Runder Tisch S-Bahnhöfe im Frankfurter Westen
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
1997 wurde ein Entwicklungsplan für S-Bahnhöfe in Hessen auf den Weg gebracht, der dazu führen sollte, dass auch in Frankfurt Bahnhöfe erneuert werden bzw. dass sie barrierefrei umgebaut werden. In ganz Frankfurt ist seither nur die ehemalige Station Sportfeld am WM-Stadion fertig geworden, was aber auf die Fußball-WM 2006 zurückzuführen ist. Sonst wird zur Zeit nur am Bahnhof Rödelheim umgebaut. Im Frankfurter Westen sind der Bahnhof Höchst und der Bahnhof Griesheim die zwei besonders anschaulichen Beispiele dafür, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Seit 1997 liegen noch immer keine greifbaren Ergebnisse vor. Dabei laufen in beiden Fällen seit Jahren Gespräche zwischen städtischen Stellen und der Deutschen Bahn. Im Fall des Bahnhofs Griesheim scheint eine Lösung gegenwärtig sogar ferner denn je. Im Fall des Bahnhof Höchst ist die Ankündigung, dass 2014 frühestens mit dem Umbau der Zugänge zu den Bahnsteigen begonnen werden soll, zur Zeit auch noch nicht mehr als ein Wechsel auf die Zukunft, dessen Einlösung noch ungewiss ist. Die Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes sowie auch des Vorplatzes ist noch völlig ungeklärt. Das jüngste Engagement von Bürgern in Höchst hat jetzt schon eine gewisse Bewegung gezeigt. Ein Runder Tisch in der o.g. Form würde die Sache aber sicher noch besser voran bringen. Alle Beteiligten säßen sich gegenüber, redeten direkt miteinander, könnten Fragen direkt klären. Die oft undurchschaubaren Zuständigkeiten sowie die umständlichen und zeitraubenden Wege zwischen den Beteiligten würden wegfallen oder zumindest abgekürzt. Auch wären die beteiligten Stellen gezwungen, ständig ihr Handeln öffentlich zu rechtfertigen. Die Mandatsträger könnten moderieren und forcieren unter direkter Beteiligung der Bürger. Der Schlichtungs-Prozess von Stuttgart 21 kann hier als positives Beispiel dienen.
Inhalt
Antrag vom 12.12.2010, OF 1656/6
Betreff:
Runder Tisch S-Bahnhöfe im Frankfurter Westen
Der Ortsbeirat möge beschließen, die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten, einen öffentlich tagenden "Runden Tisch S-Bahnhöfe für den Frankfurter Westen“ zu organisieren, an den alle an der Aufwertung der Bahnhofsgebäude bzw. der Bahnhofsvorplätze sowie der Herstellung der Barrierefreiheit beteiligten Stellen der Deutschen Bahn, des RMV und der zuständigen städtischen Dezernate kompetente Vertreter entsenden und dort mit Vertretern des Ortsbeirats und mit Bürgern aus den betreffenden Stadtteilen mit dem Ziel zusammen kommen, konstruktiv und offen die längst überfällige Umgestaltung der S-Bahnhöfe Höchst und Griesheim so weit voran zu bringen, dass eine Einigung über die Umsetzung möglichst innerhalb des kommenden Jahres herbei geführt werden kann. Die getroffene Einigung ist dann den verantwortlichen Gremien bei Bahn, RMV und Stadt zur endgültigen Beschlussfassung vorzulegen.
Begründung:
1997 wurde ein Entwicklungsplan für S-Bahnhöfe in Hessen auf den Weg gebracht, der dazu führen sollte, dass auch in Frankfurt Bahnhöfe erneuert werden bzw. dass sie barrierefrei umgebaut werden. In ganz Frankfurt ist seither nur die ehemalige Station Sportfeld am WM-Stadion fertig geworden, was aber auf die Fußball-WM 2006 zurückzuführen ist. Sonst wird zur Zeit nur am Bahnhof Rödelheim umgebaut.
Im Frankfurter Westen sind der Bahnhof Höchst und der Bahnhof Griesheim die zwei besonders anschaulichen Beispiele dafür, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Seit 1997 liegen noch immer keine greifbaren Ergebnisse vor. Dabei laufen in beiden Fällen seit Jahren Gespräche zwischen städtischen Stellen und der Deutschen Bahn. Im Fall des Bahnhofs Griesheim scheint eine Lösung gegenwärtig sogar ferner denn je. Im Fall des Bahnhof Höchst ist die Ankündigung, dass 2014 frühestens mit dem Umbau der Zugänge zu den Bahnsteigen begonnen werden soll, zur Zeit auch noch nicht mehr als ein Wechsel auf die Zukunft, dessen Einlösung noch ungewiss ist. Die Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes sowie auch des Vorplatzes ist noch völlig ungeklärt.
Das jüngste Engagement von Bürgern in Höchst hat jetzt schon eine gewisse Bewegung gezeigt. Ein Runder Tisch in der o.g. Form würde die Sache aber sicher noch besser voran bringen. Alle Beteiligten säßen sich gegenüber, redeten direkt miteinander, könnten Fragen direkt klären. Die oft undurchschaubaren Zuständigkeiten sowie die umständlichen und zeitraubenden Wege zwischen den Beteiligten würden wegfallen oder zumindest abgekürzt. Auch wären die beteiligten Stellen gezwungen, ständig ihr Handeln öffentlich zu rechtfertigen. Die Mandatsträger könnten moderieren und forcieren unter direkter Beteiligung der Bürger. Der Schlichtungs-Prozess von Stuttgart 21 kann hier als positives Beispiel dienen.
Beratung im Ortsbeirat: 6
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Dezember 2010Sie sind hierOFOF 1656/6Runder Tisch S-Bahnhöfe im Frankfurter WestenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 10. Januar 2011OAOA 1249Runder Tisch S-Bahnhof GriesheimAnregung
- 10. Januar 2011OAOA 1248Runder Tisch S-Bahnhof HöchstAnregung
- 2. September 2011Antwort des Magistrats · nach 38 WochenBB 351Runder Tisch S-Bahnhof HöchstMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: - Runder Tisch für Höchst: Annahme bei Enthaltung FREIE WÄHLER - Runder Tisch für Griesheim: Annahme bei Enthaltung FDP und FREIE WÄHLER