Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-Schule
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Es ist unverständlich und nicht nachvollziehbar, dass - während die PISA-Studie für Deutschland fortgesetzt eine starke Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien diagnostiziert - ein Ausbau des Schulangebots der Paul-Hindemith-Schule nicht ermöglicht wird, was genau den Ausgleich dieser Bildungsbenachteiligung zum Ziel hat. Der Bedarf nach höheren Bildungseinrichtungen im Gallus wird mit der Bebauung der für das Wohnen vorgesehenen Flächen im Europaviertel noch steigen. Wir erleben jedoch jetzt schon einen „Fortgang“ von Jugendlichen aus dem Gallus, um mit den bestmöglichen Chancen im späteren Berufsleben ausgestattet zu sein. Die städtischen Wohnungsgesellschaften investieren erhebliche Mittel in ihren Wohnungsbestand. Das kulturelle Leben im Viertel hat in den letzten Jahren großen Zuwachs bekommen. Die verkehrliche Anbindung des Gallus ist hervorragend. Dadurch wurde das Wohnen im Gallus immer attraktiver, jedoch fehlt eine adäquate Möglichkeit zur Erreichung der Hochschulreife. Seit Jahren fordern Eltern, Politiker, Lehrer und freie initiativen eine nachhaltige Verbesserung der schulischen Ausbildung im Gallus verbunden mit der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in der Paul-Hindemith-Schule. In allen Parteien wurde auf Stadtebene Überzeugungsarbeit geleistet. Mittlerweile unterstützen alle nennenswerten Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung diese Forderung. Auch der Magistrat hat gegenüber der Hessischen Landesregierung immer wieder die Notwendigkeit einer Gymnasialen Oberstufe im Gallus verdeutlicht. Darauf bauend hat das Lehrerkollegium der Paul-Hindemith-Schule ein angepasstes Konzept "Profiloberstufe" entwickelt, das die Lern- und Arbeitstrukturen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund in gleicher Weise berücksichtigt Viele Kinder aus dem Gallus müssen heute weite Wege auf sich nehmen um ein oberstufiges Bildungsangebot wahrnehmen zu können. Anderen, nicht minder fähigen Kindern, wird diese Möglichkeit nicht eröffnet, da das Angebot nicht im kinderreichen Stadtteil vorhanden ist. Der Weggang und die darauffolgende Umorientierung der Kinder mit höherer Schulbildung fügen dem Gallus langfristig hohen Schaden zu. Schon früh haben sowohl Ortsbeirat, als auch Stadtverordnetenversammlung erkannt, dass es unerlässlich sein wird, dem neuen Stadtteil Europaviertel einen gymnasialen Schulzweig anzubieten. Ohne hochwertiges Schulangebot wird der neue Stadtteil nicht funktionieren und entlang des trotz aller Probleme funktionierenden Stadtteils Gallus entsteht ein problematischer Randstreifen Wir sind sicher, dass wir im Namen des gesamten Gallus sprechen: Wir fordern die Hessische Landesregierung auf, die Einrichtung einer Gymnasialen Oberstufe an der Paul-Hindemith-Schule zu ermöglichen und zu fördern.
Inhalt
Antrag vom 06.05.2008, OF 423/1
Betreff:
Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-Schule
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, erneut darauf hinzuwirken, dass das Hessische Kultusministerium seine negative Entscheidung zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Paul-Hindemith-Schule ändert und sich letztendlich doch für die Einrichtung einer gymnasialen Profil-Oberstufe - wie seit fast Gründung der Schule gefordert - entscheidet.
Begründung:
Es ist unverständlich und nicht nachvollziehbar, dass - während die PISA-Studie für Deutschland fortgesetzt eine starke Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien diagnostiziert - ein Ausbau des Schulangebots der Paul-Hindemith-Schule nicht ermöglicht wird, was genau den Ausgleich dieser Bildungsbenachteiligung zum Ziel hat.
Der Bedarf nach höheren Bildungseinrichtungen im Gallus wird mit der Bebauung der für das Wohnen vorgesehenen Flächen im Europaviertel noch steigen. Wir erleben jedoch jetzt schon einen "Fortgang“ von Jugendlichen aus dem Gallus, um mit den bestmöglichen Chancen im späteren Berufsleben ausgestattet zu sein.
Die städtischen Wohnungsgesellschaften investieren erhebliche Mittel in ihren Wohnungsbestand. Das kulturelle Leben im Viertel hat in den letzten Jahren großen Zuwachs bekommen. Die verkehrliche Anbindung des Gallus ist hervorragend. Dadurch wurde das Wohnen im Gallus immer attraktiver, jedoch fehlt eine adäquate Möglichkeit zur Erreichung der Hochschulreife.
Seit Jahren fordern Eltern, Politiker, Lehrer und freie initiativen eine nachhaltige Verbesserung der schulischen Ausbildung im Gallus verbunden mit der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in der Paul-Hindemith-Schule. In allen Parteien wurde auf Stadtebene Überzeugungsarbeit geleistet. Mittlerweile unterstützen alle nennenswerten Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung diese Forderung.
Auch der Magistrat hat gegenüber der Hessischen Landesregierung immer wieder die Notwendigkeit einer Gymnasialen Oberstufe im Gallus verdeutlicht. Darauf bauend hat das Lehrerkollegium der Paul-Hindemith-Schule ein angepasstes Konzept "Profiloberstufe" entwickelt, das die Lern- und Arbeitstrukturen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund in gleicher Weise berücksichtigt
Viele Kinder aus dem Gallus müssen heute weite Wege auf sich nehmen um ein oberstufiges Bildungsangebot wahrnehmen zu können. Anderen, nicht minder fähigen Kindern, wird diese Möglichkeit nicht eröffnet, da das Angebot nicht im kinderreichen Stadtteil vorhanden ist. Der Weggang und die darauffolgende Umorientierung der Kinder mit höherer Schulbildung fügen dem Gallus langfristig hohen Schaden zu.
Schon früh haben sowohl Ortsbeirat, als auch Stadtverordnetenversammlung erkannt, dass es unerlässlich sein wird, dem neuen Stadtteil Europaviertel einen gymnasialen Schulzweig anzubieten. Ohne hochwertiges Schulangebot wird der neue Stadtteil nicht funktionieren und entlang des trotz aller Probleme funktionierenden Stadtteils Gallus entsteht ein problematischer Randstreifen
Wir sind sicher, dass wir im Namen des gesamten Gallus sprechen: Wir fordern die Hessische Landesregierung auf, die Einrichtung einer Gymnasialen Oberstufe an der Paul-Hindemith-Schule zu ermöglichen und zu fördern.
Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Mai 2008OAOA 654Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleAnregung
- 6. Mai 2008Sie sind hierOFOF 423/1Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., E.L.
- 5. September 2008BB 561Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleMagistratsbericht
- 20. April 2009BB 249Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleMagistratsbericht
- 16. April 2010BB 218Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleMagistratsbericht
- 5. November 2010BB 673Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleMagistratsbericht
- 18. April 2011Antwort des Magistrats · nach 154 WochenBB 200Gymnasiale Oberstufe Paul-Hindemith-SchuleMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP