"Gay Games" nach Frankfurt holen - Sichtbarkeit für queeren Sport
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Stadt Frankfurt auf, sich um die Ausrichtung der Gay Games 2030 zu bewerben. Dies soll die Sichtbarkeit und Akzeptanz der queeren Community fördern und ein Zeichen der Solidarität setzen. Die Veranstaltung wird als wichtig erachtet, um Diskriminierung im Sport entgegenzuwirken.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die seit dem Jahre 1982 alle vier Jahre stattfindenden "Gay Games" sind die weltweit größte Breitensportveranstaltung, die sich hauptsächlich an Sportler*innen aus der LSBT*IQ*- Community richtet. Neben den sportlichen Wettkämpfen sind Kulturveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Band- und Chorfestival, Ausstellungen und ein Rahmenprogramm mit Queer- Aktiven aus dem Sport fester Bestandteil der Spiele.
Die "Gay Games" Sport- und Kulturveranstaltung, steht unter dem Motto "Teilnehmen, Mitmachen und persönliche Höchstleistungen erbringen". Gleichzeitig geht es auch um den Kampf gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Inter- und Transpersonen und um die Sichtbarkeit der LSBT*IQ* in allen möglichen Sportarten. Es existieren weder Teilnahmebeschränkungen noch erforderliche Vorqualifikationen. In der Regel umfassen die Spiele bis zu 35 Sportarten mit mehr als 10.000 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt.
Die Stadt München hatte sich für die Durchführung der Spiele für 2026 beworben, musste sich aber in der letzten Runde Valencia geschlagen geben. Teil der Münchner Bewerbung war auch eine Menschenrechtskonferenz, um somit der Veranstaltung noch mehr politisches Gehalt zu verleihen.
In einer Sportwelt, in der zweigeschlechtliche Rollenbilder und Leistungsdruck immer noch dominieren, erscheinen Veranstaltungen wie die "Gay Games" umso wichtiger. Sie schaffen zum einen Sichtbarkeit und Akzeptanz für queere Menschen, zum anderen bieten sie die Möglichkeit, sich fernab von heteronormativen Wertevorstellungen gemeinsam sportlich zu betätigen.
Auch in Deutschland und auch in Frankfurt erfahren viele queere Menschen aus verschiedensten Gründen noch immer Diskriminierung und Ausgrenzung im Sport oder werden sogar systematisch ausgeschlossen.
Daher ist die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Prüfung einer Bewerbung für die Gay Games 2030 ein wichtiges Signal der Solidarität mit der Community und zugleich Ausdruck der großen Vielfalt unserer Stadt.
Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen:
Der Magistrat wird gebeten,
- sich für die "Gay Games" 2030 zu bewerben und die nötigen Formalitäten frühzeitig mit der Ausrichterin Federation of Gay Games (FGG) abzuklären,
- die Bewerbung sowie begleitende Kampagnen für die "Gay Games" 2030 gemeinsam mit Sportvereinen, Verbänden, dem Landessportbund, dem Sportkreis unter Einbeziehung queerer Frankfurter Vereine zu entwickeln.
- das Gender-Diversity Management (GDM) auf alle weniger repräsentierten Gruppen wie die LSBT*IQ* Sportler*innen zu erweitern. Das Sportamt wird in diesem Rahmen aufgefordert bei den Frankfurter Vereinen und Verbänden für die Charta der Vielfalt zu werben.
- sich frühzeitig um ein vielfältiges Sponsoring für die "Gay Games" zu bemühen und frühzeitig Trainings- und Unterbringungsmöglichkeiten für die Teilnehmer*innen zu prüfen.
Begründung
Die seit dem Jahre 1982 alle vier Jahre stattfindenden "Gay Games" sind die weltweit größte Breitensportveranstaltung, die sich hauptsächlich an Sportler*innen aus der LSBT*IQ*- Community richtet. Neben den sportlichen Wettkämpfen sind Kulturveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Band- und Chorfestival, Ausstellungen und ein Rahmenprogramm mit Queer-Aktiven aus dem Sport fester Bestandteil der Spiele. Die "Gay Games" Sport- und Kulturveranstaltung, steht unter dem Motto "Teilnehmen, Mitmachen und persönliche Höchstleistungen erbringen". Gleichzeitig geht es auch um den Kampf gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Inter- und Transpersonen und um die Sichtbarkeit der LSBT*IQ* in allen möglichen Sportarten. Es existieren weder Teilnahmebeschränkungen noch erforderliche Vorqualifikationen. In der Regel umfassen die Spiele bis zu 35 Sportarten mit mehr als 10.000 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt. Die Stadt München hatte sich für die Durchführung der Spiele für 2026 beworben, musste sich aber in der letzten Runde Valencia geschlagen geben. Teil der Münchner Bewerbung war auch eine Menschenrechtskonferenz, um somit der Veranstaltung noch mehr politisches Gehalt zu verleihen. In einer Sportwelt, in der zweigeschlechtliche Rollenbilder und Leistungsdruck immer noch dominieren, erscheinen Veranstaltungen wie die "Gay Games" umso wichtiger. Sie schaffen zum einen Sichtbarkeit und Akzeptanz für queere Menschen, zum anderen bieten sie die Möglichkeit, sich fernab von heteronormativen Wertevorstellungen gemeinsam sportlich zu betätigen. Auch in Deutschland und auch in Frankfurt erfahren viele queere Menschen aus verschiedensten Gründen noch immer Diskriminierung und Ausgrenzung im Sport oder werden sogar systematisch ausgeschlossen. Daher ist die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Prüfung einer Bewerbung für die Gay Games 2030 ein wichtiges Signal der Solidarität mit der Community und zugleich Ausdruck der großen Vielfalt unserer Stadt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Juli 2022Sie sind hierNRNR 432„Gay Games“ nach Frankfurt holen - Sichtbarkeit für queeren SportSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 20. Februar 2023BB 94„Gay Games“ nach Frankfurt holen - Sichtbarkeit für queeren SportMagistratsbericht
- 30. Juni 2023BB 288„Gay Games“ nach Frankfurt holen - Sichtbarkeit für queeren SportMagistratsbericht
- 15. Januar 2024BB 24„Gay Games“ nach Frankfurt holen - Sichtbarkeit für queeren SportMagistratsbericht
- 11. Oktober 2024Antwort des Magistrats · nach 118 WochenBB 380„Gay Games“ nach Frankfurt holen NR 432 - Sichtbarkeit für queeren SportMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung)