Lösungen zur Behebung der städtischen Wohnungsnot: Überbauung/Einhausung vierspuriger Straßen für Wohnungen statt Versiegelungen wertvoller Grünflächen
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Wohnungsnot: Überbauung/Einhausung vierspuriger Straßen für Wohnungen statt Versiegelungen wertvoller Grünflächen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die die baulichen Möglichkeiten prüft, auf der zwei km langen Schwanheimer Uferstraße eine 4-5-stöckige Überbauung für Wohnzwecke auf einem auf Betonsäulen bestehenden Betonfundament o.ä. zu errichten.
- Ein Konzept zur autarken Energieversorgung (mögliche Kombinationen von Solartechnik zur Strom- und Wärmegewinnung, Speichertechnik, BHKW, Wärmepumpen etc.) der möglichen Wohnanlage soll Teil des Prüfauftrags sein.
- Der Magistrat prüft und berichtet, welche Straßen bzw. Straßenabschnitte im Stadtgebiet Frankfurts sich ebenfalls zur Überbauung mit Wohnungen eignen. Begründung: Der überproportionale Zuzug von Wohnungssuchenden in Ballungsgebiete, also auch nach Frankfurt, hat die schon lange bestehende Wohnungsnot noch verstärkt. Ein großes Wohnungsdefizit vor allen an bezahlbaren Wohnungen beherrscht den Markt. Die Nachfrage übersteigt seit Jahren das Angebot mit der Folge rasant steigender Mietpreise. Diese führt zu sozialen Spannungen und verschärft die Altersarmut. Der knappe Wohnraum gefährdet damit auch den sozialen Frieden in Frankfurt. Eine Verdichtung des Wohnraumes ist nur noch begrenzt möglich. Der Magistrat versucht, dieses Problem durch die Umwandlung anderweitig genutzter Flächen, v.a. Kleingärten, Grünflächen und landwirtschaftliche Flächen, zu lösen. Die Umwandlung dieser Flächen stößt jedoch bei der Bevölkerung auf erheblichen Widerstand und verursacht neue Probleme. Gesucht sind daher Möglichkeiten, wie Wohnraum geschaffen werden kann, ohne dass die dafür benötigten Flächen ihrer bisherigen Nutzung entzogen werden. Ein möglicher Ansatz stellt die Überbauung bestehender vierspuriger Straßen dar. Die dafür genutzten Flächen sind ohnehin versiegelt und bieten sich als Fundament zur Überbauung bzw. Einhausung an. Die Funktion der Straßen würde dadurch nicht beeinträchtigt und Grünflächen blieben unangetastet. Die an Planung und Bau derartiger Wohnungen beteiligten Architekten hätten die Chance, die baulich-strukturellen Wohnelemente auf das Zusammenleben verschiedenster Lebensweisen zuzuschneiden, sie also den komplexen Bedürfnissen einer heutigen Stadtgesellschaft anzupassen. Frankfurt könnte damit einen weiteren Baustein zeitgemäßer großstädtischer Wohnstrukturen, Raum für verschiedene Lebensstile und generationenübergreifendes Zusammenwohnen anbieten. Der bekannte und stetig zunehmende Wohnungsmangel fordert Ideen für realisierbaren Wohnraum. Dazu sollten alle baulich möglichen Varianten, die ohne zusätzliche Versiegelung auskommen, geprüft werden. Die Überbauung großer Straßenzüge gehört dazu.
Inhalt
Antrag vom 12.04.2018, NR 556
Betreff: Lösungen zur Behebung der städtischen Wohnungsnot: Überbauung/Einhausung vierspuriger Straßen für Wohnungen statt Versiegelungen wertvoller Grünflächen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die die baulichen Möglichkeiten prüft, auf der zwei km langen Schwanheimer Uferstraße eine 4-5-stöckige Überbauung für Wohnzwecke auf einem auf Betonsäulen bestehenden Betonfundament o.ä. zu errichten.
- Ein Konzept zur autarken Energieversorgung (mögliche Kombinationen von Solartechnik zur Strom- und Wärmegewinnung, Speichertechnik, BHKW, Wärmepumpen etc.) der möglichen Wohnanlage soll Teil des Prüfauftrags sein.
- Der Magistrat prüft und berichtet, welche Straßen bzw. Straßenabschnitte im Stadtgebiet Frankfurts sich ebenfalls zur Überbauung mit Wohnungen eignen. Begründung: Der überproportionale Zuzug von Wohnungssuchenden in Ballungsgebiete, also auch nach Frankfurt, hat die schon lange bestehende Wohnungsnot noch verstärkt. Ein großes Wohnungsdefizit vor allen an bezahlbaren Wohnungen beherrscht den Markt. Die Nachfrage übersteigt seit Jahren das Angebot mit der Folge rasant steigender Mietpreise. Diese führt zu sozialen Spannungen und verschärft die Altersarmut. Der knappe Wohnraum gefährdet damit auch den sozialen Frieden in Frankfurt. Eine Verdichtung des Wohnraumes ist nur noch begrenzt möglich. Der Magistrat versucht, dieses Problem durch die Umwandlung anderweitig genutzter Flächen, v.a. Kleingärten, Grünflächen und landwirtschaftliche Flächen, zu lösen. Die Umwandlung dieser Flächen stößt jedoch bei der Bevölkerung auf erheblichen Widerstand und verursacht neue Probleme. Gesucht sind daher Möglichkeiten, wie Wohnraum geschaffen werden kann, ohne dass die dafür benötigten Flächen ihrer bisherigen Nutzung entzogen werden. Ein möglicher Ansatz stellt die Überbauung bestehender vierspuriger Straßen dar. Die dafür genutzten Flächen sind ohnehin versiegelt und bieten sich als Fundament zur Überbauung bzw. Einhausung an. Die Funktion der Straßen würde dadurch nicht beeinträchtigt und Grünflächen blieben unangetastet. Die an Planung und Bau derartiger Wohnungen beteiligten Architekten hätten die Chance, die baulich-strukturellen Wohnelemente auf das Zusammenleben verschiedenster Lebensweisen zuzuschneiden, sie also den komplexen Bedürfnissen einer heutigen Stadtgesellschaft anzupassen. Frankfurt könnte damit einen weiteren Baustein zeitgemäßer großstädtischer Wohnstrukturen, Raum für verschiedene Lebensstile und generationenübergreifendes Zusammenwohnen anbieten. Der bekannte und stetig zunehmende Wohnungsmangel fordert Ideen für realisierbaren Wohnraum. Dazu sollten alle baulich möglichen Varianten, die ohne zusätzliche Versiegelung auskommen, geprüft werden. Die Überbauung großer Straßenzüge gehört dazu.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. April 2018 brachte FRANKFURTER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 24.05.2018 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und BFF gegen AfD (= Annahme) und LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung); FDP (= Votum im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Votum im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, BFF und FRAKTION gegen AfD und FRANKFURTER (= Annahme) sowie LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, BFF und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Annahme) sowie LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung)