 2025STST 2101Grün für mehr Aufenthaltsqualität: Der Kulturcampus muss bereits kurzfristig grüner werden!Stellungnahme
  8. 22. April 2026OFOF 19/2Status Standortanalysen und Umsetzung der Installation von Trinkbrunnen im Ortsbezirk 2 – Wie ist der Sachstand der Arbeiten der in der ST 1918 vom 01.11.2024 angekündigten AG Trinkbrunnen?Ortsbeiratsantrag · CDU, FDP
  9. 31. Juli 2026Sie sind hier
    OFOF 73/2Klimaanpassung und Hitzeschutz in Bockenheim und Westend verbessern – deutlich schneller handeln!
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  10. 17. August 2026VV 77Status Standortanalysen und Umsetzung der Installation von Trinkbrunnen im Ortsbezirk 2 – Wie ist der Sachstand der Arbeiten der in der ST 1918 vom 01.11.2024 angekündigten AG Trinkbrunnen?Anfrage
  11. 17. August 2026OMOM 359Klimaanpassung und Hitzeschutz in Bockenheim und Westend verbessern – deutlich schneller handeln!Direktanregung

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 3 · 17.08.2026
TO I, TOP 39
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 359 2026 Die Vorlage OF 73/2 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass folgende Punkte eingefügt werden: Nach Ziffer 5: "Kühl- und Spielbrunnen: Es soll geprüft werden, ob an öffentlichen Plätzen (wie z. B. Celsiusplatz, Odina-Bott-Platz, Carlo-Schmid-Platz, Quartiersplatz, Sally-Ride-Platz, Senckenberganlage, Westendplatz) mehr Kühl- und Spielbrunnen geschaffen werden können." Nach Ziffer 9: "Mehr zugängliche Wasserflächen im Stadtteil schaffen: Der Magistrat soll prüfen, inwieweit mehr zugängliche Wasserflächen an geeigneter Stelle insbesondere in den Parkanlagen (z. B. im Grüneburgpark, Rebstockpark, Rothschildpark) realisiert werden können. In dem Kontext sollen auch bisherige Kanalisierung von Bächen auf Offenlegung überprüft werden. Wasserflächen sollen integrativ gestaltet werden. Ein Beispiel konnte Eisbach im Münchner Englischen Garten sein." Nach Ziffer 10: "Einrichtung eines konsumfreien Hitzeschutzraums"

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 3)
Zustimmung:
GrüneSPDLinke1 FDP
Ablehnung:
4 CDU
Enthaltung:
1 CDU1 FDP
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
2 CDUGrüneSPDLinke
Ablehnung:
2 CDU
Enthaltung:
1 CDUFDP
zu Ziffer 6)
Zustimmung:
GrüneSPDLinke1 FDP
Ablehnung:
CDU
Enthaltung:
1 FDP
zu Ziffer 7)
Zustimmung:
1 CDUGrüne2 SPDLinkeFDP
Ablehnung:
2 CDU
Enthaltung:
2 CDU1 SPD
zu Ziffer 9)
Zustimmung:
GrüneSPDLinke
Ablehnung:
4 CDU1 FDP
Enthaltung:
2 CDU1 CDU1 FDP
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu Ziffer 3: GRÜNE, SPD, Linke und 1 FDP gegen 4 CDU (= Ablehnung); 1 CDU und 1 FDP (= Enthaltung) zu Ziffer 4: 2 CDU, GRÜNE, SPD und Linke gegen 2 CDU (= Ablehnung); 1 CDU und FDP (= Enthaltung) zu Ziffer 6: GRÜNE, SPD, Linke und 1 FDP gegen CDU (= Ablehnung); 1 FDP (= Enthaltung) zu Ziffer 7: 1 CDU, GRÜNE, 2 SPD, Linke und FDP gegen 2 CDU (= Ablehnung); 2 CDU und 1 SPD (= Enthaltung) zu Ziffer 9: GRÜNE, SPD und Linke gegen 4 CDU und 1 FDP (= Ablehnung); 1 CDU und 1 FDP (= Enthaltung) zum restlichen Tenor: Annahme bei Enthaltung 2 CDU

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