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Antisemitismus keinen Raum geben

Vorlagentyp: NRLINKE
27 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren4 Sitzungen

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Begründung

Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 06.12.2017 Deutschland hat wegen der beispiellosen Verbrechen der Deutschen an den Jüdinnen und Juden während des deutschen Faschismus eine besondere Verantwortung und muss jeder Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten. Insbesondere diese Verantwortung verpflichtet uns, für das Existenzrecht Israels einzutreten. Zugleich stehen wir für eine friedliche Beilegung des Nahostkonfliktes im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung und damit die völkerrechtliche Anerkennung eines eigenständigen und lebensfähigen palästinensischen Staates auf der Basis der Resolutionen der Vereinten Nationen. Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich, der historischen Verantwortung der Stadt Frankfurt, von Frankfurtern und Frankfurterinnen an den Verbrechen des Naziregimes und der Ermordung von 12.000 Frankfurter Jüdinnen und Juden bewusst, klar gegen Antisemitismus aus.

Inhalt

Antrag vom 27.09.2017, NR 412

Betreff: Antisemitismus keinen Raum geben Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 06.12.2017 Deutschland hat wegen der beispiellosen Verbrechen der Deutschen an den Jüdinnen und Juden während des deutschen Faschismus eine besondere Verantwortung und muss jeder Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten. Insbesondere diese Verantwortung verpflichtet uns, für das Existenzrecht Israels einzutreten. Zugleich stehen wir für eine friedliche Beilegung des Nahostkonfliktes im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung und damit die völkerrechtliche Anerkennung eines eigenständigen und lebensfähigen palästinensischen Staates auf der Basis der Resolutionen der Vereinten Nationen. Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich, der historischen Verantwortung der Stadt Frankfurt, von Frankfurtern und Frankfurterinnen an den Verbrechen des Naziregimes und der Ermordung von 12.000 Frankfurter Jüdinnen und Juden bewusst, klar gegen Antisemitismus aus. Dies vorausgeschickt, beschließt die Stadtverordnetenversammlung: - Städtische Räumlichkeiten oder die ihrer Gesellschaften werden nicht an Individuen und Gruppen vermietet oder zur Verfügung gestellt, die antisemitisches, rassistisches oder anderes diskriminierendes Gedankengut rechtfertigen. Die Stadt Frankfurt appelliert an andere Vermietende, es ihr gleichzutun. - Die Stadtverordnetenversammlung erkennt dabei die Notwendigkeit, zwischen legitimer Kritik an der israelischen Politik und als Antizionismus getarntem Antisemitismus zu unterscheiden.Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 25.08.2017, M 165

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. August 2017MM 165Antisemitismus keinen Raum geben - BDS aktiv entgegentretenMagistratsvortrag
  2. 27. September 2017Sie sind hier
    NRNR 412Antisemitismus keinen Raum geben
    STVV-Antrag · LINKE.
  3. 5. März 2018Antwort des Magistrats · nach 27 WochenBB 68Antisemitismus keinen Raum geben - BDS aktiv entgegentretenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 15 · 26.09.2017
TO I, TOP 16
Beraten
1. Der Vorlage M 165 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main prüft und berichtet, ob und wie die Inhalte der Vorlage umzusetzen sein könnten, und berichtet, wie die Umsetzung der unter I. bis IV. genannten Maßnahmen im jeweiligen Berichtszeitraum erfolgt ist. 2. Die Vorlage NR 412 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
SPDGrüne
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONAfDFDPFrankfurter
Enthaltung:
AfDFDPBFFFrankfurter
Sonstige:
1 FDP (M 165 = Annahme ohne Zusatz)ÖkoLinX-ARL (M 165 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfD
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONFrankfurterBFF
Sonstige:
FDP (Votum im Plenum)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. Ziffern I., II. und V.: CDU, SPD und GRÜNE gegen LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung); AfD, FDP, BFF und FRANKFURTER (= Enthaltung) Ziffern III. und IV.: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, FDP und FRANKFURTER (= Annahme ohne Zusatz) sowie LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und AfD gegen LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie BFF (= Ablehnung); FDP (= Votum im Plenum) Sonstige Voten/Protokollerklärung: 1 FDP (M 165 = Annahme ohne Zusatz) ÖkoLinX-ARL (M 165 = Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 17 · 28.09.2017
TO I, TOP 10
Beraten
1. Der Vorlage M 165 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main prüft und berichtet, ob und wie die Inhalte der Vorlage umzusetzen sein könnten, und berichtet, wie die Umsetzung der unter I. bis IV. genannten Maßnahmen im jeweiligen Berichtszeitraum erfolgt ist. 2. a) Die Vorlage NR 412 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Kliehm, Ditfurth, Dr. Schulz, Paulsen, David, Schenk und Busch sowie von Bürgermeister Becker dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
SPDGrüneÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
LinkeFRAKTION1 FDPAfDFDPFrankfurter
Enthaltung:
AfDFDPBFFFrankfurter
zu 2 / a)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfD
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONBFFÖkoLinX-ARL
Enthaltung:
FDP
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. Ziffern I., II. und V.: CDU, SPD, GRÜNE und ÖkoLinX-ARL gegen LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung) sowie 1 FDP (= Annahme ohne Zusatz); AfD, FDP, BFF und FRANKFURTER (= Enthaltung) Ziffern III. und IV.: CDU, SPD, GRÜNE und ÖkoLinX-ARL gegen AfD, FDP und FRANKFURTER (= Annahme ohne Zusatz) sowie LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) zu 2. zu a) CDU, SPD, GRÜNE und AfD gegen LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER =( Annahme), BFF (= Ablehnung) und ÖkoLinX-ARL (= Annahme mit den Maßgaben, dass im ersten Absatz der Einleitung der letzte Halbsatz ab den Worten "und damit die völkerrechtliche Anerkennung . ." bis "Nationen" gestrichen wird, im zweiten Absatz der Einleitung vor dem Wort "Antisemitismus" die Worte "jede Form des" eingefügt werden und im letzten Satz des Beschlusstenors nach dem Wort "Antisemitismus" die Worte "wie den des BDS" eingefügt werden); FDP (= Enthaltung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 18 · 30.01.2018
TO I, TOP 5
Beraten
nicht auf TO 1. Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage M 165 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) 2. Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 412 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 23 · 19.06.2018
TO I, TOP 5
Beraten
nicht auf TO 1. Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat zwischenzeitlich einen Bericht (B 68) vorgelegt hat. 2. Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat zwischenzeitlich einen Bericht (B 68) vorgelegt hat. Beschlussausfertigung(en): § 1814,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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