Ehrenamtliche Senioren-Sicherheitsberater in den Stadtteilen
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Thema Senioren verfolgenBegründung
in den Stadtteilen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Zur präventiven Konfliktvermeidung und zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls ermöglicht und fördert der Magistrat die Ausbildung ehrenamtlicher Senioren-Sicherheitsberater für den Einsatz in den Frankfurter Stadtteilen. Begründung: Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main hat im Frühjahr 2013 die Studie "Die Auswirkung der demographischen Veränderung auf die Sicherheit älterer Menschen und die Konfliktdynamik zwischen Jung und Alt" veröffentlicht. Hierin wird - neben der grundsätzlichen Problematik der "Entfremdung der Generationen" - das Ergebnis einer 2012 durchgeführten Expertenbefragung wiedergegeben, worin sich die große Mehrheit dieser sicherheitspolitischen Experten für "ehrenamtliche Sicherheitsberater vor Ort im Stadtteil" (S. 22f.) ausspricht, da diese ein "Beitrag zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls und der persönlichen Sicherheit von Menschen" (S. 23) darstellten. Insbesondere in Problem- und Brennpunktbezirken sind Sicherheitsberater ein probates Mittel, um kulturell- oder altersbedingte Konflikte präventiv zu vermeiden. Das erfolgreiche Beispiel aus anderen deutschen Städten (z.B. Mainz, Leipzig, Saarbrücken) aufnehmend, soll der Schwerpunkt auf ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberatern liegen, die in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und mit bestehenden Präventionsangeboten Senioren beratend und aufklärend über Kriminalität informieren. Ziel muss es sein, Senioren auch in sozialen Brennpunkten ein Verbleib in ihrem angestammten Wohnumfeld, "ihrer Heimat und Schutzburg" (vgl. Studie des Präventionsrates, S. 13), zu ermöglichen, so die Lebensqualität zu erhalten und gleichzeitig sozialer Isolation vorzubeugen. Städte wie Mainz oder Leipzig bieten für freiwillige Senioren die Möglichkeit an, sich als ehrenamtliche Seniorensicherheitsberater ausbilden zu lassen. Der Kriminalpräventive Rat der Stadt Leipzig legt in seinem Ausbildungskonzept folgende Prinzipien zugrunde: "Den beratenden Senioren wurden durch Polizei und Stadtverwaltung Grundkenntnisse vermittelt, parallel werden sie aber auch in aktuelle Diskussionen zur Sicherheitslage einbezogen. Die Berater sind in der in der Lage, Gefahrensituationen zu erkennen und daraufhin gezielte Verhaltensempfehlungen zu geben oder einen Kontakt mit der eigentlich zuständigen Institution zu vermitteln. (...) Dabei sollen diese ihr erlerntes Fachwissen zur Prävention sowohl im Bekannten-/ Verwandtenkreis, als auch über Seniorengruppen, Vereine oder Organisationen verbreiten. Aufgaben des Seniorensicherheitsberaters sind Aufklärungsarbeit bezüglich Gefahren im Lebensumfeld und die Weitergabe von Sicherheitstipps. Ältere Menschen sollen befähigt werden, ihre eigene Sicherheit zu verbessern." (http://www.lpr.sachsen.de/download/landespraeventions rat/Pockel_Seniorensicherheitsberater.pdf) Die Studie des Frankfurter Präventionsrates hält fest: "Die Verletzlichkeit alter Menschen und vor allem Hochbetagter macht sie anfällig für kriminelle Täter" (S. 24); "Diese Zielgruppe ist auf Grund ihrer Isolation besonders hilfsbedürftig und aus kriminalpräventiver Sicht besonders schutzbedürftig" (S. 29). In dieser Konsequenz empfehlen die für die Studie herangezogenen Experten, den Bereich Seniorensicherheit auszubauen, indem "eine Wächterfunktion i.S. ehrenamtlicher Sicherheitsberater in den Stadtteilen" (S. 29) geschaffen wird. Festzuhalten bleibt: Indem der Magistrat die Ausbildung von ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberatern - in Anlehnung an die Erfahrungen anderer Städte - ermöglicht und fördert, kann die Stadt Frankfurt das Sicherheitsempfinden seiner Bevölkerung, insbesondere der Senioren massiv steigern. Gleichzeitig wird die sicherheitspolitische und kriminalpräventive Arbeit vor Ort unterstützt.
Inhalt
Antrag vom 11.07.2013, NR 659
Betreff: Ehrenamtliche Senioren-Sicherheitsberater in den Stadtteilen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Zur präventiven Konfliktvermeidung und zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls ermöglicht und fördert der Magistrat die Ausbildung ehrenamtlicher Senioren-Sicherheitsberater für den Einsatz in den Frankfurter Stadtteilen.
Begründung: Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main hat im Frühjahr 2013 die Studie "Die Auswirkung der demographischen Veränderung auf die Sicherheit älterer Menschen und die Konfliktdynamik zwischen Jung und Alt" veröffentlicht. Hierin wird - neben der grundsätzlichen Problematik der "Entfremdung der Generationen" - das Ergebnis einer 2012 durchgeführten Expertenbefragung wiedergegeben, worin sich die große Mehrheit dieser sicherheitspolitischen Experten für "ehrenamtliche Sicherheitsberater vor Ort im Stadtteil" (S. 22f.) ausspricht, da diese ein "Beitrag zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls und der persönlichen Sicherheit von Menschen" (S. 23) darstellten. Insbesondere in Problem- und Brennpunktbezirken sind Sicherheitsberater ein probates Mittel, um kulturell- oder altersbedingte Konflikte präventiv zu vermeiden. Das erfolgreiche Beispiel aus anderen deutschen Städten (z.B. Mainz, Leipzig, Saarbrücken) aufnehmend, soll der Schwerpunkt auf ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberatern liegen, die in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und mit bestehenden Präventionsangeboten Senioren beratend und aufklärend über Kriminalität informieren. Ziel muss es sein, Senioren auch in sozialen Brennpunkten ein Verbleib in ihrem angestammten Wohnumfeld, "ihrer Heimat und Schutzburg" (vgl. Studie des Präventionsrates, S. 13), zu ermöglichen, so die Lebensqualität zu erhalten und gleichzeitig sozialer Isolation vorzubeugen. Städte wie Mainz oder Leipzig bieten für freiwillige Senioren die Möglichkeit an, sich als ehrenamtliche Seniorensicherheitsberater ausbilden zu lassen. Der Kriminalpräventive Rat der Stadt Leipzig legt in seinem Ausbildungskonzept folgende Prinzipien zugrunde: "Den beratenden Senioren wurden durch Polizei und Stadtverwaltung Grundkenntnisse vermittelt, parallel werden sie aber auch in aktuelle Diskussionen zur Sicherheitslage einbezogen. Die Berater sind in der in der Lage, Gefahrensituationen zu erkennen und daraufhin gezielte Verhaltensempfehlungen zu geben oder einen Kontakt mit der eigentlich zuständigen Institution zu vermitteln. (...) Dabei sollen diese ihr erlerntes Fachwissen zur Prävention sowohl im Bekannten-/ Verwandtenkreis, als auch über Seniorengruppen, Vereine oder Organisationen verbreiten. Aufgaben des Seniorensicherheitsberaters sind Aufklärungsarbeit bezüglich Gefahren im Lebensumfeld und die Weitergabe von Sicherheitstipps. Ältere Menschen sollen befähigt werden, ihre eigene Sicherheit zu verbessern." (http://www.lpr.sachsen.de/download/landespraeventions rat/Pockel_Seniorensicherheitsberater.pdf) Die Studie des Frankfurter Präventionsrates hält fest: "Die Verletzlichkeit alter Menschen und vor allem Hochbetagter macht sie anfällig für kriminelle Täter" (S. 24); "Diese Zielgruppe ist auf Grund ihrer Isolation besonders hilfsbedürftig und aus kriminalpräventiver Sicht besonders schutzbedürftig" (S. 29). In dieser Konsequenz empfehlen die für die Studie herangezogenen Experten, den Bereich Seniorensicherheit auszubauen, indem "eine Wächterfunktion i.S. ehrenamtlicher Sicherheitsberater in den Stadtteilen" (S. 29) geschaffen wird. Festzuhalten bleibt: Indem der Magistrat die Ausbildung von ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberatern - in Anlehnung an die Erfahrungen anderer Städte - ermöglicht und fördert, kann die Stadt Frankfurt das Sicherheitsempfinden seiner Bevölkerung, insbesondere der Senioren massiv steigern. Gleichzeitig wird die sicherheitspolitische und kriminalpräventive Arbeit vor Ort unterstützt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. Juli 2013Sie sind hierNRNR 659Ehrenamtliche Senioren-Sicherheitsberater in den StadtteilenSTVV-Antrag · FREIE_WÄHLER
- 6. Dezember 2013Antwort des Magistrats · nach 21 WochenBB 564Ehrenamtliche Senioren-Sicherheitsberater in den StadtteilenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen FREIE WÄHLER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) RÖMER und NPD (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen FREIE WÄHLER, RÖMER und NPD (= Annahme) sowie Piraten und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)