Energiekrise und Lichtsmog entgegentreten - Beleuchtung reduzieren
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine Reduzierung der nächtlichen Beleuchtung in Wohngebieten und öffentlichen Grünanlagen, um der Energiekrise und dem Lichtsmog entgegenzutreten. Ziel ist es, Energie und Kosten einzusparen sowie negative Auswirkungen auf Flora und Fauna zu minimieren.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge gemäß §3 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung (OM) an den Magistrat beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, die nächtliche Beleuchtung von öffentlichen Grünanlagen und Straßen im Ortsbezirk 1 kurzfristig wie folgt zu reduzieren, um der Energiekrise entgegenzutreten, Lichtsmog zu verringern und dennoch keine Angsträume zu schaffen:
- Abschalten der nächtlichen Straßenbeleuchtung in Wohn- und Mischgebieten zwischen 1:00 Uhr und 3:30 Uhr. Das spart Energie und Kosten in beträchtlichem Umfang.
- Abschalten der nächtlichen Straßenbeleuchtung in Gewerbe- und Industriegebieten zwischen 0:00 Uhr und 5:30 Uhr. Hier halten sich nachts kaum Menschen auf und eine Beleuchtung wird nicht benötigt.
- Reduzierung der nächtlichen Beleuchtung insbesondere in den Grünanlagen um ca. 60-70% durch Dimmen der Beleuchtung auf die notwendige Beleuchtungsstärke oder Abschalten einzelner Leuchten sowie Entfernen einzelner Leuchtmittel.
- Reduzierung der tatsächlichen Helligkeit auf die notwendige Leuchtstärke. Dadurch können weitere Energie und Kosten eingespart werden.
Begründung
Einige Straßen und Wege in Wohngebieten sowie die meisten öffentlichen Grünanlagen - insbesondere die Wallanlagen - sind in der Nacht außerordentlich hell ausgeleuchtet. Um der zunehmenden Lichtverschmutzung zu entgegnen, muss das gesamte Beleuchtungskonzept der Grünanlagen ohnehin auf den Prüfstand gestellt werden. Im Lichte der kriegerischen Auswirkungen auf die Energieversorgung wird zur Zeit jede Möglichkeit zum Einsparen von Energie in Erwägung gezogen. Elektrischer Strom wird in Deutschland zu einem nicht unerheblichem Teil aus Gas erzeugt. Daher sind alle Einsparmöglichkeiten auch beim Verbrauch von elektrischer Energie zu nutzen. Die oben genannten Maßnahmen können schnell und einfach - auch vorübergehend - umgesetzt werden und dulden keinen Aufschub mehr. Der Mangel an Dunkelheit hat zahlreiche störende Einflüsse auf die Flora und insbesondere als Insektensterben auch auf die Fauna. In den letzten zehn Jahren sind in Europa viele nachtaktive Insektenarten ausgestorben, da diese durch künstliche Lichtquellen in der Nacht fehlgeleitet oder abgelenkt werden. Weiterhin bestehen erhebliche Auswirkungen auf biologischen Tag-Nacht-Zyklen vieler Tiere. Lichtsmog verursacht zunehmende Schlaflosigkeit bei Menschen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. Juni 2022Sie sind hierOFOF 520/1Energiekrise und Lichtsmog entgegentreten - Beleuchtung reduzierenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 28. Juni 2022OMOM 2431Energiekrise und Lichtsmog entgegentreten - Beleuchtung reduzierenDirektanregung
- 14. Oktober 2022STST 2395Energiekrise und Lichtsmog entgegentreten - Beleuchtung reduzierenStellungnahme
- 26. Mai 2023Antwort des Magistrats · nach 48 WochenSTST 1160Energiekrise und Lichtsmog entgegentreten - Beleuchtung reduzierenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet