Seit Jahren möchte Harheim seine Straßen selbst kehren
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenInhalt
Anregung vom 22.09.2008, OA 737 entstanden aus Vorlage: OF 128/14 vom 07.09.2008
Betreff: Seit Jahren möchte Harheim seine Straßen selbst kehren Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird eindringlich gebeten, endlich die jahrelange Hinhaltetaktik aufzugeben, das Selbstkehren müsse erst 2008 zwischen der Stadt und der FES ausgehandelt werden.
Begründung: Es macht stutzig, dass drei Monate vor dem Jahresschluss 2008 nichts vom Magistrat verlautet, ob in den Folgejahren ein Selbstkehren in geeigneten Stadtquartieren in der Zukunft möglich sein wird. Harheim, zunächst als Pilotprojekt, war nie grundsätzlich ausgeschlossen worden. Es soll einzig an der notwendigen Vertragsänderung liegen. Die FES, mit all ihren Geschäftsfeldern, hat 2007 mit einem positiven Ergebnis von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen, wovon an die Stadt 6,8 Millionen Euro ausgeschüttet werden, die einen Anteil von 51 Prozent an der FES hält. In Kenntnis dieser Zahlen, kann die Herausnahme eines solch kleinen Stadtteils wie Harheim aus der Anschlusspflicht an die städtische Straßenreinigung kein so großes Loch in die Gewinnerwartung reißen, dass die FES mit roten Zahlen abschließen würde. Es ist zudem bedenklich, wenn nach dem Hessischen Gesetz über kommunale Abgaben (KAG) eine Straßenreinigungsgebühr erhoben wird, die einen saftigen Gewinn einschließt, obwohl das KAG im § 10 vorschreibt, dass die Gebührensätze in der Regel so bemessen sein müssen, dass die Kosten gedeckt werden. Indes wird über den Umweg einer wirtschaftlichen Beteiligung der Stadt an der FES ein Gewinn für die Stadtkasse eingefahren, der nur zu etwa 25 % in die Gebührenhaushalte Straßenreinigung und Abfallentsorgung einfließt, somit zu 75 % für allgemeine und damit sachfremde Ausgaben der Stadt ausgegeben wird. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 14Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Umwelt und Sport Versandpaket: 01.10.2008
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. September 2008OFOF 128/14Seit Jahren möchte Harheim seine Straßen selbst kehrenOrtsbeiratsantrag · BFF
- 22. September 2008Sie sind hierOAOA 737Seit Jahren möchte Harheim seine Straßen selbst kehrenAnregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Der lange Weg: ein beschlossener Ortsbeiratsantrag, der über die Stadtverordnetenversammlung läuft. Die Stadtverordnetenvorsteherin verteilt ihn an Ausschüsse, die beraten und eine Empfehlung geben. Das Plenum entscheidet, danach setzt der Magistrat um.
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2Anregung an die Stadtverordnetenversammlung
- 3Ausschüsse beraten & empfehlen
- 4Plenum entscheidet
- 5Magistrat setzt um
Frist: 12 Wochen bei Überweisung zur Prüfung und Berichterstattung
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD (= vereinfachtes Verfahren), LINKE. und FDP (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (= vereinfachtes Verfahren) REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD und FAG (= vereinfachtes Verfahren), LINKE. und FDP (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)