Sachstand des angekündigten Gutachtens zur Entwicklung der unteren Berger Straße
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf, den Stand der Erstellung eines Gutachtens zur Entwicklung der unteren Berger Straße darzulegen und die Gründe für die Verspätung der Ergebnisse zu kommunizieren. Es wird ein verbindlicher Zeitplan für die Fertigstellung und Veröffentlichung des Gutachtens gefordert, um die Nutzungsvielfalt auf der Straße zu sichern.
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Zu dieser Straße geht es weiter
Berger Straße — 57 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 15.10.2026.
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Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten,
- den aktuellen Bearbeitungsstand des im Bericht B 20/2026 angekündigten Gutachtens beziehungsweise der Untersuchung zur Entwicklung der unteren Berger Straße darzulegen;
- mitzuteilen, weshalb die im Bericht für das erste Halbjahr 2026 in Aussicht gestellten Ergebnisse bislang nicht vorgelegt wurden;
- einen verbindlichen Zeitplan für die Fertigstellung, Vorlage und Veröffentlichung des Gutachtens zu benennen;
- darzulegen, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und ob erste Handlungsempfehlungen schon vor Abschluss des Gesamtgutachtens umgesetzt werden können;
- mitzuteilen, welche Instrumente der Stadt Frankfurt zur Verfügung stehen, um die Nutzungsvielfalt auf der Berger Straße zu erhalten und einer weiteren Verdrängung des Einzelhandels durch gastronomische Nutzungen entgegenzuwirken.
Begründung
Die untere Berger Straße ist einer der zentralen Einkaufs-, Versorgungs- und Aufenthaltsstraßen des Nordends. Ihre besondere Qualität ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen.
Der Ortsbeirat beobachtet jedoch mit Sorge eine zunehmende Veränderung der Nutzungsstruktur. Zahlreiche Bürger:innen sowie Gewerbetreibende weisen darauf hin, dass der Anteil gastronomischer Nutzungen entlang der unteren Berger Straße stetig zunimmt, während gleichzeitig die für die untere Berger Straße prägende Vielfalt inhabergeführter Einzelhandelsgeschäfte unter Druck gerät.
Mehrere Gewerbetreibende haben gegenüber Mitgliedern des Ortsbeirats die Sorge geäußert, dass die untere Berger Straße bei unveränderter Entwicklung zunehmend ihre Funktion als vielfältige Einkaufsstraße verlieren könnte. Diese Entwicklung wird auch von vielen Anwohner:innen kritisch gesehen.
Umso wichtiger ist das vom Magistrat angekündigte Gutachten, das eine fachliche Grundlage für die zukünftige Entwicklung dieser Straße schaffen soll. Obwohl laut Bericht bereits im ersten Halbjahr 2026 mit ersten Ergebnissen gerechnet wurde, liegt das Gutachten bislang nicht vor.
Der Ortsbeirat hält die fortdauernde Verzögerung angesichts der aktuellen Herausforderungen für nicht nachvollziehbar. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Diskussionen über die Entwicklung der unteren Berger Straße besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an den Erkenntnissen des Gutachtens und den daraus abzuleitenden Maßnahmen.
Der Magistrat wird daher aufgefordert, zeitnah für Transparenz über den Bearbeitungsstand zu sorgen und einen verbindlichen Termin für die Vorlage der Ergebnisse zu benennen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. Oktober 2026 brachten GRÜNE, CDU, SPD, Volt im Ortsbeirat 3 diesen Antrag ein.