Autonomes Caricatura Museum
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Thema Kultur verfolgenBegründung
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main möge beschließen: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, welcher organisatorischer Schritte die Schaffung eines eigenständigen "Caricatura-Museums", durch die Herauslösung aus der derzeitigen Verwaltungsgemeinschaft mit dem "Historischen Museum" bei Beibehaltung des derzeitigen Standortes im Leinwandhaus, bedarf. Der Magistrat möge in diesem Zusammenhang einen skizzenhaften Fahrplan vorlegen, wie diese Umstrukturierung des derzeitigen Museen-Verbundes umgesetzt werden könnte. Begründung: Das "Caricatura-Museum" befindet sich im zehnten Jahr seines Bestehens und hat sich seit seiner Gründung zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Museen, der sich in städtischer Hand befinden, entwickelt. Herausragend ist hierbei, dass sich das "Caricatura-Museum" in den vergangenen Jahren "in der internationalen Kunstwelt eine bemerkenswerte Position erarbeitet hat", wie die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Ausgabe vom 12.6.2018 feststellte. Der Zuspruch der Besucherinnen und Besucher spricht Bände: Im vergangenen Jahr hieß das "Caricatura-Museum" über 59.000 Gäste willkommen. In der Tat ist das Ausstellungsprogramm mehr als bemerkenswert. Das Programm beinhaltete bisher Klassiker der modernen bildenden Kunst hinsichtlich der komischen Bildgeschichte (Robert Gernhardt) und der komischen Malerei (Bernd Pfarr), zeigte Bilder national bekannter Mainstream-Akteure des Komischen (Otto Waalkes), lieferte Einblicke in die nationale Komik-Kultur (Stern-Bilder-Ausstellung) und ist regelmäßig Ausstellungsort für Künstlerinnen und Künstler der modernen Avantgarde der Zeichnung und Karikatur von Weltrang (Ausstellungen der Bilder von Tomi Ungerer, Kamagurka, Sebastian Krüger und Frank Hoppmann). Der Verbund von "Caricatura-" und "Historisches Museum" war Sachgründen geschuldet. Der einstigen Konzeption zu Ausstellung zur "Neuen Frankfurter Schule" zu Beginn des Jahrtausends im "Historischen Museum" ist das Konzept Caricatura derweil entwachsen - die Auslagerung in das Leinwandhaus vor rund zehn Jahren mit der Erweiterung des Umfangs um eine Dauerausstellung und jährlich rund drei Wechselausstellungen sowie die Ausrichtung des weit über Frankfurt hinaus bekannten "Festivals der Komik" als Veranstaltung im Rahmen des Museumsuferfestes zeugen von der Emanzipation der einstigen Unterabteilung vom Mutterhaus. Auch inhaltlich besteht eine Diskrepanz zwischen dem "Historischen Museum" und dem "Caricatura-Museum": Zeigt ersteres hauptsächlich Exponate der (Frankfurter) Zeitgeschichte - dies ist dem Wesen eines historischen Museums eigen - so hat sich das Museum für Zeichnung und Karikatur zu einem Ausstellungshaus entwickelt, das mit seinen Schauen den Blick auf avantgardistische Entwicklungstendenzen zu richten und immer wieder wegweisende Exponate einer modernen, progressiven Kunst in seine Hallen zu holen vermochte. Aus diesen Gründen (bei denen es sich nur um eine skizzenhafte Darstellung der Diskrepanzen der derzeitigen Organisationsform handelt) ist eine ernsthafte Beschäftigung mit der Loslösung des "Caricatura-Museums" vom derzeitigen Mutterhaus geboten.
Inhalt
Antrag vom 12.06.2018, NR 601
Betreff: Autonomes Caricatura Museum Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main möge beschließen: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, welcher organisatorischer Schritte die Schaffung eines eigenständigen "Caricatura-Museums", durch die Herauslösung aus der derzeitigen Verwaltungsgemeinschaft mit dem "Historischen Museum" bei Beibehaltung des derzeitigen Standortes im Leinwandhaus, bedarf. Der Magistrat möge in diesem Zusammenhang einen skizzenhaften Fahrplan vorlegen, wie diese Umstrukturierung des derzeitigen Museen-Verbundes umgesetzt werden könnte.
