Zehn Gigabit! Kommunales Glasfasernetz ausbauen
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Thema Verkehr und Straße verfolgenBegründung
Kommunales Glasfasernetz ausbauen Vorgang: Zwischenbescheide des Magistrats vom 06.05.2013, 12.09.2013 und 05.02.2014 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat öffnet vorhandene Leerrohre, Glasfaserkabel und Trassen, die sich im Besitz der Stadt Frankfurt am Main oder stadteigener Betriebe befinden, für die Nutzung durch Dritte.
- Im Rahmen künftiger Tiefbaumaßnahmen werden Leerrohre und Lichtwellenleiter möglichst mitverlegt. Hausanschlüsse mit Lichtwellenleitern, z.B. über vorhandene Gas- oder Wasserleitungen, werden den Eigentümern angeboten (FTTB - Fibre To The Basement).
- Der Magistrat entwickelt einen Bedarfsplan zur zügigen Erschließung von unterversorgten Gebieten. Entsprechend dieser Priorisierung werden neue Trassen erschlossen. Begründung: Der Breitbandausbau in Deutschland geht im internationalen Vergleich nur schleppend voran. Im Breitbandatlas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gibt es im Segment über 50 Mbit/s im Stadtgebiet von Frankfurt am Main etliche Lücken. Auffällig sind insbesondere die Defizite im Gebiet des Osthafens, aber auch andere Gewerbegebiete und Stadtteile sind nur unzureichend erschlossen. Hingegen besteht gegenwärtig und zukünftig ein steigender Bedarf an ultraschneller Breitband-Versorgung, gerade für die gewerblichen Nutzer in FrankfurtRheinMain. Städte wie Stockholm, San Francisco, Paris, Wien, Amsterdam, Zürich oder Mailand haben darum Initiativen ergriffen, um die letzte Meile mit eigener Infrastruktur zu überbrücken. Mit Gigabit Passive Optical Networks (GPON) können leicht Geschwindigkeiten von symmetrischen 10 Gbit/s erreicht werden. Die Stadt vermietet dabei mit geringem Risiko und mit Gewinn die Infrastruktur in Form von Leerrohren oder vorhandenen Glasfaserkabeln ("Dark Fibre") an Dienstleister, die beim Kunden Anschluss und Betrieb der Datenverbindungen anbieten. Wenn die Stadt Inhaber der Infrastruktur bleibt, werden Monopole vermieden, wodurch auch kleinere Anbieter oder Bürgernetzwerke Zugangschancen zum städtischen Backbone haben, das den Namen "Breitband" wirklich verdient.
Inhalt
Antrag vom 29.01.2013, NR 509
Betreff: Zehn Gigabit! Kommunales Glasfasernetz ausbauen Vorgang: Zwischenbescheide des Magistrats vom 06.05.2013, 12.09.2013 und 05.02.2014 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat öffnet vorhandene Leerrohre, Glasfaserkabel und Trassen, die sich im Besitz der Stadt Frankfurt am Main oder stadteigener Betriebe befinden, für die Nutzung durch Dritte.
- Im Rahmen künftiger Tiefbaumaßnahmen werden Leerrohre und Lichtwellenleiter möglichst mitverlegt. Hausanschlüsse mit Lichtwellenleitern, z.B. über vorhandene Gas- oder Wasserleitungen, werden den Eigentümern angeboten (FTTB - Fibre To The Basement).
- Der Magistrat entwickelt einen Bedarfsplan zur zügigen Erschließung von unterversorgten Gebieten. Entsprechend dieser Priorisierung werden neue Trassen erschlossen. Begründung: Der Breitbandausbau in Deutschland geht im internationalen Vergleich nur schleppend voran. Im Breitbandatlas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gibt es im Segment über 50 Mbit/s im Stadtgebiet von Frankfurt am Main etliche Lücken. Auffällig sind insbesondere die Defizite im Gebiet des Osthafens, aber auch andere Gewerbegebiete und Stadtteile sind nur unzureichend erschlossen. Hingegen besteht gegenwärtig und zukünftig ein steigender Bedarf an ultraschneller Breitband-Versorgung, gerade für die gewerblichen Nutzer in FrankfurtRheinMain. Städte wie Stockholm, San Francisco, Paris, Wien, Amsterdam, Zürich oder Mailand haben darum Initiativen ergriffen, um die letzte Meile mit eigener Infrastruktur zu überbrücken. Mit Gigabit Passive Optical Networks (GPON) können leicht Geschwindigkeiten von symmetrischen 10 Gbit/s erreicht werden. Die Stadt vermietet dabei mit geringem Risiko und mit Gewinn die Infrastruktur in Form von Leerrohren oder vorhandenen Glasfaserkabeln ("Dark Fibre") an Dienstleister, die beim Kunden Anschluss und Betrieb der Datenverbindungen anbieten. Wenn die Stadt Inhaber der Infrastruktur bleibt, werden Monopole vermieden, wodurch auch kleinere Anbieter oder Bürgernetzwerke Zugangschancen zum städtischen Backbone haben, das den Namen "Breitband" wirklich verdient.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 29. Januar 2013Sie sind hierNRNR 509Zehn Gigabit! Kommunales Glasfasernetz ausbauenSTVV-Antrag · Piraten
- 4. Mai 2014Antwort des Magistrats · nach 66 WochenBB 246Zehn Gigabit! Kommunales Glasfasernetz ausbauenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf6 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) sowie LINKE. und Piraten (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und REP (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) Piraten und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER und REP (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) sowie Piraten und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER