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Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke

Vorlagentyp: OFCDU
21 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Begründung

  1. Eine Straßenbahn-Führung durch die Rödelheimer und Ginnheimer Straße ist angesichts der Enge der Tempo-30-Straße, nicht sinnvoll, da die Straßenbahn hier im bereits jetzt stockenden Verkehr mitschwimmen müsste. Die Straßenbahn würde durch sehr lange Fahrtzeiten unattraktiv werden.
  2. Die bestehende Streckenführung der Straßenbahn 16 ist effizient und führt zu sehr geringer Einschränkung des Individualverkehrs in dem betreffenden Streckenabschnitt.
  3. Durch die vorgeschlagene Variante würden die Kosten eines Streckenneubaus entfallen.
  4. Die latente Planung der Ringbahnstrecke über Schloßstraße – Rödelheimer Straße - Ginnheimer Straße blockiert seit Jahren dringend erforderliche straßenbauliche Gestaltungsmaßnahmen auf diesen Straßen. Der Beginn der Planung für diesen Abschnitt der Ringstraßenbahn ist derzeit nicht absehbar, geschweige denn deren Abschluss. Die Schloßstraße mit dem breiten Bahnkörper ohne Überquerungsmöglichkeit für KFZ zerschneidet den Stadtteil Bockenheim und unterstreicht die soziale Schwelle zwischen Kern-Bockenheim und dem Viertel um den Bahnhof Frankfurt-West. Hier und an der Kreuzung Adalbertstraße sind gestalterische Maßnahmen erforderlich, die sinnvoll nur dann beschlossen werden können, wenn Klarheit über Offenhaltung oder Stilllegung der Straßenbahntrasse vorliegt. Gleiches gilt für die Neugestaltung des Kirchplatzes, die durch die latente Option auf eine Straßenbahnnutzung der Rödelheimer Straße blockiert wird.
  5. Die geplante indirekte Anbindung des S-Bahnhofs durch eine Straßenbahnhaltestelle auf der Schloßstraße ist verkehrstechnisch nahezu wertlos, da ein ca. 200 Meter langer Fußweg dazwischen liegt. Eine viel bessere Anbindung des S-Bahnhofs Richtung Messe, und dann auch Richtung City und östliche Stadtteile wäre gegeben, wenn der seit langem geforderte Abgang von den Hochgleisen Richtung Straßenbahn 17 (Voltastraße) gebaut würde.

Inhalt

Antrag vom 23.03.2010, OF 463/2

Betreff:

Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Sofern das Projekt Ringstraßenbahn weiter verfolgt wird, soll die Verbindung zwischen Hamburger Allee und Ginnheim über die bestehende Streckenführung der Straßenbahn 16, also südliche Schloßstraße – Adalbertstraße – Gräfstraße – Sophienstraße - Franz-Rücker-Allee - Ginnheimer Landstraße, geführt werden.
  2. Im Rahmen der Planung wird die Variante einer Streckenführung durch die nördliche Schloßstraße und weiter durch Rödelheimer Straße, Ginnheimer Straße und Ginnheimer Landstraße nicht weiter verfolgt.
  3. Die vom Ortsbeirat beschlossenen Anträge OF 70, OF 208, OF 430 und EA 146 (Umgestaltung Schloßstraße und der Kreuzung Adalbertstraße/Schloßstraß
    • e), OF 360 (Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Schloßstraße/Adalbertstraße/Nauheimer Straß
    • e), OF 211 (Linksabbieger aus der Ginnheimer Straße in die Schloßstraß
    • e)sowie OF 212 (Linksabbieger von der Schloßstraße am Kurfürstenplatz) werden nach Maßgabe von 1. und 2., also einer dann - zumindest für den Linienverkehr - nicht mehr erforderlichen Straßenbahntrasse, umgesetzt. Begründung:
  4. Eine Straßenbahn-Führung durch die Rödelheimer und Ginnheimer Straße ist angesichts der Enge der Tempo-30-Straße, nicht sinnvoll, da die Straßenbahn hier im bereits jetzt stockenden Verkehr mitschwimmen müsste. Die Straßenbahn würde durch sehr lange Fahrtzeiten unattraktiv werden.
  5. Die bestehende Streckenführung der Straßenbahn 16 ist effizient und führt zu sehr geringer Einschränkung des Individualverkehrs in dem betreffenden Streckenabschnitt.
  6. Durch die vorgeschlagene Variante würden die Kosten eines Streckenneubaus entfallen.
  7. Die latente Planung der Ringbahnstrecke über Schloßstraße – Rödelheimer Straße - Ginnheimer Straße blockiert seit Jahren dringend erforderliche straßenbauliche Gestaltungsmaßnahmen auf diesen Straßen. Der Beginn der Planung für diesen Abschnitt der Ringstraßenbahn ist derzeit nicht absehbar, geschweige denn deren Abschluss. Die Schloßstraße mit dem breiten Bahnkörper ohne Überquerungsmöglichkeit für KFZ zerschneidet den Stadtteil Bockenheim und unterstreicht die soziale Schwelle zwischen Kern-Bockenheim und dem Viertel um den Bahnhof Frankfurt-West. Hier und an der Kreuzung Adalbertstraße sind gestalterische Maßnahmen erforderlich, die sinnvoll nur dann beschlossen werden können, wenn Klarheit über Offenhaltung oder Stilllegung der Straßenbahntrasse vorliegt. Gleiches gilt für die Neugestaltung des Kirchplatzes, die durch die latente Option auf eine Straßenbahnnutzung der Rödelheimer Straße blockiert wird.
  8. Die geplante indirekte Anbindung des S-Bahnhofs durch eine Straßenbahnhaltestelle auf der Schloßstraße ist verkehrstechnisch nahezu wertlos, da ein ca. 200 Meter langer Fußweg dazwischen liegt. Eine viel bessere Anbindung des S-Bahnhofs Richtung Messe, und dann auch Richtung City und östliche Stadtteile wäre gegeben, wenn der seit langem geforderte Abgang von den Hochgleisen Richtung Straßenbahn 17 (Voltastraße) gebaut würde. Beratung im Ortsbeirat: 2

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 23. März 2010Sie sind hier
    OFOF 463/2Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke
    Ortsbeiratsantrag · CDU
  2. 12. April 2010OAOA 1098Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke führenAnregung
  3. 16. August 2010Antwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 1176Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke führenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 43 · 12.04.2010
TO I, TOP 9
Angenommen
Anregung OA 1098 2010 Die Vorlage OF 463/2 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüne2 SPDFDPFreie Wähler
Ablehnung:
Linke
Enthaltung:
1 SPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, 2 SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen LINKE. (= Ablehnung); 1 SPD (= Enthaltung)

Mitdiskutieren

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