Begründung: Das "Caricatura-Museum" befindet sich im zehnten Jahr seines Bestehens und hat sich seit seiner Gründung zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Museen, der sich in städtischer Hand befinden, entwickelt. Herausragend ist hierbei, dass sich das "Caricatura-Museum" in den vergangenen Jahren "in der internationalen Kunstwelt eine bemerkenswerte Position erarbeitet hat", wie die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Ausgabe vom 12.6.2018 feststellte. Der Zuspruch der Besucherinnen und Besucher spricht Bände: Im vergangenen Jahr hieß das "Caricatura-Museum" über 59.000 Gäste willkommen. In der Tat ist das Ausstellungsprogramm mehr als bemerkenswert. Das Programm beinhaltete bisher Klassiker der modernen bildenden Kunst hinsichtlich der komischen Bildgeschichte (Robert Gernhardt) und der komischen Malerei (Bernd Pfarr), zeigte Bilder national bekannter Mainstream-Akteure des Komischen (Otto Waalkes), lieferte Einblicke in die nationale Komik-Kultur (Stern-Bilder-Ausstellung) und ist regelmäßig Ausstellungsort für Künstlerinnen und Künstler der modernen Avantgarde der Zeichnung und Karikatur von Weltrang (Ausstellungen der Bilder von Tomi Ungerer, Kamagurka, Sebastian Krüger und Frank Hoppmann). Der Verbund von "Caricatura-" und "Historisches Museum" war Sachgründen geschuldet. Der einstigen Konzeption zu Ausstellung zur "Neuen Frankfurter Schule" zu Beginn des Jahrtausends im "Historischen Museum" ist das Konzept Caricatura derweil entwachsen - die Auslagerung in das Leinwandhaus vor rund zehn Jahren mit der Erweiterung des Umfangs um eine Dauerausstellung und jährlich rund drei Wechselausstellungen sowie die Ausrichtung des weit über Frankfurt hinaus bekannten "Festivals der Komik" als Veranstaltung im Rahmen des Museumsuferfestes zeugen von der Emanzipation der einstigen Unterabteilung vom Mutterhaus. Auch inhaltlich besteht eine Diskrepanz zwischen dem "Historischen Museum" und dem "Caricatura-Museum": Zeigt ersteres hauptsächlich Exponate der (Frankfurter) Zeitgeschichte - dies ist dem Wesen eines historischen Museums eigen - so hat sich das Museum für Zeichnung und Karikatur zu einem Ausstellungshaus entwickelt, das mit seinen Schauen den Blick auf avantgardistische Entwicklungstendenzen zu richten und immer wieder wegweisende Exponate einer modernen, progressiven Kunst in seine Hallen zu holen vermochte. Aus diesen Gründen (bei denen es sich nur um eine skizzenhafte Darstellung der Diskrepanzen der derzeitigen Organisationsform handelt) ist eine ernsthafte Beschäftigung mit der Loslösung des "Caricatura-Museums" vom derzeitigen Mutterhaus geboten.Nebenvorlage: Antrag vom 12.09.2018, NR 651
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Juni 2018Sie sind hierNRNR 601Autonomes Caricatura MuseumSTVV-Antrag · FRAKTION
- 7. Juni 2019Antwort des Magistrats · nach 51 WochenBB 211Museum für Komische Kunst: Das „Caricatura Museum Frankfurt“Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD (= Ablehnung), LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme ohne Zusatz) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 601 = Annahme ohne Zusatz, NR 651 = Annahme)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (4 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage NR 601 wird im Rahmen der Vorlage NR 651 zugestimmt. 2. a) Der Vorlage NR 651 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Wehnemann, Popp, Dr. Wolter-Brandecker, Dr. Dürbeck, Ochs und von Wangenheim sowie von Stadträtin Dr. Hartwig dienen zur Kenntnis. 3. Der Vorlage NR 602 wird im Rahmen der Vorlage NR 651 zugestimmt. 4. a) Der Vorlage NR 651 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Wehnemann, Popp, Dr. Wolter-Brandecker, Dr. Dürbeck, Ochs und von Wangenheim sowie von Stadträtin Dr. Hartwig dienen zur Kenntnis.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD (= Ablehnung), LINKE., FDP, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme ohne Zusatz) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) zu 2. zu a) CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Ablehnung) zu 3. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD (= Ablehnung) sowie LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme ohne Zusatz) zu 4. zu a) CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Ablehnung)