Schnelle oberirdische barrierefreie Niederflurstraßenbahn direkt zum Hauptbahnhof statt U.5
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
In einer barrierefreien, oberirdischen Niederflurstraßenbahn können die Menschen ihre Stadt sehen und sich den Stadtraum wieder aneignen. Es ist einfacher, aufeinander zu achten. Darüber hinaus kosten Straßenbahnen in Bau und Betrieb nur den Bruchteil einer U-Bahn. Eine beschleunigte Niederflurstraßenbahn wäre vergleichbar schnell wie die U 5, wenn die unterirdischen Wege zur bzw. von der Haltestelle eingerechnet werden und eine Verkehrsberuhigung der gesamten Altstadtstrecke vorgenommen wird. Die geplante „Sikorski-Schneise“ wird das Nordend in der Eckenheimer Landstraße auf einer Länge von 300 Metern zerschneiden (zwei Stationen mit jeweils zwei versetzten Hochbahnsteigen). Die „Sikorski-Schneise“ ist städtebaulich nicht nur aus ästhetischen Gründen abzulehnen. Sie ist eine typische, die Interessen des Stadtteils ignorierende technokratische Verzweiflungstat. Die geplanten Hindernisse sind 60 - 80 cm hoch (teilweise plus Unterstand) und durchtrennen die Querverbindungen von Kommunikation (Sicht, soziale Kontakte usw.) und Bewegung (Spazierengehen, Einkaufen usw.). Wieder einmal wird Stadtraum den Menschen entfremdet und das Zusammenleben aller Menschen im Stadtteil durch eine infrastrukturelle Fehlentscheidung empfindlich gestört. Statt die Barrierefreiheit im Nordend voranzubringen, ist die „Sikorski-Schneise“ eine neue Barriere für Rollstuhlfahrer, Blinde, Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, ältere Menschen und Kinder. Nicht einmal eine barrierefreie U-Bahn-Station haben wir mit der „Sikorski-Schneise“. Für den Einstieg von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern, Menschen mit Kinderwagen und Fahrrädern gibt es nur drei Türen an einem Waggon. Der restliche U-Bahn-Zug bleibt eine Barriere. Dazu werden für diese Gruppen die Wege an allen Stationen der U 5 länger. Der Platz reicht jetzt schon oft nicht aus und zukünftig noch weniger. Wir aber wollen, dass in Frankfurt die Nutzung von Fahrrädern zunimmt und die Stadt freundlicher, sicherer und bequemer wird, vor allem für ältere und behinderte Menschen und für Kinder. Die „Sikorski-Schneise“ ist in jeder Hinsicht ein Rückschritt. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 3 Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Bericht des Magistrats vom 11.01.2010, B 17 Stellungnahme des Magistrats vom 11.01.2010, ST 62 Zuständige Ausschüsse: Verkehrsausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 09.09.2009 Beratungsergebnisse: 34. Sitzung des Verkehrsausschusses am 29.09.2009, TO I, TOP 47 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Die Ziffer 2. der Vorlage OA 972 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
- Die Ziffern 1., 1.1 bis 1.8 und 3. der Vorlage OA 972 werden abgelehnt. Abstimmung: zu
- CDU und GRÜNE gegen SPD, FAG und Freie Wähler (= Annahme), LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP (= Ablehnung) zu
- CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FAG und Freie Wähler (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Ablehnung) NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 08.10.2009, TO I, TOP 11 Beschluss:
- Die Vorlage NR 1450 wird abgelehnt. 2.
- Die Ziffer 2. der Vorlage OA 972 wird im vereinfachten Verfahren erledigt.
- Die Ziffern 1., 1.1 bis 1.8 und 3. der Vorlage OA 972 werden abgelehnt.
- Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Zieran, Becker, Heuser, Mack, Müller und Rinn dienen zur Kenntnis. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); LINKE. und Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung) zu 2. zu
- CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie FDP (= Ablehnung); Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung) zu
- CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung)
- Sitzung der KAV am 26.10.2009, TO II, TOP 122 Beschluss: Der Vorlage OA 972 wird zugestimmt. Beschlussausfertigung(en): § 6878,
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 08.10.2009 Aktenzeichen: 92 11
Inhalt
Anregung vom 03.09.2009, OA 972
entstanden aus Vorlage: OF 766/3 vom 02.09.2009
Betreff:
Schnelle oberirdische barrierefreie Niederflurstraßenbahn direkt zum Hauptbahnhof statt U 5
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, eine Studie mit folgendem Prüfungsinhalt in Auftrag zu geben:
- Es werden eine bzw. zwei oberirdische Straßenbahnverbindungen zum Hauptbahnhof untersucht. Hierbei werden auch die Varianten des GVP/Städtebaubeirats geprüft. 1.1 Die Strecke soll ab Scheffeleck in neuen Gleisen über die Eschenheimer Anlage bis zum Friedberger Tor und dann Richtung Konrad-Adenauer-Straße auf den vorhandenen Gleisen geführt werden. Mindestens ein Gleis (stadtauswärts) wird vom fünfspurigen Straßenraum aufgenommen. Ob das zweite Gleis auch am linken Rand des Straßenraums (ohne Grünverlust) oder eingleisig stadteinwärts über die Tunnelrampe Richtung Friedberger Landstraße geführt wird, soll geprüft werden. 1.2 Die Straßenbahnhaltestelle Konstablerwache wird entsprechend erweitert, und Teile des Straßenbahnverkehrs werden über die Allerheiligenstraße geführt (siehe GVP). Alternativ bzw. ergänzend wird die Kapazität der Haltestelle für die zukünftigen drei Straßenbahnlinien durch die Verlegung von zwei Buslinien in den Straßenraum erhöht. Hierbei ist auch zu prüfen, ob der Warteraum an der Haltestelle nicht nur durch schmalere Fahrspuren für den Autoverkehr, sondern zusätzlich auch durch eine engere Führung der Gleise möglich ist (vgl. Städtebaubeirat vom 27.08.2009). 1.3 Der evtl. Umbau der Station in der Braubachstraße für eine Straßenbahn mit zwei Waggons wird einbezogen, der Willy-Brandt-Platz hat schon entsprechende Kapazitäten. Die Stationen in der Münchener Straße müssen geprüft werden. 1.4 Der Autoverkehr muss weitgehend aus der Altstadtstrecke genommen werden, besonders in der Braubachstraße und Münchener Straße. 1.5 Die gesamte Straßenbahnstrecke wird beschleunigt, an allen Kreuzungen hat die Straßenbahn Vorrang vor dem Autoverkehr. 1.6 Eine zusätzliche Straßenbahnverbindung von der Glauburgstraße in die Eckenheimer Landstraße wird geprüft. 1.7 Beim Kostenvergleich mit der U-Bahn sind nicht nur die Baukosten, sondern auch die Betriebskosten einschließlich des Kapitaldienstes zu berücksichtigen. 1.8 Die zweite alternative Lösung des Städtebaubeirates (Stellungnahme vom 27.08.2009) ist eine Kombination: Erstens eine Niederflurstraßenbahn von Preungesheim zur Konstablerwache (unterirdische Anbindung) anstelle der U 5 und zweitens eine rein oberirdische Verbindung (gleichfalls Niederflurstraßenbahn) - ohne Umsteigen - von Preungesheim zum Hauptbahnhof über die vorhandenen Gleise und die Route Friedberger Landstraße - Glauburgstraße - Eckenheimer Landstraße - Scheffeleck - Konrad-Adenauer-Straße zum Hauptbahnhof.
- Die Studie im Auftrag des Stadtrates Sikorski lehnt eine Niederflurstraßenbahn anstelle der U 5 mit Tunnelanbindung an der Konstablerwache ab. Eine Kombination mit einer oberirdischen Niederflurstraßenbahn bis zum Hauptbahnhof wurde überhaupt nicht untersucht. Diese Studie soll den Ortsbeiratsmitgliedern mit allen Zahlen sowie den Grundlagen für die Erhebung der Zahlen zugänglich gemacht werden.
