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Neubau der Brücke über den Eschbach zwischen Heinrich-Becker-Straße und Auf dem Ried; Hochwasserschutz - und jetzt?

Vorlagentyp: OFCDU
23 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Begründung

Im Rahmen mehrerer Gespräche mit zuständigen Vertretern der Stadtverwaltung sowie planende Ing.- Büros hatte Ortsvorsteher Holger Dyhr den geplanten Neubau des Brückenbauwerks über den Eschbach am Nieder-Eschbacher Sportplatz erörtert. Ortsvorsteher Dyhr wies dabei insbesondere auf den Hochwasserschutz hin, da an dieser Brücke, bei Hochwasserlagen, der Bach regelmäßig über das Ufer tritt und die Wassermassen die Heinrich-Becker-Straße hinab laufen und den Schwimmbadparkplatz überfluten und verdrecken. Am 18.05.2009 fand dann auch vor Ort ein gemeinsamer Ortstermin statt, an dem die Bedenken des Ortsvorstehers bezüglich Hochwasserschutz, die er u.a. aus seiner langen Zeit als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Eschbach und als Wehrführer dieser Feuerwehr erfahren konnte, erörtert wurden. So sei vor langen Jahren das Bachufer an der Seite der Heinrich-Becker-Straße mit einem kleinen Damm versehen worden, der aber an der Stelle dieser Bachbrücke unterbrochen ist, was dann immer zum Überlaufen des Baches an dieser Stelle wie o.g. beschrieben führte. Ortsvorsteher Dyhr schlug deshalb vor, das Brückenbauwerk höher anzusetzen um 1. die Hochwasserschutzsituation auf der Seite Heinrich-Becker-Straße durch Schließen der Dammwirkung zu verbessern und 2. die Mulde auf der Seite Auf dem Ried, in der das Wasser immer stehen bleibt, zu beseitigen. Die Heinrich-Becker-Straße hätte ohne größere Probleme an dieser Stelle entsprechend angerampt werden können. Alle Beteiligten an diesem Termin sahen dies auch ein und versprachen, eine entsprechende Änderung in die Planung einfließen zu lassen (Namentlich geschwärztes Besprechungsprotokoll im Anhang). Da keine Reaktion mehr kam gingen alle Beteiligten seitens des Ortsbeirates davon aus, das diesen Bedenken entsprechende Aufmerksamkeit gewürdigt wird. Das Bauwerk ist nun fast fertig gestellt, es wurde nicht höher angelegt. Die bogenmäßige Überhöhung des Bauwerks beträgt, geschätzt, maximal 10 cm, durch die größere Dicke des Brückenquerschnitts wurde der Durchlassquerschnitt unter der Brücke statt dessen extrem verringert und dadurch die Hochwassersituation voraussichtlich dahingehend verschärft.

Inhalt

Antrag vom 01.08.2010, OF 353/15

Betreff:

Neubau der Brücke über den Eschbach zwischen Heinrich-Becker-Straße und Auf dem Ried; Hochwasserschutz - und jetzt?

Im Rahmen mehrerer Gespräche mit zuständigen Vertretern der Stadtverwaltung sowie planende Ing.- Büros hatte Ortsvorsteher Holger Dyhr den geplanten Neubau des Brückenbauwerks über den Eschbach am Nieder-Eschbacher Sportplatz erörtert. Ortsvorsteher Dyhr wies dabei insbesondere auf den Hochwasserschutz hin, da an dieser Brücke, bei Hochwasserlagen, der Bach regelmäßig über das Ufer tritt und die Wassermassen die Heinrich-Becker-Straße hinab laufen und den Schwimmbadparkplatz überfluten und verdrecken. Am 18.05.2009 fand dann auch vor Ort ein gemeinsamer Ortstermin statt, an dem die Bedenken des Ortsvorstehers bezüglich Hochwasserschutz, die er u.a. aus seiner langen Zeit als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Eschbach und als Wehrführer dieser Feuerwehr erfahren konnte, erörtert wurden. So sei vor langen Jahren das Bachufer an der Seite der Heinrich-Becker-Straße mit einem kleinen Damm versehen worden, der aber an der Stelle dieser Bachbrücke unterbrochen ist, was dann immer zum Überlaufen des Baches an dieser Stelle wie o.g. beschrieben führte. Ortsvorsteher Dyhr schlug deshalb vor, das Brückenbauwerk höher anzusetzen um

1. die Hochwasserschutzsituation auf der Seite Heinrich-Becker-Straße durch Schließen der Dammwirkung zu verbessern und

2. die Mulde auf der Seite Auf dem Ried, in der das Wasser immer stehen bleibt, zu beseitigen.

Die Heinrich-Becker-Straße hätte ohne größere Probleme an dieser Stelle entsprechend angerampt werden können. Alle Beteiligten an diesem Termin sahen dies auch ein und versprachen, eine entsprechende Änderung in die Planung einfließen zu lassen (Namentlich geschwärztes Besprechungsprotokoll im Anhang).

Da keine Reaktion mehr kam gingen alle Beteiligten seitens des Ortsbeirates davon aus, das diesen Bedenken entsprechende Aufmerksamkeit gewürdigt wird.

Das Bauwerk ist nun fast fertig gestellt, es wurde nicht höher angelegt. Die bogenmäßige Überhöhung des Bauwerks beträgt, geschätzt, maximal 10 cm, durch die größere Dicke des Brückenquerschnitts wurde der Durchlassquerschnitt unter der Brücke statt dessen extrem verringert und dadurch die Hochwassersituation voraussichtlich dahingehend verschärft.

Dies vorausgeschickt möge der Ortsbeirat beschließen:

Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, zu den nachfolgenden Fragen zu berichten:

  1. Warum wurden die Bedenken trotz fachlicher Zustimmung beim o.g. Ortstermin außer Acht gelassen?
  2. Warum wurde der Ortsbeirat darüber nicht in Kenntnis gesetzt?
  3. Welche hydraulischen Berechnungen liegen dem zu Grunde, die eine Beeinträchtigung des Hochwasserschutzes nicht sehen?
  4. Welche Maßnahmen gedenkt die Stadt durch die von ihr selbst geschaffene Verschärfung der Hochwassergefährdung zu ergreifen? Anlage 1 (ca. 239 KB)Beratung im Ortsbeirat: 15

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 1. August 2010Sie sind hier
    OFOF 353/15Neubau der Brücke über den Eschbach zwischen Heinrich-Becker-Straße und Auf dem Ried; Hochwasserschutz - und jetzt?
    Ortsbeiratsantrag · CDU
  2. 20. August 2010VV 1379Neubau der Brücke über den Eschbach zwischen Heinrich-Becker-Straße und Auf dem Ried; Hochwasserschutz - und jetzt?Anfrage
  3. 10. Januar 2011Antwort des Magistrats · nach 23 WochenSTST 23Neubau der Brücke über den Eschenbach zwischen Heinrich-Becker-Straße und Auf dem Ried; Hochwasserschutz - und jetzt?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 15
Sitzung 44 · 20.08.2010
TO I, TOP 9
Angenommen
Auskunftsersuchen V 1379 2010 Die Vorlage OF 353/15 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass die Fragen 3. und 4. wie folgt lauten: 3. Welche hydraulischen Berechnungen liegen dem Neubau bzw. der Planung zu Grunde, die eine Beeinträchtigung des Hochwasserschutzes nicht sehen? 4. Welche Maßnahmen gedenkt die Stadt gegen die von ihr selbst geschaffene Verschärfung der Hochwassergefährdung zu ergreifen?

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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