Weiterentwicklung der Ludwig-Richter-Schule
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Hauptschulen entwickeln sich immer mehr zu Restschulen mit solchen Schülerinnen und Schülern, die im „regulären“ Schulbetrieb an Gymnasien und Realschulen durchgefallen sind und nach unten „durchgereicht“ werden. Mit entsprechenden Förderprogrammen und der guten Arbeit eines engagierten Lehrerkollegiums, wie man es z.B. an der Diesterwegschule und an der Ludwig-Richter-Schule beobachten konnte und kann, werden zwar gute Resultate mit einer hohen Schulabschlussquote erzielt. Trotzdem ist doch unübersehbar, dass der Besuch einer Hauptschule meist bessere Berufschancen ausklammert. Viele Eltern reagieren auf diese Entwicklung darauf, dass sie ihre Kinder erst gar nicht an der Hauptschule anmelden. Stadtweit kann so keine eigenständige 5. Klasse mehr an den Frankfurter Hauptschulen gebildet werden, sondern lediglich durch das Auffüllen durch das so genannte „Querversetzen“ führt zur Bildung von Klassen mit einer erforderlichen Schüleranzahl. Das es sich bei den Querversetzten um Kinder handelt, die in einer höheren Schule bereits gescheitert sind und dadurch nicht zwingend, aber doch häufig mit Problemen wie Versagensängsten, Selbstzweifeln und Frustration zu kämpfen haben, macht einen konstruktiven Unterricht nicht leichter, wenn Hauptschulklassen ausschließlich aus Kinder mit „vorbelasteten“ Schulkarrieren gebildet werden. Die Schullandschaft befindet sich bundesweit im Umbruch und die Hauptschule ist ein Auslaufmodell. Immer mehr Bundesländer, unabhängig von wem sie regiert werden, verabschieden sich von der Schulform der Hauptschule. Ziel ist jeweils ein längeres gemeinsames Lernen und eine starke individuelle Förderung. So wird in Hamburg die „Stadtteilschule“ eingeführt, in Rheinland-Pfalz die „Realschule plus“. Die Ludwig-Richter-Schule sollte in diesem Sinne weiterentwickelt werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Chancen zu ermöglichen und der Standort sollte für ein Angebot der Sekundarstufe 1 erhalten bleiben. In diesem Zusammenhang fragen wir den Magistrat: Wie kann die Ludwig-Richter-Schule als Schule der Sekundarstufe 1 weiterentwickelt werden?
Inhalt
Antrag vom 03.11.2009, OF 1070/9
Betreff:
Weiterentwicklung der Ludwig-Richter-Schule
Hauptschulen entwickeln sich immer mehr zu Restschulen mit solchen Schülerinnen und Schülern, die im "regulären“ Schulbetrieb an Gymnasien und Realschulen durchgefallen sind und nach unten "durchgereicht“ werden.
Mit entsprechenden Förderprogrammen und der guten Arbeit eines engagierten Lehrerkollegiums, wie man es z.B. an der Diesterwegschule und an der Ludwig-Richter-Schule beobachten konnte und kann, werden zwar gute Resultate mit einer hohen Schulabschlussquote erzielt. Trotzdem ist doch unübersehbar, dass der Besuch einer Hauptschule meist bessere Berufschancen ausklammert.
Viele Eltern reagieren auf diese Entwicklung darauf, dass sie ihre Kinder erst gar nicht an der Hauptschule anmelden. Stadtweit kann so keine eigenständige 5. Klasse mehr an den Frankfurter Hauptschulen gebildet werden, sondern lediglich durch das Auffüllen durch das so genannte "Querversetzen“ führt zur Bildung von Klassen mit einer erforderlichen Schüleranzahl. Das es sich bei den Querversetzten um Kinder handelt, die in einer höheren Schule bereits gescheitert sind und dadurch nicht zwingend, aber doch häufig mit Problemen wie Versagensängsten, Selbstzweifeln und Frustration zu kämpfen haben, macht einen konstruktiven Unterricht nicht leichter, wenn Hauptschulklassen ausschließlich aus Kinder mit "vorbelasteten“ Schulkarrieren gebildet werden.
Die Schullandschaft befindet sich bundesweit im Umbruch und die Hauptschule ist ein Auslaufmodell. Immer mehr Bundesländer, unabhängig von wem sie regiert werden, verabschieden sich von der Schulform der Hauptschule. Ziel ist jeweils ein längeres gemeinsames Lernen und eine starke individuelle Förderung. So wird in Hamburg die "Stadtteilschule“ eingeführt, in Rheinland-Pfalz die "Realschule plus“.
Die Ludwig-Richter-Schule sollte in diesem Sinne weiterentwickelt werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Chancen zu ermöglichen und der Standort sollte für ein Angebot der Sekundarstufe 1 erhalten bleiben.
In diesem Zusammenhang fragen wir den Magistrat:
Wie kann die Ludwig-Richter-Schule als Schule der Sekundarstufe 1 weiterentwickelt werden?
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 18.09.2009, B 806 Beratung im Ortsbeirat: 9
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. September 2009BB 806Es ist höchste Zeit für eine Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplanes AMagistratsbericht
- 3. November 2009Sie sind hierOFOF 1070/9Weiterentwicklung der Ludwig-Richter-SchuleOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Annahme bei Enthaltung GRÜNE zu 3. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, 1 SPD und FDP gegen 1 SPD, GRÜNE und LINKE: (= Annahme)