- Der Beschluss § 547 vom 30.08.2001 wird aufgehoben. Begründung: In einer barrierefreien, oberirdischen Niederflurstraßenbahn können die Menschen ihre Stadt sehen und sich den Stadtraum wieder aneignen. Es ist einfacher, aufeinander zu achten. Darüber hinaus kosten Straßenbahnen in Bau und Betrieb nur den Bruchteil einer U-Bahn. Eine beschleunigte Niederflurstraßenbahn wäre vergleichbar schnell wie die U 5, wenn die unterirdischen Wege zur bzw. von der Haltestelle eingerechnet werden und eine Verkehrsberuhigung der gesamten Altstadtstrecke vorgenommen wird. Die geplante "Sikorski-Schneise“ wird das Nordend in der Eckenheimer Landstraße auf einer Länge von 300 Metern zerschneiden (zwei Stationen mit jeweils zwei versetzten Hochbahnsteigen). Die "Sikorski-Schneise“ ist städtebaulich nicht nur aus ästhetischen Gründen abzulehnen. Sie ist eine typische, die Interessen des Stadtteils ignorierende technokratische Verzweiflungstat. Die geplanten Hindernisse sind 60 - 80 cm hoch (teilweise plus Unterstand) und durchtrennen die Querverbindungen von Kommunikation (Sicht, soziale Kontakte usw.) und Bewegung (Spazierengehen, Einkaufen usw.). Wieder einmal wird Stadtraum den Menschen entfremdet und das Zusammenleben aller Menschen im Stadtteil durch eine infrastrukturelle Fehlentscheidung empfindlich gestört. Statt die Barrierefreiheit im Nordend voranzubringen, ist die "Sikorski-Schneise“ eine neue Barriere für Rollstuhlfahrer, Blinde, Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, ältere Menschen und Kinder. Nicht einmal eine barrierefreie U-Bahn-Station haben wir mit der "Sikorski-Schneise“. Für den Einstieg von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern, Menschen mit Kinderwagen und Fahrrädern gibt es nur drei Türen an einem Waggon. Der restliche U-Bahn-Zug bleibt eine Barriere. Dazu werden für diese Gruppen die Wege an allen Stationen der U 5 länger. Der Platz reicht jetzt schon oft nicht aus und zukünftig noch weniger. Wir aber wollen, dass in Frankfurt die Nutzung von Fahrrädern zunimmt und die Stadt freundlicher, sicherer und bequemer wird, vor allem für ältere und behinderte Menschen und für Kinder. Die "Sikorski-Schneise“ ist in jeder Hinsicht ein Rückschritt. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 3
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 2. September 2009OFOF 766/3Schnelle oberirdische barrierefreie Niederflurstraßenbahn direkt zum Hauptbahnhof statt U.5Ortsbeiratsantrag · ÖkoLinX-ARL
- 3. September 2009Sie sind hierOAOA 972Schnelle oberirdische barrierefreie Niederflurstraßenbahn direkt zum Hauptbahnhof statt U.5Anregung
- 11. Januar 2010BB 17eungesheimTitel/Betreff: Alternative zu Hochbahnsteigen in der Eckenheimer Landstraße: Linienkonzept zur zukünftigen ÖPNV-Anbindung des Bereichs Eckenheimer Landstraße/Frankfurter Berg und zur Stadtbahnerschließung des EuropaviertelsMagistratsbericht
- 11. Januar 2010Antwort des Magistrats · nach 19 WochenSTST 62Schnelle oberirdische barrierefreie Niederflurstraßenbahn direkt zum Hauptbahnhof statt U 5Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Der lange Weg: ein beschlossener Ortsbeiratsantrag, der über die Stadtverordnetenversammlung läuft. Die Stadtverordnetenvorsteherin verteilt ihn an Ausschüsse, die beraten und eine Empfehlung geben. Das Plenum entscheidet, danach setzt der Magistrat um.
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2Anregung an die Stadtverordnetenversammlung
- 3Ausschüsse beraten & empfehlen
- 4Plenum entscheidet
- 5Magistrat setzt um
Frist: 12 Wochen bei Überweisung zur Prüfung und Berichterstattung
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Die Ziffer 2. der Vorlage OA 972 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. 2. Die Ziffern 1., 1.1 bis 1.8 und 3. der Vorlage OA 972 werden abgelehnt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU und GRÜNE gegen SPD, FAG und Freie Wähler (= Annahme), LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP (= Ablehnung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FAG und Freie Wähler (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Ablehnung) NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Die Vorlage NR 1450 wird abgelehnt. 2. 1. Die Ziffer 2. der Vorlage OA 972 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. 2. Die Ziffern 1., 1.1 bis 1.8 und 3. der Vorlage OA 972 werden abgelehnt. 3. Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Zieran, Becker, Heuser, Mack, Müller und Rinn dienen zur Kenntnis.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); LINKE. und Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung) zu 2. zu 1. CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie FDP (= Ablehnung); Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); Stadtverordneter Holtz (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.