Planungsrichtlinien für inklusives Bauen von Schulen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Zustimmung zu den Planungsrichtlinien für inklusives Bauen von Schulen, um Chancengerechtigkeit für Schüler mit Förderbedarfen zu fördern. Es wird ein gestuftes Vorgehen vorgeschlagen, um die Machbarkeit und Anwenderfreundlichkeit zu gewährleisten.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Dem Magistratsvortrag M 59 vom 29.04.2022 "Genehmigung von Planungsrichtlinien für inklusives Bauen von Schulen" wird unter der Berücksichtigung folgender Voraussetzungen zugestimmt:
- Vor Ausweitung der Planungsrichtlinien auf alle Schulneubauten werden die Richtlinien zunächst zeitnah bei drei Schulneubauten unterschiedlicher Schultypen vollumfänglich umgesetzt und einem Praxistest unterzogen.
- Zwei Jahre nach dem Bau der drei Pilotschulen wird die Umsetzung durch die Schulgemeinden evaluiert. Die Stadtverordnetenversammlung erhält zeitnah einen Bericht darüber.
- Die Übertragung der baulichen Vorgaben auf alle anderen Schulneubauten erfolgt unter Berücksichtigung der aus Sicht der Pilotschulen erforderlichen Anpassungen.
- Bei der Umsetzung der Planungsrichtlinien für inklusives Bauen werden Ressourcen zunächst gezielt gebündelt, um kurzfristig in jeder Bildungsregion zumindest zwei Grundschulen und eine weiterführende Schule vollumfänglich inklusiv auszustatten - sowohl baulich als auch personell.
- Die Einrichtung von Einraumtoiletten im Hinblick auf Genderneutralität wird nicht seitens des Magistrats vorgegeben, sondern wird sowohl bei Umbau- als auch Neubaumaßnahmen von der Schulleitung/Schulkonferenz oder Planungsgruppe entschieden.
Begründung
Die konkrete Ausgestaltung der Modellregion Inklusive Bildung durch bauliche Planungsrichtlinien ist zu begrüßen und kann einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen leisten. Bei der Umsetzung der Richtlinien sollten jedoch Aspekte der Machbarkeit und anwenderfreundlichen Ausgestaltung stets miteinbezogen werden. Daher sollten die Vorgaben - die mit erheblichem planerischen und finanziellen Mehraufwand sowie gesteigerten Flächenbedarfen einhergehen - zunächst einem Praxistest unterzogen werden, bevor sie für alle künftigen Schulneubauten verbindlich festgelegt werden. Zudem erscheint angesichts der derzeitigen, häufig sehr unbefriedigenden inklusiven Ausstattung der meisten Schulen ein abgestuftes Vorgehen angezeigt. So sollte im Rahmen einer Schwerpunktsetzung zunächst sichergestellt werden, dass es in jeder Bildungsregion zumindest eine Mindestanzahl vollumfänglich inklusiv ausgestatteter Schulbauten gibt. Für die Einrichtung von Einraumtoiletten an Schulen gibt es nachvollziehbare Gründe, es existieren jedoch auch unterschiedliche pädagogische Ansichten dazu. Die Frage sollte nicht seitens der Stadt für alle Schulen ideologisch vorgegeben, sondern von den Schulgemeinden selbst entschieden werden. Die jeweilige Schulgemeinde kann somit entscheiden wie viele und wo genau Einraumtoiletten errichtet werden und ob es zusätzlich noch getrennte Toilettenanlagen geben soll.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 29. April 2022MM 59Genehmigung der Planungsrichtlinien für inklusives Bauen von SchulenMagistratsvortrag
- 11. Mai 2022Sie sind hierNRNR 392Planungsrichtlinien für inklusives Bauen von SchulenSTVV-Antrag · CDU
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 392) sowie AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (M 59 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Volt gegen CDU (= Annahme im Rahmen E 173), AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 392) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Volt gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (M 59 = Annahme, NR 392 = Ablehnung) FRAKTION und Gartenpartei (M 59 und NR 392 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, LINKE. und BFF gegen GRÜNE (= Annahme) zu 2. CDU, SPD, LINKE. und BFF gegen GRÜNE (= Zurückweisung)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage M 59 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 392 wird abgelehnt. 3. Die Beratung der Vorlage OA 204 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Annahme im Rahmen E 173), AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 392) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 59 = Annahme, NR 392 = Ablehnung)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage M 59 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 392 wird abgelehnt. 3. Die Beratung der Vorlage OA 204 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU (= Annahme im Rahmen E 173), AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 392) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme) zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION