Orientierung im Baustellenumfeld Hauptbahnhof - sichere und verständliche Wegeführung für Fußgänger*innen
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beantragt Maßnahmen zur Verbesserung der Fußgängerführung im Umfeld des Hauptbahnhofs. Angesichts zahlreicher Baustellen soll ein einheitliches, mehrsprachiges Fußgängerleitsystem eingerichtet werden, um die Sicherheit und Verständlichkeit für alle Fußgänger*innen zu gewährleisten. Dies wird erwartet, um die Sicherheit zu erhöhen und den Zugang für Reisende und Touristen zu erleichtern.
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Bockenheimer Landstraße — 27 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 14.09.2026.
- Verkehrsfluss an der Kreuzung Mendelssohnstraße/Bockenheimer Landstraße erhöhen: gesperrte Spur freigeben14.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Schottergärten an der Bockenheimer Landstraße entsiegeln06.09.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Verbesserung der Ampelschaltung zugunsten des Fußverkehrs an der Kreuzung Senckenberganla-ge/Bockenheimer Landstraße04.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Bockenheimer Landstraße per E-MailAntrag
Der Ortsbeirat 1 möge beschließen:
Der Magistrat wird gemäß § 3 Absatz 10 GOOBR gebeten,
- bei allen verkehrsrechtlichen Anordnungen für Arbeitsstellen im Umfeld des Hauptbahnhofs verbindlich vorzugeben, dass die Führung des Fußverkehrs den Anforderungen der RSA 21 entspricht - insbesondere hinsichtlich der Restgehwegbreiten, der durchgehenden, barrierefreien und taktil erfassbaren Führung sowie der Ausschilderung an jedem Entscheidungspunkt;
- ein baustellenübergreifendes, temporäres Fußgängerleitsystem für das gesamte Bahnhofsumfeld einzurichten. Dieses soll einheitliche Wegweiser zu den wichtigsten Zielen umfassen - Eingänge des Hauptbahnhofs, Straßenbahn- und U-Bahn-Zugänge, Taxistände, Fernbusbahnhof, Messe, Bahnhofsviertel und Innenstadt - sowie Übersichtspläne an den zentralen Zugängen. Wegweiser und Pläne sollen durchgängig deutsch und englisch beschriftet, mit Piktogrammen ergänzt und mit einem QR-Code versehen sein, der auf die tagesaktuelle Darstellung auf mainziel.de verweist;
- auf dem vom Straßenverkehrsamt betriebenen Portal mainziel.de eine eigene Themenseite "Baumaßnahmen im Umfeld des Hauptbahnhofs" einzurichten - nach dem Vorbild der bereits bestehenden Seiten zu den Baumaßnahmen Mörfelder Landstraße und Bockenheimer Landstraße. Diese soll die Bauvorhaben der Stadt, der DB InfraGO und der privaten Bauherren gemeinsam darstellen, in deutscher und englischer Sprache geführt werden und die jeweils gültigen Fußwegeführungen und Umleitungen enthalten;
- die Verkehrskarte auf mainziel.de so zu ergänzen, dass Gehwegsperrungen und temporäre Fußwegeführungen in der Rubrik "Zu Fuß" dargestellt werden. Bislang sind Baustellen dort ausschließlich fahrbahnbezogen erfasst;
- gegenüber der DB InfraGO als Bauherrin auf dem Bahngelände sowie gegenüber den privaten und gewerblichen Bauherren im Umfeld darauf hinzuwirken, dass sie sich an diesem einheitlichen System beteiligen und ihre eigenen Umleitungshinweise darauf abstimmen;
- die Stellen zu ermitteln und zu entschärfen, an denen Fußgänger*innen derzeit auf die Fahrbahn ausweichen oder an ungesicherten Stellen queren. Zu prüfen ist, ob zusätzliche temporäre Querungshilfen, Ampelschaltungen oder Absicherungen erforderlich sind - gerade Reisende mit schwerem Gepäck können Umwege und Bordsteine nur eingeschränkt bewältigen;
- die eingerichteten Wegeführungen in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, damit veraltete, widersprüchliche oder irreführende Beschilderung unverzüglich entfernt wird, und eine niedrigschwellige Meldemöglichkeit für Hinweise aus der Bevölkerung einzurichten;
- dem Ortsbeirat über die vorgesehenen Maßnahmen sowie über die Abstimmung mit den übrigen Bauherren zu berichten und einen gemeinsamen Ortstermin durchzuführen.
Begründung
Das Umfeld des Hauptbahnhofs ist auf Jahre hinaus eine zusammenhängende Großbaustelle. Auf den Umbau der B-Ebene folgt der Ausbau der Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, parallel werden die Seitenflügel des Bahnhofs saniert, und in den 2030er Jahren kommt die Baustelle des Fernbahntunnels hinzu. Hinzu kommen zahlreiche Vorhaben privater und gewerblicher Bauherren im unmittelbaren Umfeld.
Für den Fußverkehr bedeutet das eine sich ständig ändernde Wegesituation: gesperrte Gehwege, wechselnde Umleitungen, kurzfristig verlegte Querungen. Die Beschilderung ist dabei gerade für Fußgänger*innen häufig unzureichend und in Einzelfällen irreführend. Jede Baustelle wird für sich ausgeschildert; eine übergreifende Orientierung über das gesamte Gebiet fehlt.
Betroffen sind nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner, sondern in besonderem Maße ortsunkundige Menschen. Der Hauptbahnhof ist der wichtigste Zugang zur Stadt für Reisende, Messegäste und Touristen aus dem In- und Ausland. Eine ausschließlich deutschsprachige, kleinteilige Baustellenbeschilderung erfüllt diesen Anspruch nicht.
Die Folge sind nicht nur Unannehmlichkeiten, sondern konkrete Gefährdungen: Reisende mit schwerem Gepäck weichen auf die Fahrbahn aus oder queren an ungesicherten Stellen, weil der ausgeschilderte Umweg nicht erkennbar oder nicht zumutbar ist.
Das Bahnhofsumfeld ist die Visitenkarte Frankfurts. Eine klare, mehrsprachige und barrierefreie Wegeführung über die gesamte Bauzeit ist deshalb sowohl eine Frage der Verkehrssicherheit als auch der Willkommenskultur.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. August 2026Sie sind hierOFOF 63/1Orientierung im Baustellenumfeld Hauptbahnhof – sichere und verständliche Wegeführung für Fußgänger*innenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 18. August 2026OMOM 423Orientierung im Baustellenumfeld Hauptbahnhof – sichere und verständliche Wegeführung für Fußgänger*innenDirektanregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, Linke, AfD und FDP gegen GRÜNE (= Ablehnung)