Überbauung mehrspuriger Autostraßen für Wohnungen im Bereich der Schwanheimer Uferstraße, der A 66 und A 661 endlich realisieren
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Thema Verkehr und Straße verfolgenBegründung
Wohnungen im Bereich der Schwanheimer Uferstraße, der A 66 und A 661 endlich realisieren Die Behebung der derzeitigen Wohnungsnot in Frankfurt verlangt, zukunftsträchtige und mutige Schritte zu gehen. Was auf Dächern von Wohn- und Geschäftsgebäuden, mittlerweile auch über Parkplätzen gelingt, soll endlich auch über geeigneten Straßen realisiert werden. Noch in diesem Jahr können mit Überbauungen die Weichen für bis zu 14.000 neue Wohnungen gestellt werden. Mit diesem Antrag sollen die Ziele der Anträge NR 556/18 und NR 820/14 aktualisiert aufgegriffen werden. Sie beziehen sich auf das Beispiel der Schlangenbader Straße in Berlin, in der auf 700 m Länge eine Wohnanlage über einem Autobahnabschnitt gebaut wurde. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die versiegelten vierspurigen Straßen Schwanheimer Uferstraße, BA A 66, BA A 661 werden auf hohen stelzenartigen Betonsäulen mit einer 25 Meter breiten Betonfläche o. ä. überbaut, um eine 4-5-stöckige Überbauung für Wohnzwecke darauf zu errichten.
- Jedes Projekt muss (mikro)klimagerecht unter Ausnutzung aller technischen und gestalterischen Möglichkeiten zur möglichst flächendeckenden Begrünung, Regen- und Brauchwassernutzung, autarken Energie- und Stromversorgung inklusive Speichermedien umgesetzt werden. So können Menschen CO2-emissionsarm wohnen und leben, und nur so wird das für die Lebensqualität vor Ort entscheidende gesunde Mikroklima gewährleistet. Die architektonische Umsetzung (Gebäudehöhe, - form u. a.) soll den Eintrag von Frischluft in die angrenzenden Stadtteile nicht beeinträchtigen
- Soweit möglich sollen die Wohnungen in genossenschaftliche Trägerschaft übergeben werden.
- Die neuen Quartiere sollen lebenswerte städtische Wohnstrukturen bieten, die das - Zusammenleben verschiedener Generationen und Lebensentwürfe vorsehen, - vielfältige fußläufige Versorgungs-, Infrastruktur- und soziale Angebote (Lebensmittel, Kinderbetreuung, Schulen, Sport, Kultur, Gastronomie, Verkehrsanbindung, medizinische Angebote, Quartiersmanagement, Gemeinschaftsräume wie Werkstätten u.a.) bieten. - einzuplanen sind großzügige grüne oder beschattete Freiflächen zum gemeinsamen Aufenthalt, für Treffpunkte, Veranstaltungen, als Frischluftzonen, zur "Nah"-Erholung. Begründung: Die Projekte schaffen den dringend benötigten Wohnraum und erfüllen gleichzeitig die Erfordernisse der Klimaanpassung der Stadt. Auf großen, bisher ausschließlich dem motorisierten Verkehr vorbehaltenen Stadtflächen werden neue, klimaangepasste Stadtquartiere zum Wohnen, Leben, Arbeiten, Erholen geschaffen. Die Flächenversiegelung fällt weg, genutzt werden schon asphaltierte Flächen. Auch die klimatische Bilanz der Straßenflächen verändert sich positiv; sie tragen durch die Überbauung deutlich verringert zur Aufwärmung des Stadtraumes bei. Die offene Bauweise auf Stelzen erhält bestehende Frischluftschneisen. Im Folgenden die kompakte Darstellung der Berechnung:
- Schwanheimer Uferstraße Auf einem auf Stelzen liegenden Betonsockel von 25 x 2.000 m erschließt sich eine Grundbebauungsfläche von ca. 50.000 m2. Bei vier in Leichtbauweise errichteten Stockwerken ergibt sich eine Grundbebauungsfläche von 200.000 m2. Abzüglich 20% Baustruktur stehen 160.000 m2 Bebauungsfläche zur Verfügung. Reduziert um die Flächen für die erforderliche Infrastruktur ist mit einem Bauvolumen von mehr als 2.000 Wohnungen zu durchschnittlich 60 m2 zu rechnen.
- A 66 Auf der Bundesautobahn A 66 können auf geschätzten 5 km Länge (Breite 25 Meter) nach obiger Berechnung 400.000 m2 potentielle Bebauungsfläche generiert werden. Damit könnten mehr als 5.000 Wohnungen von 60 m2 realisiert werden.
- A 661 Auch die A 661 ließe sich auf 7 km Länge bebauen. Nach obiger Berechnung könnten auch dort noch einmal ca. 7.000 Wohnungen entstehen. Insgesamt können in diesen drei Projekten ca. 14.000 Wohnungen entstehen.
