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Das Europaviertel nicht mit Hungerlöhnen errichten!

Vorlagentyp: OFCDU
13 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Begründung

Hungerlöhnen errichten! Der Magistrat wird gemäß § 3 Absatz 10 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf den Baustellen im Europaviertel keine Gebäude mit Hilfe von Hungerlöhnen errichtet werden. Dazu sollen entsprechende Aufsichtsbehörden wie der Zoll die Baustellen intensiv und regelmäßig kontrollieren. Begründung: Unhaltbar sind die skandalösen Zustände auf dem Europaviertel, die jüngst durch die Demonstration von aus Rumänien stammenden Bauarbeitern aufgedeckt worden ist. Diese hatten laut Zeitungsberichten für 1,09 Euro die Stunde arbeiten müssen. Die verantwortlichen Unternehmen und Subunternehmen weisen jede Schuld dafür von sich und verweisen darauf, von den entsprechenden Behörden nie kontrolliert worden zu sein. Im Gallus, zu dessen nördlichem Teil das Europaviertel gehört, entstand ein großer Teil der Wohnungen in schwerer Zeit Ende der Zwanzigerjahre, Anfang der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Dennoch hat es der damalige Stadtrat Ernst May als Leiter des Hochbau- und Siedlungsamtes dafür Sorge getragen, dass menschenwürdige Löhne gezahlt wurden. Ein Anspruch, von dem wir uns in ungleich besseren Zeiten nicht verabschieden dürfen.

Inhalt

Antrag vom 30.10.2012, OF 238/1

Betreff: Das Europaviertel nicht mit Hungerlöhnen errichten! Der Magistrat wird gemäß § 3 Absatz 10 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf den Baustellen im Europaviertel keine Gebäude mit Hilfe von Hungerlöhnen errichtet werden. Dazu sollen entsprechende Aufsichtsbehörden wie der Zoll die Baustellen intensiv und regelmäßig kontrollieren.

Begründung: Unhaltbar sind die skandalösen Zustände auf dem Europaviertel, die jüngst durch die Demonstration von aus Rumänien stammenden Bauarbeitern aufgedeckt worden ist. Diese hatten laut Zeitungsberichten für 1,09 Euro die Stunde arbeiten müssen. Die verantwortlichen Unternehmen und Subunternehmen weisen jede Schuld dafür von sich und verweisen darauf, von den entsprechenden Behörden nie kontrolliert worden zu sein. Im Gallus, zu dessen nördlichem Teil das Europaviertel gehört, entstand ein großer Teil der Wohnungen in schwerer Zeit Ende der Zwanzigerjahre, Anfang der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Dennoch hat es der damalige Stadtrat Ernst May als Leiter des Hochbau- und Siedlungsamtes dafür Sorge getragen, dass menschenwürdige Löhne gezahlt wurden. Ein Anspruch, von dem wir uns in ungleich besseren Zeiten nicht verabschieden dürfen.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. Oktober 2012Sie sind hier
    OFOF 238/1Das Europaviertel nicht mit Hungerlöhnen errichten!
    Ortsbeiratsantrag · CDU
  2. 30. Oktober 2012OMOM 1666Das Europaviertel nicht mit Hungerlöhnen errichten!Direktanregung
  3. 28. Januar 2013Antwort des Magistrats · nach 13 WochenSTST 167Das Europaviertel nicht mit Hungerlöhnen errichten!Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 15 · 30.10.2012
TO I, TOP 38
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 1666 2012 Die Vorlage OF 238/1 wird als interfraktioneller Antrag mit der Maßgabe beschlossen, dass der Tenor wie folgt lautet: "Der Magistrat wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf den Baustellen im Europaviertel keine Gebäude mit Hilfe von Hungerlöhnen errichtet werden. Dazu müssen die entsprechenden Behörden wie der Zoll die Baustellen intensiv und regelmäßig kontrollieren. Unterstützend hinzuzuziehen sind die Beratungsstellen für im Baugewerbe Tätige."

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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