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Vielfalt bewegt Frankfurt - Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund

Vorlagentyp: NRSPD
17 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren4 SitzungenAngenommen

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Begründung

Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund Der Anteil älterer MigrantInnen an der Frankfurter Bevölkerung nimmt kontinuierlich zu, ihre Zahl wird sich in den kommenden zehn Jahren verdoppeln. Experten rechnen damit, dass vor allem MigrantInnen früher auf fremde Hilfe und Pflegemaßnahmen angewiesen sein werden, insbesondere wenn sie schwere körperliche Arbeit verrichtet haben. Weder die Politik noch die Familienangehörigen können nun den neuen Herausforderungen bei der Pflege und Versorgung gerecht werden. Im "Integrations- und Diversitätskonzept der Stadt / Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen" steht geschrieben: "Wir wollen als Stadt zu einer Versorgung und Pflege beitragen, die kultursensibel unterschiedliche Lebenswege und Situationen berücksichtigt. Dies betrifft neben der häuslichen, ambulanten und stationären Pflege auch die Unterstützung von Gruppen und Senioren-Netzwerken, die wir für Menschen mit einer Migrationsgeschichte weiter öffnen wollen." Bedauerlicherweise spielte dieses Thema im jüngst vorgelegten Integrations- und Monitoringbericht als Indikator keine Rolle. Es fehlt insofern ein differenzierter Bericht über die Situation von SeniorInnen mit Migrationshintergrund, der Aufschluss über Handlungsnotwendigkeiten in Fragen der Wohnungsversorgung, der materiellen Situation sowie sozialer und gesundheitlicher Absicherung dieser Bevölkerungsgruppe geben kann. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat prüft und berichtet folgende Fragen:

  1. Wie hoch ist der Anteil der SeniorInnen mit Migrationshintergrund (mit und ohne deutschen Pass)?
  2. Wie hoch ist der Anteil der SeniorInnen mit Migrationshintergrund in absoluten Zahlen (ältere ausländische Einwohner und Deutsche mit Migrationshintergrund) ab 60 Jahren bei den Leistungsbeziehern, bzw. unter denjenigen, die Hilfe zum Lebensunterhalt in Anspruch nehmen?
  3. Gibt es besondere Erkenntnisse bezüglich der Wohnsituationen von älteren Menschen mit Migrationshintergrund?
  4. Welche Angebote im Bereich des seniorengechten Wohnens, Pflege und Kultur sowie Freizeit für Menschen mit Migrationshintergrund gibt es und welche Entrichtungen bieten diese an?
  5. Welche Altenhilfeeinrichtungen gibt es in Frankfurt, die interkulturelle Konzepte erarbeitet haben?
  6. Wie werden bei der Einrichtung von Pflegestützpunkten die kultur- und religionssensiblen Aspekte der MigrantInnen berücksicht?
  7. Wie möchte der Magistrat das im Integrationskonzept formulierte Ziel - "Älteren Generationen helfen: Wir wollen als Stadt zu einer Versorgung und Pflege beitragen, die kultursensibel unterschiedliche Lebenswege und Situationen berücksichtigt"- generell erreichen?

Inhalt

Antrag vom 07.11.2012, NR 449

Betreff: Vielfalt bewegt Frankfurt - Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund Der Anteil älterer MigrantInnen an der Frankfurter Bevölkerung nimmt kontinuierlich zu, ihre Zahl wird sich in den kommenden zehn Jahren verdoppeln. Experten rechnen damit, dass vor allem MigrantInnen früher auf fremde Hilfe und Pflegemaßnahmen angewiesen sein werden, insbesondere wenn sie schwere körperliche Arbeit verrichtet haben. Weder die Politik noch die Familienangehörigen können nun den neuen Herausforderungen bei der Pflege und Versorgung gerecht werden. Im "Integrations- und Diversitätskonzept der Stadt / Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen" steht geschrieben: "Wir wollen als Stadt zu einer Versorgung und Pflege beitragen, die kultursensibel unterschiedliche Lebenswege und Situationen berücksichtigt. Dies betrifft neben der häuslichen, ambulanten und stationären Pflege auch die Unterstützung von Gruppen und Senioren-Netzwerken, die wir für Menschen mit einer Migrationsgeschichte weiter öffnen wollen." Bedauerlicherweise spielte dieses Thema im jüngst vorgelegten Integrations- und Monitoringbericht als Indikator keine Rolle. Es fehlt insofern ein differenzierter Bericht über die Situation von SeniorInnen mit Migrationshintergrund, der Aufschluss über Handlungsnotwendigkeiten in Fragen der Wohnungsversorgung, der materiellen Situation sowie sozialer und gesundheitlicher Absicherung dieser Bevölkerungsgruppe geben kann. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat prüft und berichtet folgende Fragen:

  1. Wie hoch ist der Anteil der SeniorInnen mit Migrationshintergrund (mit und ohne deutschen Pass)?
  2. Wie hoch ist der Anteil der SeniorInnen mit Migrationshintergrund in absoluten Zahlen (ältere ausländische Einwohner und Deutsche mit Migrationshintergrund) ab 60 Jahren bei den Leistungsbeziehern, bzw. unter denjenigen, die Hilfe zum Lebensunterhalt in Anspruch nehmen?
  3. Gibt es besondere Erkenntnisse bezüglich der Wohnsituationen von älteren Menschen mit Migrationshintergrund?
  4. Welche Angebote im Bereich des seniorengechten Wohnens, Pflege und Kultur sowie Freizeit für Menschen mit Migrationshintergrund gibt es und welche Entrichtungen bieten diese an?
  5. Welche Altenhilfeeinrichtungen gibt es in Frankfurt, die interkulturelle Konzepte erarbeitet haben?
  6. Wie werden bei der Einrichtung von Pflegestützpunkten die kultur- und religionssensiblen Aspekte der MigrantInnen berücksicht?
  7. Wie möchte der Magistrat das im Integrationskonzept formulierte Ziel - "Älteren Generationen helfen: Wir wollen als Stadt zu einer Versorgung und Pflege beitragen, die kultursensibel unterschiedliche Lebenswege und Situationen berücksichtigt"- generell erreichen?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. November 2012Sie sind hier
    NRNR 449Vielfalt bewegt Frankfurt - Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund
    STVV-Antrag · SPD
  2. 8. März 2013Antwort des Magistrats · nach 17 WochenBB 123Vielfalt bewegt Frankfurt - Handlungslinie 47: Älteren Generationen helfen Seniorinnen und Senioren mit MigrationshintergrundMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
KAV
Sitzung 20 · 26.11.2012
TO II, TOP 30
Angenommen
Der Vorlage NR 449 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 15 · 03.12.2012
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 449 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiratenRömer
Ablehnung:
Freie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Piraten und RÖMER gegen FREIE WÄHLER (= Ablehnung)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 15 · 06.12.2012
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage NR 449 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiratenRömerÖkoLinX-ARLREP
Ablehnung:
Freie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Piraten und RÖMER gegen FREIE WÄHLER (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 17 · 13.12.2012
TO II, TOP 13
Angenommen
Der Vorlage NR 449 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiratenRömerÖkoLinX-ARLREP
Ablehnung:
Freie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Piraten, RÖMER, ÖkoLinX-ARL und REP gegen FREIE WÄHLER (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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