Inhalt
Antrag vom 26.07.2019, NR 923
Betreff: Überbauung mehrspuriger Autostraßen für Wohnungen im Bereich der Schwanheimer Uferstraße, der A 66 und A 661 endlich realisieren Die Behebung der derzeitigen Wohnungsnot in Frankfurt verlangt, zukunftsträchtige und mutige Schritte zu gehen. Was auf Dächern von Wohn- und Geschäftsgebäuden, mittlerweile auch über Parkplätzen gelingt, soll endlich auch über geeigneten Straßen realisiert werden. Noch in diesem Jahr können mit Überbauungen die Weichen für bis zu 14.000 neue Wohnungen gestellt werden. Mit diesem Antrag sollen die Ziele der Anträge NR 556/18 und NR 820/14 aktualisiert aufgegriffen werden. Sie beziehen sich auf das Beispiel der Schlangenbader Straße in Berlin, in der auf 700 m Länge eine Wohnanlage über einem Autobahnabschnitt gebaut wurde. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die versiegelten vierspurigen Straßen Schwanheimer Uferstraße, BA A 66, BA A 661 werden auf hohen stelzenartigen Betonsäulen mit einer 25 Meter breiten Betonfläche o. ä. überbaut, um eine 4-5-stöckige Überbauung für Wohnzwecke darauf zu errichten.
- Jedes Projekt muss (mikro)klimagerecht unter Ausnutzung aller technischen und gestalterischen Möglichkeiten zur möglichst flächendeckenden Begrünung, Regen- und Brauchwassernutzung, autarken Energie- und Stromversorgung inklusive Speichermedien umgesetzt werden. So können Menschen CO2-emissionsarm wohnen und leben, und nur so wird das für die Lebensqualität vor Ort entscheidende gesunde Mikroklima gewährleistet. Die architektonische Umsetzung (Gebäudehöhe, - form u. a.) soll den Eintrag von Frischluft in die angrenzenden Stadtteile nicht beeinträchtigen
- Soweit möglich sollen die Wohnungen in genossenschaftliche Trägerschaft übergeben werden.
- Die neuen Quartiere sollen lebenswerte städtische Wohnstrukturen bieten, die das - Zusammenleben verschiedener Generationen und Lebensentwürfe vorsehen, - vielfältige fußläufige Versorgungs-, Infrastruktur- und soziale Angebote (Lebensmittel, Kinderbetreuung, Schulen, Sport, Kultur, Gastronomie, Verkehrsanbindung, medizinische Angebote, Quartiersmanagement, Gemeinschaftsräume wie Werkstätten u.a.) bieten. - einzuplanen sind großzügige grüne oder beschattete Freiflächen zum gemeinsamen Aufenthalt, für Treffpunkte, Veranstaltungen, als Frischluftzonen, zur "Nah"-Erholung. Begründung: Die Projekte schaffen den dringend benötigten Wohnraum und erfüllen gleichzeitig die Erfordernisse der Klimaanpassung der Stadt. Auf großen, bisher ausschließlich dem motorisierten Verkehr vorbehaltenen Stadtflächen werden neue, klimaangepasste Stadtquartiere zum Wohnen, Leben, Arbeiten, Erholen geschaffen. Die Flächenversiegelung fällt weg, genutzt werden schon asphaltierte Flächen. Auch die klimatische Bilanz der Straßenflächen verändert sich positiv; sie tragen durch die Überbauung deutlich verringert zur Aufwärmung des Stadtraumes bei. Die offene Bauweise auf Stelzen erhält bestehende Frischluftschneisen. Im Folgenden die kompakte Darstellung der Berechnung:
- Schwanheimer Uferstraße Auf einem auf Stelzen liegenden Betonsockel von 25 x 2.000 m erschließt sich eine Grundbebauungsfläche von ca. 50.000 m2. Bei vier in Leichtbauweise errichteten Stockwerken ergibt sich eine Grundbebauungsfläche von 200.000 m2. Abzüglich 20% Baustruktur stehen 160.000 m2 Bebauungsfläche zur Verfügung. Reduziert um die Flächen für die erforderliche Infrastruktur ist mit einem Bauvolumen von mehr als 2.000 Wohnungen zu durchschnittlich 60 m2 zu rechnen.
- A 66 Auf der Bundesautobahn A 66 können auf geschätzten 5 km Länge (Breite 25 Meter) nach obiger Berechnung 400.000 m2 potentielle Bebauungsfläche generiert werden. Damit könnten mehr als 5.000 Wohnungen von 60 m2 realisiert werden.
- A 661 Auch die A 661 ließe sich auf 7 km Länge bebauen. Nach obiger Berechnung könnten auch dort noch einmal ca. 7.000 Wohnungen entstehen. Insgesamt können in diesen drei Projekten ca. 14.000 Wohnungen entstehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Juli 2019 brachte FRANKFURTER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 26.09.2019 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD und LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung); FDP (= Votum im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (= Ablehnung) FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, BFF und FRAKTION gegen AfD, LINKE. und FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, BFF, FRAKTION und ÖkoLinX-ARL gegen AfD, LINKE. und FDP (= Prüfung und Berichterstattung)