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Solaroffensive für Frankfurt II: Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen auf privaten Dachflächen

Vorlagentyp: NRGRÜNESPDFDPVolt
46 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren4 SitzungenAngenommen

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Stadt Frankfurt am Main setzt sich zum Ziel, den Ausbau von Solartechnik-Anlagen (Photovoltaik und/oder Solarthermie) so zu beschleunigen, dass bis möglichst 2035 auf allen Dachflächen von privaten Gebäuden, die sich aus technischen und wirtschaftlichen Gründen für die Errichtung von Solartechnik-Anlagen eignen und bei denen keine gewichtigen Ausschlussgründe gegen die Installation sprechen, Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen installiert und in Betrieb genommen werden können.

Folgende Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass dieses Ziel weitestgehend erreicht werden kann:

  1. Der Magistrat wird beauftragt, alle wichtigen Informationen zum Ausbau der Solarenergienutzung in Frankfurt für private Haushalte, Unternehmen und Vereine auf möglichst einer einzigen und einfach auffindbaren Internetseite der Stadt gebündelt bereitzustellen bzw. von dort auf entsprechende Internetseiten zu verlinken. Auf dieser Seite sollen Informationen über den Nutzen der Solarenergie, über die technischen Alternativen, über die Eignung des eigenen Gebäudes, über die Beratungsangebote im Auftrag der Stadt und weiterer Kooperationspartner*innen, über die Förderprogramme von Stadt, Land, Bund und sonstigen Akteur*innen sowie über Beispielprojekte im Stadtgebiet bereitgestellt werden. Durch die Einbindung des Solarkatasters Hessen ( www.energieland.hessen.de/solar-kataster ) kann sich jede Person darüber informieren, welche Dachflächen im Stadtgebiet ein besonders hohes Potenzial zur Nutzung durch Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen bieten.
  2. Der Magistrat wird beauftragt, das qualitätsgesicherte, unabhängige und kostenlose Beratungsangebot im Auftrag der Stadt für private Haushalte, Unternehmen und Vereine in Frankfurt zur Solarenergienutzung im Rahmen des Grundsatzantrags zur Klimaneutralität 2035 (NR 316/22, Punkt 3) deutlich auszubauen und dahingehend weiterzuentwickeln, dass es stärker mit anderen Angeboten verzahnt ist, auf diese hinweist und Zugang zu diesen erweitert. Dafür sollen insbesondere die Stellen im gemeinnützigen "Energiepunkt - Energieberatungszentrum FrankfurtRheinMain e.V." deutlich ausgebaut und genutzt werden, gleichzeitig aber Doppelangebote vermieden werden. Dazu soll das Angebot dieses Beratungszentrums stärker mit den Beratungsangeboten anderer Anbieter*innen (z. B. der Verbraucherzentrale, der Mainova, der ABGnova, der Landesenergieagentur, der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und zertifizierten privaten Energieberater*innen) verzahnt werden. Alle in Frankfurt gemeldeten Personen sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, bei Interesse zeitnah einen Zugang zu kosteneffizienter und qualitativ hochwertiger Beratung zur Solarenergienutzung zubekommen.
  3. Der Magistrat wird beauftragt, ein attraktives städtisches Förderprogramm zum Ausbau der Solarenergienutzung auf privaten Liegenschaften in Frankfurt aufzulegen. Der Magistrat wird beauftragt, zu klären, wie das städtische Förderprogramm so ausgestaltet werden kann, dass es die bestehenden Förderprogramme anderer staatlicher Ebenen optimal ergänzen kann. Das Förderprogramm soll möglichst bereits im Herbst 2022 die finanzielle Förderung von privaten Solartechnik-Anlagen (Photovoltaik und/oder Solarthermie) im Stadtgebiet ermöglichen. Der Magistrat wird beauftragt, hierfür eine Förderrichtlinie zu erstellen, damit aus dem Programm "Erneuerbare Energien Fonds" Mittel für dieses Förderprogramm bereitgestellt und abgerufen werden können.
  4. Der Magistrat wird beauftragt, eine effiziente und zielgerichtete Kampagne zur Information der privaten Haushalte, Unternehmen und Vereine (im Rahmen NR 316/22, Punkt 12) in Frankfurt über die verschiedenen Angebote der Stadt zum beschleunigten Ausbau der Solarenergienutzung zu entwickeln (z. B. "Solaroffensive Frankfurt"). Hierfür sollen erprobte Verfahren, die ihre Effizienz bewiesen haben, eingesetzt werden, etwa die Bausteine der von der Landesenergieagentur entwickelten MitMachKampagne "Kommunale Solarkampagne".

