Programm .Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main.
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Wohnen in Frankfurt am Main" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, ein Programm "Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main" zu erstellen, das bevorzugt in den städtischen und stadtnahen Wohnungsgesellschaften umgesetzt wird und sich mit der seniorengerechten Umrüstung beziehungsweise Renovierung des Altbaubestands befasst, sowie bereits bei der Planung von Neubauten seniorengerechtes Wohnen zwingend berücksichtigt. Begründung: Das statistische Jahrbuch 2011 der Stadt Frankfurt am Main spricht eine deutliche Sprache. Um nur drei Zahlen daraus zu zitieren: Das Durchschnittsalter der in Frankfurt lebenden Menschen beträgt 41,42 Jahre. Die Bevölkerungsgruppe ab dem 55. Lebensjahr macht 28 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In Frankfurt sind 53,3 Prozent Einpersonenhaushalte. Hinzu kommt noch, dass jeder zehnte Frankfurter schwerbehindert ist, beziehungsweise einen Schwerbehindertenausweis besitzt (statistik aktuell Nr. 32 / 2011). Am 8. August 2012 stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stadtrat Volker Stein die neuste Bevölkerungsstatistik vor und wiesen voller Stolz darauf hin, dass Frankfurt am Main die 700.000-Marke übersprungen habe, doch trotzdem setzt sich der gesellschaftliche Alterungsprozess unaufhörlich fort. Neben den hiermit zusammenhängenden gesamtgesellschaftlichen Problemen, wie Versorgung, Pflege etc., wird sich dies vor allem auch in der städtischen Wohnungsversorgung und Wohnraumausstattung niederschlagen. Nur ein geringer Teil des städtischen Wohnraums in Frankfurt ist seniorengerecht ausgestattet. Weder mit relativ niedrigschwelligen Angeboten, wie beispielsweise seniorengerechten Bädern / Nasszellen (Dusche statt Wanne, höhere seniorengerechte Toiletten) oder doppeltseitigen Handläufen in Treppenhäusern, noch mit barrierefreien Zugängen (Aufzüge, Rampen statt Treppen). Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die allgemeine Wohnungsproblematik Frankfurts bereits im Vorfeld thematisiert und sich erfreulicherweise zu Beginn seiner Amtszeit, zusammen mit dem Magistrat, ein recht umfassendes Wohnungsbauprogramm zur Aufgabe gemacht. Doch zu einem entsprechenden zukunftsorientierten und ambitionierten Wohnungsbauprogramm gehört auch, bezogen auf die demoskopische Entwicklung, der spezielle Aspekt des seniorengerechten Wohnens in Frankfurt am Main.
Inhalt
Antrag vom 23.10.2012, NR 419
Betreff: Programm "Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, ein Programm "Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main" zu erstellen, das bevorzugt in den städtischen und stadtnahen Wohnungsgesellschaften umgesetzt wird und sich mit der seniorengerechten Umrüstung beziehungsweise Renovierung des Altbaubestands befasst, sowie bereits bei der Planung von Neubauten seniorengerechtes Wohnen zwingend berücksichtigt.
Begründung: Das statistische Jahrbuch 2011 der Stadt Frankfurt am Main spricht eine deutliche Sprache. Um nur drei Zahlen daraus zu zitieren: Das Durchschnittsalter der in Frankfurt lebenden Menschen beträgt 41,42 Jahre. Die Bevölkerungsgruppe ab dem 55. Lebensjahr macht 28 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In Frankfurt sind 53,3 Prozent Einpersonenhaushalte. Hinzu kommt noch, dass jeder zehnte Frankfurter schwerbehindert ist, beziehungsweise einen Schwerbehindertenausweis besitzt (statistik aktuell Nr. 32 / 2011). Am 8. August 2012 stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stadtrat Volker Stein die neuste Bevölkerungsstatistik vor und wiesen voller Stolz darauf hin, dass Frankfurt am Main die 700.000-Marke übersprungen habe, doch trotzdem setzt sich der gesellschaftliche Alterungsprozess unaufhörlich fort. Neben den hiermit zusammenhängenden gesamtgesellschaftlichen Problemen, wie Versorgung, Pflege etc., wird sich dies vor allem auch in der städtischen Wohnungsversorgung und Wohnraumausstattung niederschlagen. Nur ein geringer Teil des städtischen Wohnraums in Frankfurt ist seniorengerecht ausgestattet. Weder mit relativ niedrigschwelligen Angeboten, wie beispielsweise seniorengerechten Bädern / Nasszellen (Dusche statt Wanne, höhere seniorengerechte Toiletten) oder doppeltseitigen Handläufen in Treppenhäusern, noch mit barrierefreien Zugängen (Aufzüge, Rampen statt Treppen). Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die allgemeine Wohnungsproblematik Frankfurts bereits im Vorfeld thematisiert und sich erfreulicherweise zu Beginn seiner Amtszeit, zusammen mit dem Magistrat, ein recht umfassendes Wohnungsbauprogramm zur Aufgabe gemacht. Doch zu einem entsprechenden zukunftsorientierten und ambitionierten Wohnungsbauprogramm gehört auch, bezogen auf die demoskopische Entwicklung, der spezielle Aspekt des seniorengerechten Wohnens in Frankfurt am Main.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. Oktober 2012Sie sind hierNRNR 419Programm .Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main.STVV-Antrag · RÖMER
- 15. März 2013Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 135Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am MainMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., Piraten und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER (= Annahme)