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Strom für E-Fahrzeuge - in Laternen integrierte Ladestationen

Vorlagentyp: OFfraktionslos
19 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Begründung

integrierte Ladestationen Viele Menschen, die überlegen, ihren Diesel oder Benziner gegen ein E-Fahrzeug zu tauschen, schrecken aufgrund des dünnen Netzes von Ladestationen davor zurück. Alle Experten sind sich einig, dass der Ausbau des Netzes von "Stromtankstellen" kurzfristig und zügig ausgebaut werden muss. Außerdem schriebt die EU-Richtlinie ErP-Direktive 2009/125/EG den Einsatz von energierelevanten Produkten z.B. Straßenlaternen von, was zur Folge den Austausch der Laternen nach sich zieht. Z.B. hat die Stadt Leipzig deshalb im Jahr 2016 Laternen mit integrierten Ladestationen für E-Fahrzeuge aufstellen lassen. Dies hat u.a. den Vorteil, dass der öffentliche Raum nicht mit weiteren Bauten/Vorrichtungen zugebaut werden muss. Auch andere Städte, wie Berlin und München, testen mit unterschiedlichen Partnern und Modellen die Nutzung von in Laternen integrierte Ladestationen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, zu prüfen und zu berichten:

  1. Hat der Magistrat Kenntnis von den Versuchen von Leipzig, München, Berlin?
  2. Ist dem Magistrat bekannt, welche Erfahrungen die Städte mit diesen "Laternen-Ladestationen" gemacht hat?
  3. Ist dem Magistrat bekannt, welche Mehrkosten (pro Laterne) entstehen, wenn in einen Laternenmast eine Ladestation integriert wird und welche Voraussetzungen für den Anbau der Ladestation gegeben sein müssen?
  4. Sieht der Magistrat eine Möglichkeit oder plant er, beim Austausch der Gas-Laternen durch LED-Laternen gleichzeitig Ladestationen mit zu integrieren?
  5. Sieht der Magistrat eine Möglichkeit oder plant er, bei neu aufzustellenden Laternen (z.B. in neuen Wohnquartieren) Modelle mit integrierter Ladestation aufzustellen? Begründung: Die Umrüstung der öffentlichen und privaten Fahrzeugflotte von Diesel- und Benzin- auf Elektro-Fahrzeuge ist notwendig zur Erreichung der Klimaziele, zu denen sich die Bundesrepublik verpflichtet hat. Gleichzeitig ist diese Umrüstung notwendig, um die Belastungen in der Stadt zu senken. Notwendiger Baustein ist hier der Aufbau eines Netzes von Möglichkeiten, Strom zu tanken. Hier müssen die Möglichkeiten zum Netzausbau geprüft werden, die vor allem in der Innenstadt und in dicht bebauten Wohnquartieren nicht zusätzliche Flächen benötigen. Die in verschiedenen Städte laufenden Versuche sind hier ein hoffnungsvoller Anfang. Die Stadt Frankfurt sollte sich hier über den jeweils aktuellen Stand der Technik auf dem Laufenden halten und die Umsetzung prüfen. http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/laternen-werden-e-ladestatione n-100.html Licht- und Stromspender Straßenlaternen werden zu Ladestationen Wer in einer Stadt wohnt und zugleich ein E-Auto besitzt, hat oft keine Garage oder einen speziellen Platz, an dem er sein Fahrzeug abstellen und aufladen kann. Wer dann noch im Stadtzentrum wohnt, hat doppelt schlechte Karten: Hier ist Raum für öffentliche Ladestationen knapp - selbst bei großer Unterstützungsbereitschaft für die E-Mobilität. Ladelaterne löst das Problem An der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) ist man daher auf eine so einfache wie geniale Idee gekommen: Straßenlaternen auch zugleich als E-Ladestationen zu verwenden. Ein Team um Prof. Pretschner hat hier in Zusammenarbeit mit den Leipziger Stadtwerken eine solche Laterne entwickelt. Am Freitag wurden in der Mozartstraße die ersten vier Laternen mit integierter Ladestation in Betrieb genommen. Die Ladestationen seien extra als modulares System entwickelt worden, sagte Prof. Andreas Pretschner. Dieses passe in alle vorhandenen Laternentypen, die damit nachgerüstet werden können. Allerdings müsse man dabei auch immer die jeweiligen Bedingungen vor Ort berücksichtigen, sagte Pretschner. Wenn die Leistung des vorhandenen Beleuchtungsnetzes ausreicht, können E-Autos über Nacht voll geladen werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, noch sei man bei der Elektromobilität ganz am Anfang. Trotzdem seien die neuen Laternen-Ladestationen ein großer Schritt nach vorne. Ihre Entwicklung sei ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadt. Er sei stolz darauf, dass diese Idee hier in Leipzig geboren und umgesetzt worden sei. Zugleich gab er zu, dass es schwierig gewesen sei, Parkplätze für das Laternenparken freizuschaufeln. Sie seien in Leipzig ein wahrhaft rares Gut und würden dringend für die 210.000 zugelassenen Autos benötigt. Winzig ist daran bislang noch der Anteil der E-Autos. Davon sind gerade einmal 142 in Leipzig gemeldet. Dieser kleinen Anzahl von E-Automobilen steht in Leipzig bereits ein verhältnismäßig dichtes Netz an öffentlichen Ladestationen gegenüber. Norbert Menke von der Leipziger Gruppe sagte, mittlerweile seien es
  6. Das sei ein vorzeigbarer Stand. Ein Leitgedanke sei dabei gewesen, wie man die bestehende Infrastruktur nutzen könne und möglichst das Stadtbild nicht belaste. Münchner und Berliner laden ebenfalls an der Laterne Die Leipziger sind jedoch nicht die einzigen, die auf die Idee der Laterne-mit-Ladestation gekommen sind: In München hat der Autobauer BMW selbst solche Laternen entwickelt und aufgestellt. "Light and Charge" heißt das Programm bei den Bayern. In Berlin hat sich das Unternehmen Ubitricity vorgenommen, bereits bestehende Straßenlaternen zu Ladestationen umzurüsten. Bereits im Jahr 2013 bekam das Unternehmen von der Stadt Berlin, den Auftrag, 100 Laternen im Stadtgebiet entsprechend umzubauen. Allerdings habe sich die Markteinführung dann doch deutlich verzögert, sagte Philipp Sindberg vom Unternehmen Ubitricity. Immerhin habe man mittlerweile 30 Laternen in Berlin umgerüstet. Zur Zeit verhandelt das Unternehmen mit der Stadt London über einen Großauftrag.

Inhalt

Antrag vom 28.12.2016, OF 196/1

Betreff: Strom für E-Fahrzeuge - in Laternen integrierte Ladestationen Viele Menschen, die überlegen, ihren Diesel oder Benziner gegen ein E-Fahrzeug zu tauschen, schrecken aufgrund des dünnen Netzes von Ladestationen davor zurück. Alle Experten sind sich einig, dass der Ausbau des Netzes von "Stromtankstellen" kurzfristig und zügig ausgebaut werden muss. Außerdem schriebt die EU-Richtlinie ErP-Direktive 2009/125/EG den Einsatz von energierelevanten Produkten z.B. Straßenlaternen von, was zur Folge den Austausch der Laternen nach sich zieht. Z.B. hat die Stadt Leipzig deshalb im Jahr 2016 Laternen mit integrierten Ladestationen für E-Fahrzeuge aufstellen lassen. Dies hat u.a. den Vorteil, dass der öffentliche Raum nicht mit weiteren Bauten/Vorrichtungen zugebaut werden muss. Auch andere Städte, wie Berlin und München, testen mit unterschiedlichen Partnern und Modellen die Nutzung von in Laternen integrierte Ladestationen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, zu prüfen und zu berichten:

  1. Hat der Magistrat Kenntnis von den Versuchen von Leipzig, München, Berlin?
  2. Ist dem Magistrat bekannt, welche Erfahrungen die Städte mit diesen "Laternen-Ladestationen" gemacht hat?
  3. Ist dem Magistrat bekannt, welche Mehrkosten (pro Laterne) entstehen, wenn in einen Laternenmast eine Ladestation integriert wird und welche Voraussetzungen für den Anbau der Ladestation gegeben sein müssen?
  4. Sieht der Magistrat eine Möglichkeit oder plant er, beim Austausch der Gas-Laternen durch LED-Laternen gleichzeitig Ladestationen mit zu integrieren?
  5. Sieht der Magistrat eine Möglichkeit oder plant er, bei neu aufzustellenden Laternen (z.B. in neuen Wohnquartieren) Modelle mit integrierter Ladestation aufzustellen? Begründung: Die Umrüstung der öffentlichen und privaten Fahrzeugflotte von Diesel- und Benzin- auf Elektro-Fahrzeuge ist notwendig zur Erreichung der Klimaziele, zu denen sich die Bundesrepublik verpflichtet hat. Gleichzeitig ist diese Umrüstung notwendig, um die Belastungen in der Stadt zu senken. Notwendiger Baustein ist hier der Aufbau eines Netzes von Möglichkeiten, Strom zu tanken. Hier müssen die Möglichkeiten zum Netzausbau geprüft werden, die vor allem in der Innenstadt und in dicht bebauten Wohnquartieren nicht zusätzliche Flächen benötigen. Die in verschiedenen Städte laufenden Versuche sind hier ein hoffnungsvoller Anfang. Die Stadt Frankfurt sollte sich hier über den jeweils aktuellen Stand der Technik auf dem Laufenden halten und die Umsetzung prüfen. http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/laternen-werden-e-ladestatione n-100.html Licht- und Stromspender Straßenlaternen werden zu Ladestationen Wer in einer Stadt wohnt und zugleich ein E-Auto besitzt, hat oft keine Garage oder einen speziellen Platz, an dem er sein Fahrzeug abstellen und aufladen kann. Wer dann noch im Stadtzentrum wohnt, hat doppelt schlechte Karten: Hier ist Raum für öffentliche Ladestationen knapp - selbst bei großer Unterstützungsbereitschaft für die E-Mobilität. Ladelaterne löst das Problem An der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) ist man daher auf eine so einfache wie geniale Idee gekommen: Straßenlaternen