Wohnen und Bauen im Ostend - Aussagekräftige Indikatoren für die Segregationsberichterstattung verwenden
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Anregung vom 19.02.2013, OA 328 entstanden aus Vorlage: OF 253/4 vom 31.01.2013
Betreff: Wohnen und Bauen im Ostend - Aussagekräftige Indikatoren für die Segregationsberichterstattung verwenden Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat möge die bisher zur Segregationsberichterstattung im Wohnungsmarktbericht verwendeten Indikatoren (Ausländer, SGB II-Bezieher, Arbeitslose) durch die Indikatoren einkommensschwache Haushalte (bis zur den Einkommensgrenzen des Wohnraumfördergesetzes), Haushalte mit mittleren Einkommen (bis 70 Prozent über den Einkommensgrenzen des Wohnraumfördergesetzes), Haushalte mit höheren Einkommen (mehr als 70 Prozent über den Einkommensgrenzen des Wohnraumfördergesetzes) ersetzen.
Begründung: Ziel der Frankfurter Wohnungspolitik ist eine gewisse soziale Durchmischung der Stadtbezirke. Mit den bis jetzt verwendeten Indikatoren lässt sich nicht überprüfen, ob dieses Ziel im jeweiligen Stadtbezirk erreicht ist oder ob politischer Handlungsbedarf besteht. So ist der Stadtbezirk Osthafen im aktuellen Wohnungsmarktbericht wegen seines hohen Anteils an Ausländern (41,3 Prozent) oliv markiert. Ob es sich hier um gut verdienende Mitarbeiter der EZB oder auf Sozialleistungen angewiesene Menschen handelt, lässt sich so nicht erfassen. Zudem sind etwa 40 Prozent der erwerbsfähigen SGB II-Bezieher zugleich arbeitslos gemeldet, während etwa 13 Prozent aus diesem Personenkreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Seriös lässt sich also die soziale Durchmischung eines Stadtbezirkes nur durch Angabe der Einkommensverteilung ermitteln, die sich sinnvollerweise am Wohnraumfördergesetz orientiert. Gerade für Stadtteile wie dem Ostend, in denen sich ein starker Wandel vollzieht, sind brauchbare Daten zur sozialen Segregation für politische Entscheidungen in der Wohnungspolitik unabdingbar. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 4
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. Januar 2013OFOF 253/4Wohnen und Bauen im Ostend - Aussagekräftige Indikatoren für die Segregationsberichterstattung verwendenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 19. Februar 2013Sie sind hierOAOA 328Wohnen und Bauen im Ostend - Aussagekräftige Indikatoren für die Segregationsberichterstattung verwendenAnregung
- 28. Juni 2013Antwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 943Wohnen und Bauen im Ostend - Aussagekräftige Indikatoren für die Segregationsberichterstattung verwendenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Der lange Weg: ein beschlossener Ortsbeiratsantrag, der über die Stadtverordnetenversammlung läuft. Die Stadtverordnetenvorsteherin verteilt ihn an Ausschüsse, die beraten und eine Empfehlung geben. Das Plenum entscheidet, danach setzt der Magistrat um.
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2Anregung an die Stadtverordnetenversammlung
- 3Ausschüsse beraten & empfehlen
- 4Plenum entscheidet
- 5Magistrat setzt um
Frist: 12 Wochen bei Überweisung zur Prüfung und Berichterstattung
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., Piraten und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER (= vereinfachtes Verfahren)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und FREIE WÄHLER gegen SPD, LINKE., Piraten und RÖMER (= Annahme)