Park-and-ride-Konzept erstellen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Erstellung eines Park-and-Ride-Konzepts mit Mobilitätsstationen in Frankfurt am Main. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und individuelle Mobilität zu unterstützen. Erwartet wird eine Verbesserung der Verkehrssituation und eine Förderung umweltfreundlicher Transportmittel.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, ein Park-and-Ride-Konzept mit Standorten als Mobilitätsstationen zu erstellen und der Stadtverordnetenversammlung vorzustellen.
Dieses Konzept soll folgende Teilpunkte enthalten:
- Das Potential an Menschen und Autos, welche an den Stadträndern ihre Autos abstellen können und mit dem Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV)weiter nach Frankfurt reisen können. Hier soll insbesondere der Berufsverkehr, aber auch der Verkehr, der durch Einkaufs- und Kultur-Möglichkeiten entsteht, beachtet werden.
- Die Möglichkeiten an E-Ladeinfrastruktur. Hier soll insbesondere auf die Möglichkeit von gebündelter Ladeinfrastruktur eingegangen werden, welche entstehen kann. Dies schafft Synergien, was den Ausbau von Netzen angeht, und kann einen zusätzlichen Anreiz bieten, das Auto am Stadtrand abzustellen.
- Die Möglichkeit Einzelhandel anzubinden und den Menschen Einkaufsgelegenheiten zu bieten, die ohne zusätzliche Wege genutzt werden können.
- Die Ausdeutung von potentiell geeigneten Flächen. Hier sollen verschieden große Flächen beleuchtet werden, welche auch verschiedene Potentiale bieten (siehe Punkte 2 und 3).
- Die Möglichkeiten von Flächen, welche zwar nicht direkt an den schienengebundenen ÖPNV angebunden sind, aber z.B. leicht durch Shuttlesysteme, Schnellbusse oder andere Verkehrsmittel angebunden werden können.
- Die Möglichkeiten, welche die Digitalisierung der Parkleitsysteme bieten kann. So kann eine intelligente Verkehrssteuerung unnötige Wege, Emissionen und den Menschen Zeit sparen, was die Akzeptanz deutlich erhöhen wird.
Begründung
Der Ausbau des ÖPNV ist eine der Kernaufgaben der zukünftigen Mobilität. Gleichzeitig wird es aber auch Menschen geben, die weiterhin auf individuelle Mobilität angewiesen sind. Mobilitätsstationen sind Verknüpfungspunkte zwischen verschiedenen Verkehrsträgern. Damit soll das multimodales Verkehrsverhalten unterstützen werden, also ein einfacher Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Außerdem sollen umweltverträgliche Transportmittel gestärkt werden. Sie sind eine Erweiterung der klassischen Park-and-Ride-Parkplätze. Sie bieten damit nicht nur Übergangspunkte zwischen dem privaten Individualverkehr zum ÖPNV, sondern ermöglichen auch die Nutzung von Carsharing, Bikesharing oder dem privaten Fahrrad. Mobilitätsstationen können also Car- und Bikesharing-Angebote, sichere und wettergeschützte Radabstellbügel und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge enthalten. Auch Aufbewahrungsmöglichkeiten wie Schließfächer oder Paketstationen und sogar kleinere Einzelhandelsgeschäfte sind in die Überlegung einzubeziehen. Das Park-and-Ride-Angebote bzw. die Mobilitätsstationen sind also ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende. Leider gibt es in Frankfurt hiervon noch zu wenige. Als Pendlerstadt ist es immens wichtig, dass der einfließende Verkehr soweit wie möglich an den wohnortnahen Schnellbahnstationen, aber besonders auch am Stadtrand, in den ÖPNV umsteigt. Gleichzeitig kann die diese Infrastruktur auch weitere Zwecke verfolgen. Neben E-Ladesäulen kann auch über die Einbindung von Einzelhandel nachgedacht werden, was Wege sparen kann. Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung sollten hier stärker beleuchtet werden. Insbesondere gilt es auch zu untersuchen, ob Flächen ausgewiesen werden können, die in unmittelbarer Nähe zu Schnellbahn -Stationen liegen. Zeitgleich gilt es auch zu untersuchen, welche Flächen z.B. durch Schnellbus-Anbindung als P+R Flächen ausgewiesen werden können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. November 2022Sie sind hierNRNR 549Park-and-ride-Konzept erstellenSTVV-Antrag · CDU
- 26. Juni 2023Antwort des Magistrats · nach 30 WochenBB 270Park-and-ride-Konzept erstellenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu den Ziffern 1. bis 4. und 6.: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme) zu Ziffer 5.: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung)