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Städtisches Förderprogramm zum Erwerb von Belegrechten: Einstiegsmieten dauerhaft bezahlbar machen

Vorlagentyp: NRLINKE
2 Stationen im Verfahren1 SitzungAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, das städtische Förderprogramm zum Erwerb von Belegungsrechten zu reformieren, um dauerhafte Bezahlbarkeit der Einstiegsmieten für Sozialwohnungen zu gewährleisten. Angesichts des hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum und der steigenden Wohnkosten wird vorgeschlagen, die Förderdauer zu verlängern und zusätzliche Mittel für den Erwerb von Belegungsrechten bereitzustellen.

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Antrag

  1. Die Einstiegsfördermiete beim Erwerb von Belegungsrechten im Bestand beträgt weiterhin 5,00 €/m² für den Förderweg 1.
  2. Die maximale Förderdauer wird von 30 auf mindestens 40 Jahre festgesetzt.
  3. Für den Erwerb von Belegungsrechten sind ab dem Haushalt 2027 insgesamt 15 Millionen Euro im Ergebnishaushalt sowie weitere 1.000.000 Euro im Teilfinanzhaushalt vorgesehen.

Begründung

Angesichts des eklatanten Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Frankfurt und über 9.200 Haushalten auf der Warteliste für eine Sozialwohnung beim Amt für Wohnungswesen, ist die Vereinfachung der Fördervarianten und eine stärkere finanzielle Beteiligung des Landes Hessen bei dem Erwerb von Belegrechten begrüßenswert. Durch explodierende Lebenshaltungskosten, vor allem im Bereich Miet- und Heizkosten, haben viele Menschen immer größere Probleme, für die Miete aufzukommen. Konsequenz ist, dass sich immer mehr Haushalte finanziell einschränken müssen, wodurch das Armutsrisiko steigt. Eine Erhöhung der Einstiegsmieten um 20 Prozent stellt eine drastische Mieterhöhung dar, besonders für Menschen mit geringem Einkommen, deren finanzieller Spielraum am geringsten ist. Um dem großen Bedarf an bezahlbaren Wohnraum gerecht zu werden, müssen Sozialbindungen deutlich verlängert werden. Ein Ende der Sozialbindung bedeutet für viele Mieter*innen oft existenzielle Probleme: steigende Mieten, Verdrängung, der Verlust der Wohnung. Ohne Bindungen werden die Mieten dem freien Markt überlassen und die Preisspirale nach oben beginnt. Angesichts der hohen Nachfrage und des angespannten Wohnungsmarktes muss die Bindungsdauer erhöht werden. Die Stadt Frankfurt sollte ihren kommunalen Handlungsspielraum nutzen und die Förderkonditionen für den Fördertyp B dahingehend ändern, dass die Mieten dauerhaft bezahlbar bleiben, zumal das Förderprogramm ausschließlich städtisch finanziert wird. Da der Bedarf an Sozialwohnungen immer weiter steigt, ist zudem eine Mittelerhöhung notwendig. Um dem Ziel von 10.000 neuen Sozialwohnungen bis 2030 näherzukommen, welches im Haushalt von 2026 festgeschrieben wurde, ist eine substanzielle Steigerung der Mittel notwendig.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. September 2026MM 127Neuordnung der Förderlandschaft zum Erwerb von Belegungsrechten - Richtlinien zur kommunalen Finanzierungsbeteiligung an der Förderung des Landes Hessen zum Erwerb von Belegungsrechten -Typ A1 und A2 - - Richtlinien zum Erwerb von Belegungsrechten an ungeMagistratsvortrag
  2. 27. Oktober 2026Sie sind hier
    NRNR 93Städtisches Förderprogramm zum Erwerb von Belegrechten: Einstiegsmieten dauerhaft bezahlbar machen
    STVV-Antrag · Linke

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Planung, Wohnen und Städtebau
Sitzung 2 · 27.10.2026
TO I, TOP 10
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 127 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 93 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeVolt
Sonstige:
FDP (Votum im Haupt- und Finanzausschuss sowie Personal)Stadtv. Yilmaz (M 127 = Annahme)
Enthaltung:
AfD
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDAfDVoltFDP
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, Linke (unter Hinweis auf die Vorlage NR 93) und Volt gegen ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Ablehnung); AfD (= Enthaltung) sowie FDP (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss sowie Personal) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, AfD, Volt und FDP gegen Linke (= Annahme); ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss sowie Personal) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (M 127 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss sowie Personal) Stadtv. Yilmaz (M 127 = Annahme)

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