Nahversorgung sichern - Verkaufswagen in Randlagen entsenden
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBegründung
Verkaufswagen in Randlagen entsenden Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert:
- Der Magistrat prüft, in welchen Quartieren aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner die Nahversorgung lückenhaft ist und ob diese Versorgungslücken durch die Unterstützung der Ansiedlung sog. Raumunternehmen, entweder in Form von Quartiersläden oder in Form von Verkaufswagen, geschlossen werden kann.
- Auf Grund dieser Untersuchung entwickelt der Magistrat ein Konzept für ein zeitlich befristetes Modellprojekt.
- Der Magistrat berichtet über die Ergebnisse der Evaluierung dieses Probelaufes. Begründung: Raumunternehmen sind "auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Organisationen, die ihre Geschäftsidee auf Basis von unzureichend in Wert gesetzten räumlichen Ressourcen entwickeln und deren Erfolg sich an dem sozialen Nutzen für diesen Raum messen lässt" (Flögel und Gärtner: Raumunternehmen und die Aktivierung von Nachbarschaften 2012:8). Raumunternehmen - zu denen Quartiersläden - auch die sogenannten "Smart-Märkte" zählen, schaffen mit ihrer Arbeit im Stadtteil einen deutlichen Mehrwert. Sie bieten Arbeitsplätze - insbesondere für langfristig Erwerbslose und Menschen mit Behinderung - und schließen gleichzeitig Versorgungslücken, die aus mangelnder Nahversorgung entstanden sind. An diese Modelle sollte die Stadt Frankfurt anknüpfen. Besonders Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leiden unter Lücken in der Nahversorgung, sind vielleicht sogar zum Umzug genötigt, weil in der vertrauten Umgebung Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten fehlen. Verkaufswagen, angelehnt an das erprobte Konzept CAP mobil können mit einem ausgewählten Sortiment an Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs auch Randlagen von Quartieren erreichen, die sich für die Ansiedlung eines Raumunternehmens keinen geeigneten Ort bieten. Sinnvoll wäre die Anknüpfung dieser Verkaufswagen an die bereits bestehenden Smart-Märkte. Auf diese Weise würde ein bereits bewährtes Projekt gestärkt und darüber hinaus ein Beitrag dazu geleistet, älteren oder durch Behinderungen eingeschränkten Menschen eine selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu erhalten.
Inhalt
Antrag vom 24.10.2012, NR 433
Betreff: Nahversorgung sichern - Verkaufswagen in Randlagen entsenden Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert:
- Der Magistrat prüft, in welchen Quartieren aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner die Nahversorgung lückenhaft ist und ob diese Versorgungslücken durch die Unterstützung der Ansiedlung sog. Raumunternehmen, entweder in Form von Quartiersläden oder in Form von Verkaufswagen, geschlossen werden kann.
- Auf Grund dieser Untersuchung entwickelt der Magistrat ein Konzept für ein zeitlich befristetes Modellprojekt.
- Der Magistrat berichtet über die Ergebnisse der Evaluierung dieses Probelaufes. Begründung: Raumunternehmen sind "auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Organisationen, die ihre Geschäftsidee auf Basis von unzureichend in Wert gesetzten räumlichen Ressourcen entwickeln und deren Erfolg sich an dem sozialen Nutzen für diesen Raum messen lässt" (Flögel und Gärtner: Raumunternehmen und die Aktivierung von Nachbarschaften 2012:8). Raumunternehmen - zu denen Quartiersläden - auch die sogenannten "Smart-Märkte" zählen, schaffen mit ihrer Arbeit im Stadtteil einen deutlichen Mehrwert. Sie bieten Arbeitsplätze - insbesondere für langfristig Erwerbslose und Menschen mit Behinderung - und schließen gleichzeitig Versorgungslücken, die aus mangelnder Nahversorgung entstanden sind. An diese Modelle sollte die Stadt Frankfurt anknüpfen. Besonders Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leiden unter Lücken in der Nahversorgung, sind vielleicht sogar zum Umzug genötigt, weil in der vertrauten Umgebung Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten fehlen. Verkaufswagen, angelehnt an das erprobte Konzept CAP mobil können mit einem ausgewählten Sortiment an Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs auch Randlagen von Quartieren erreichen, die sich für die Ansiedlung eines Raumunternehmens keinen geeigneten Ort bieten. Sinnvoll wäre die Anknüpfung dieser Verkaufswagen an die bereits bestehenden Smart-Märkte. Auf diese Weise würde ein bereits bewährtes Projekt gestärkt und darüber hinaus ein Beitrag dazu geleistet, älteren oder durch Behinderungen eingeschränkten Menschen eine selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu erhalten. Bericht des Magistrats vom 03.05.2013, B 199 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Wirtschaft und Frauen Versandpaket: 07.11.2012
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Oktober 2012Sie sind hierNRNR 433Nahversorgung sichern - Verkaufswagen in Randlagen entsendenSTVV-Antrag · LINKE.
- 3. Mai 2013Antwort des Magistrats · nach 27 WochenBB 199Nahversorgung sichern - Verkaufswagen in Randlagen entsendenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und FREIE WÄHLER (= Ablehnung) Piraten (= Annahme)