auch zugleich als E-Ladestationen zu verwenden. Ein Team um Prof. Pretschner hat hier in Zusammenarbeit mit den Leipziger Stadtwerken eine solche Laterne entwickelt. Am Freitag wurden in der Mozartstraße die ersten vier Laternen mit integierter Ladestation in Betrieb genommen. Die Ladestationen seien extra als modulares System entwickelt worden, sagte Prof. Andreas Pretschner. Dieses passe in alle vorhandenen Laternentypen, die damit nachgerüstet werden können. Allerdings müsse man dabei auch immer die jeweiligen Bedingungen vor Ort berücksichtigen, sagte Pretschner. Wenn die Leistung des vorhandenen Beleuchtungsnetzes ausreicht, können E-Autos über Nacht voll geladen werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, noch sei man bei der Elektromobilität ganz am Anfang. Trotzdem seien die neuen Laternen-Ladestationen ein großer Schritt nach vorne. Ihre Entwicklung sei ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadt. Er sei stolz darauf, dass diese Idee hier in Leipzig geboren und umgesetzt worden sei. Zugleich gab er zu, dass es schwierig gewesen sei, Parkplätze für das Laternenparken freizuschaufeln. Sie seien in Leipzig ein wahrhaft rares Gut und würden dringend für die 210.000 zugelassenen Autos benötigt. Winzig ist daran bislang noch der Anteil der E-Autos. Davon sind gerade einmal 142 in Leipzig gemeldet. Dieser kleinen Anzahl von E-Automobilen steht in Leipzig bereits ein verhältnismäßig dichtes Netz an öffentlichen Ladestationen gegenüber. Norbert Menke von der Leipziger Gruppe sagte, mittlerweile seien es
  6. Das sei ein vorzeigbarer Stand. Ein Leitgedanke sei dabei gewesen, wie man die bestehende Infrastruktur nutzen könne und möglichst das Stadtbild nicht belaste. Münchner und Berliner laden ebenfalls an der Laterne Die Leipziger sind jedoch nicht die einzigen, die auf die Idee der Laterne-mit-Ladestation gekommen sind: In München hat der Autobauer BMW selbst solche Laternen entwickelt und aufgestellt. "Light and Charge" heißt das Programm bei den Bayern. In Berlin hat sich das Unternehmen Ubitricity vorgenommen, bereits bestehende Straßenlaternen zu Ladestationen umzurüsten. Bereits im Jahr 2013 bekam das Unternehmen von der Stadt Berlin, den Auftrag, 100 Laternen im Stadtgebiet entsprechend umzubauen. Allerdings habe sich die Markteinführung dann doch deutlich verzögert, sagte Philipp Sindberg vom Unternehmen Ubitricity. Immerhin habe man mittlerweile 30 Laternen in Berlin umgerüstet. Zur Zeit verhandelt das Unternehmen mit der Stadt London über einen Großauftrag.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Dezember 2016Sie sind hier
    OFOF 196/1Strom für E-Fahrzeuge - in Laternen integrierte Ladestationen
    Ortsbeiratsantrag · fraktionslos
  2. 17. Januar 2017OMOM 1124Strom für E-Fahrzeuge - in Laternen integrierte LadestationenDirektanregung
  3. 12. Mai 2017Antwort des Magistrats · nach 19 WochenSTST 887Strom für E-Fahrzeuge - in Laternen integrierte LadestationenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 8 · 17.01.2017
TO I, TOP 15
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 1124 2017 Die Vorlage OF 196/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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