Begründung

Der schnelle und umfassende Ausbau der Solarenergienutzung im Stadtgebiet ist von entscheidender Bedeutung für das Ziel größtmöglicher Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten, für die Senkung der Energiekosten und die Erreichung der Klimaneutralität bis 2035. Der Ausbau der Solarenergie bietet ein erhebliches, bislang aber noch weitgehend unausgeschöpftes Potenzial zur Gewinnung bezahlbarer, klimaneutraler und im Stadtgebiet produzierter Energie (siehe Machbarkeitsstudie "Generalkonzept Masterplan 100% Klimaschutz vom 20.05.2015). Laut Solarkataster Hessen liegt das Frankfurter Solarenergiepotenzial für Wohngebäude bei 506 GWh/a und für Gewerbe- und Industriegebäude bei 460 GWh/a. In Frankfurt wurden bis 2019 aber lediglich 1.535 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 0,03 GWh/a (34.942 kWh) installiert (siehe B 312 vom 06.07.2020). Damit werden bislang nur rund 3,5 % des bestehenden Solarenergiepotentials auf den Dachflächen von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden in Frankfurt für Photovoltaik genutzt. Die Solaroffensive zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, den Ausbau der Solartechnik-Anlagen im Stadtgebiet stark zu beschleunigen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Juli 2022Sie sind hier
    NRNR 453Solaroffensive für Frankfurt II: Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen auf privaten Dachflächen
    STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 10. September 2022OFOF 561/5Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt FrankfurtOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD
  3. 7. Oktober 2022VV 508Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt FrankfurtAnfrage
  4. 25. November 2022STST 2674Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt FrankfurtStellungnahme
  5. 20. Januar 2023OFOF 681/5Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt Frankfurt IIOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD
  6. 24. Februar 2023VV 623Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt Frankfurt IIAnfrage
  7. 5. Juni 2023Antwort des Magistrats · nach 46 WochenSTST 1277Auskunft über Förderung von Balkonsolaranlagen seitens der Stadt Frankfurt IIStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 10 · 06.09.2022
TO I, TOP 13
Angenommen
Der Vorlage NR 453 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
ÖkoLinX-ELFBFF-BIG
zu Ziffer 1. und 2)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Sonstige:
CDU (Votum im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz)
zu Ziffer 3. und 4)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
AfD
Sonstige:
CDU (Votum im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu Ziffern 1. und 2.: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION (= Annahme); CDU (= Votum im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz) zu Ziffern 3. und 4.: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und FRAKTION gegen AfD (= Ablehnung); CDU (= Votum im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 10 · 08.09.2022
TO I, TOP 12
Angenommen
Der Vorlage NR 453 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTIONGartenpartei
Sonstige:
AfD (Ziffern 1. und 2. Annahme, Ziffern 3. und 4. Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ziffern 1. und 2. Annahme, Ziffern 3. und 4. Ablehnung) Gartenpartei (= Annahme)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 10 · 13.09.2022
TO I, TOP 15
Angenommen
Der Vorlage NR 453 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Sonstige:
Gartenpartei (Prüfung und Berichterstattung)
zu Ziffer 1. und 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
zu Ziffer 3. und 4)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
AfD
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu Ziffern 1. und 2.: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) zu Ziffern 3. und 4.: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION gegen AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 15 · 22.09.2022
TO I, TOP 6
Angenommen
a) Der Vorlage NR 453 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Edelmann, Pause, Thoma, Huber, Schwander, Hahn, Förster und Dr. Langner dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a / Ziffer 1. und 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTIONGartenpartei
zu a / Ziffer 3. und 4)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTIONGartenpartei
Ablehnung:
AfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) Ziffern 1. und 2.: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei Ziffern 3. und 4.: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei gegen AfD (= Ablehnung)

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