Kindertagesfamilien nicht weiter benachteiligen
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
a) Abschaffung der 14-tägigen Kündigungsfrist bzw. Umwandlung in eine zweimonatige Kündigungsfrist analog zur Kündigungsfrist in Kindertagesstätten.
b) Einrichtung eines eigenen Trägers der Kindertagespflege, der die Interessen der Tagesmütter und -väter vertritt und in institutionalisierten Gremien und Settings erster Ansprechpartner ist.
c) Gleiche Entlohnung für das 4. und 5. zu betreuende Kind, d.h. Abschaffen der Degression.
d) Abschaffung der Auskunftspflicht der Eltern bzw. des Arbeitsgebers der Eltern gegenüber der Tagespflege bzw. Umwandlung in eine mündliche Bedarfsprüfung im Gespräch mit den Eltern, analog zum Vorgehen in Kindertagesstätten.
e) Umgestaltung der Stundenpakete bzw. stundengenaue Abrechnung für die Tagesfamilien statt pauschaler Mittelung.
f) Verbesserung des Portals Kindernet.de bezüglich der Vermittlung von Tagesfamilien, d.h. klarere Zuständigkeiten, verbindlichere Buchungen und bessere Betreuung der Tagesfamilien durch die ihnen zugewiesenen Vermittler.
g) Mitsprache von sach- und fachkundigen Kindertagespflegepersonen bei der Erstellung einer Satzung über die Betreuung von Kindern in Tagesfamilien, welche seitens des Fachbereichs Kindertagespflege im Stadtschulamt in Planung ist.
Begründung
Immer noch wird die Kindertagespflege in vielen Bereichen gegenüber der Betreuung in einer Kindertagesstätte systematisch benachteiligt. Dies hat zum Teil Gründe in Beschlüssen, die schon sehr lange her und damit dringend überholungsbedürftig sind. Tagesfamilien leisten einen wertvollen und notwendigen Beitrag bei der Erfüllung der städtischen Betreuungsquoten und sind für viele Eltern ein willkommenes Mittel der Betreuung und z.T. auch besser geeignet als große Settings in Kindertagesstätten. Wenn in den kommenden Jahren pro Jahr mindesten 2000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden sollen, muss hierbei auch die Kindertagespflege miteinbezogen werden, als gleichrangiges Angebot laut SGB VIII. Dafür müssen aber endlich die oben aufgeführten unnötigen Hürden entfernt und die Benachteiligung der Tagesfamilien aufgehoben werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. Juni 2021Sie sind hierNRNR 85Kindertagesfamilien nicht weiter benachteiligenSTVV-Antrag · CDU
- 17. Dezember 2021Antwort des Magistrats · nach 24 WochenBB 438Kindertagesfamilien nicht weiter benachteiligenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen CDU und FRAKTION (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.