Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Quartiersbezogener Runder Tisch Gericht- und Allerheiligenviertel
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Die beiden Quartiere leiden darunter, dass mehr und mehr langjährige Bewohner genervt wegziehen und sich die Nutzungsstruktur der einzelnen Liegenschaften wandelt. Ehemals von handwerklich geprägten Unternehmen genutzte Gewerberäume werden zunehmend zu Spielhallen, Wettbüros und Call-Shops umgewandelt. Illegale Müllablagerungen sind an der Tagesordnung und werden zu selten beseitigt. Der Verkehr fließt teilweise ungeordnet und zu schnell durch bewohnte Straßen. Ein Teil der Liegenschaften wird seit einigen Jahren nicht mehr nachhaltig bewirtschaftet, d. h. Investitionen in den Wohnungsbestand finden kaum statt. Mieterinnen und Mieter klagen darüber, dass Reparaturen kaum noch stattfinden und die Gebäude teilweise verwahrlosen. Der Drogenstraßenhandel wurde von den Kameras auf der Konstablerwache in die Wohnviertel verdrängt und findet hier unter den Augen der „augenscheinlich untätigen Polizei“ statt. Die oft in Schlägereien ausartenden nächtlichen Streitigkeiten der Dealer, sowie deren Warnpfiffe stören die Anwohnerinnen und Anwohner – neben den anderen bestehenden Lärmquellen - extrem. Durch die Mitarbeit am Runden Tisch und die Umsetzung der dort gefundenen Maßnahmen, könnte wieder ein besserer Zusammenhalt in den beiden Quartieren entstehen und der Drang zum Wegzug eingedämmt werden. Bestehende Potentiale der beiden Viertel können durch eine Vielzahl an kleinen und einfachen Maßnahmen gehoben werden.
Inhalt
Antrag vom 08.08.2010, OF 662/1
Betreff:
Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Quartiersbezogener Runder Tisch Gericht- und Allerheiligenviertel
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, einen runden Tisch einzurichten, der das Ziel hat, Möglichkeiten zur Verbesserung der Wohnqualität im Gericht und Allerheiligenviertel zu finden. An diesem runden Tisch sollen Maßnahmen zu folgenden Themen beraten werden:
- Sicherheit
- Bauliche Mängel und vernachlässigte Liegenschaften
- Illegale Müllentsorgung und verunreinigte Mülltonnenplätze
- Beseitigung von sogenannten Pinkelecken
- Begrünung des öffentlichen und privaten Raums
- Maßnahmen gegen den Drogenhandel im öffentlichen Raum
- Kunst im öffentlichen Raum
- Lärm
- Integration und Vernetzung der in den Vierteln bestehenden Einrichtungen wie Justiz, Moscheen, Gewerbe, 1. Polizeirevier, Tigerpalast, Bordelle, Gastronomie, Caritas usw.
- Tempo 30
- Planungen, Wünsche und Absichten ehem. Untersuchungsgefängnis
Klapperfeldstraße
- Bauliche Mängel im öffentlichen Bereich
- Parken für Anwohnerinnen und Anwohner
- Taschenpark Breite Gasse
Als Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden folgende Vertreterinnen und Vertreter vorgeschlagen:
- Anwohnerinnen und Anwohner
- Amt für Straßenbau und Erschließung
- Straßenverkehrsamt
- Grünflächenamt
- Geschäftsleute und Gastronomen
- Justiz
- Vertreter der Moscheenvereine
- Polizei des Landes Hessen
- Stadtpolizei
- Caritas
- Bordellbetreiber
- Stadtplanungsamt
- FES
- Immobilieneigentümer
- Förderverein Roma e.V.
- Klapperfeld
- Leiter Stabsstelle "Sauberes Frankfurt“
Begründung:
Die beiden Quartiere leiden darunter, dass mehr und mehr langjährige Bewohner genervt wegziehen und sich die Nutzungsstruktur der einzelnen Liegenschaften wandelt. Ehemals von handwerklich geprägten Unternehmen genutzte Gewerberäume werden zunehmend zu Spielhallen, Wettbüros und Call-Shops umgewandelt. Illegale Müllablagerungen sind an der Tagesordnung und werden zu selten beseitigt. Der Verkehr fließt teilweise ungeordnet und zu schnell durch bewohnte Straßen.
Ein Teil der Liegenschaften wird seit einigen Jahren nicht mehr nachhaltig bewirtschaftet, d. h. Investitionen in den Wohnungsbestand finden kaum statt. Mieterinnen und Mieter klagen darüber, dass Reparaturen kaum noch stattfinden und die Gebäude teilweise verwahrlosen.
Der Drogenstraßenhandel wurde von den Kameras auf der Konstablerwache in die Wohnviertel verdrängt und findet hier unter den Augen der "augenscheinlich untätigen Polizei“ statt. Die oft in Schlägereien ausartenden nächtlichen Streitigkeiten der Dealer, sowie deren Warnpfiffe stören die Anwohnerinnen und Anwohner – neben den anderen bestehenden Lärmquellen - extrem.
Durch die Mitarbeit am Runden Tisch und die Umsetzung der dort gefundenen Maßnahmen, könnte wieder ein besserer Zusammenhalt in den beiden Quartieren entstehen und der Drang zum Wegzug eingedämmt werden. Bestehende Potentiale der beiden Viertel können durch eine Vielzahl an kleinen und einfachen Maßnahmen gehoben werden.
Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. August 2010Sie sind hierOFOF 662/1Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Quartiersbezogener Runder Tisch Gericht- und AllerheiligenviertelOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 24. August 2010OMOM 4452Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Quartiersbezogener runder Tisch Gerichts- und AllerheiligenviertelDirektanregung
- 16. November 2010Antwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 1528Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Quartiersbezogener runder Tisch Gerichts- und AllerheiligenviertelStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme