Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichen
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, auf geeigneten Flächen städtischer Friedhöfe der Vielfalt religiöser Bestattungskulturen Raum zu geben und einen Umsetzungsvorschlag zur Beschlussfassung vorzulegen. Dabei sollen die Pietäten und die Genossenschaft der Friedhofsgärtner eingebunden werden Insbesondere soll Folgendes ermöglicht werden:
- Rituelles Waschen von Leichnamen in eigens hierfür angelegten Räumlichkeiten,
- Grabfelder für unterschiedliche Bestattungsformen, die den Vorgaben der jeweiligen Religionen entsprechen,
- Bereitstellung eines Urnentresors für Urnen verstorbener Hindus, um die Urnen sicher und sachgerecht aufzubewahren, bis diese von Angehörigen nach den religiösen Vorgaben weiter verbracht werden können.
Weiterhin solle eine zentrale Anlaufstelle für religiöse Gemeinden bei Fragen zu entsprechenden Möglichkeiten der eigenen Bestattungskultur eingerichtet werden.
Begründung
Frankfurt am Main ist eine internationale Stadt. Viele unterschiedliche Kulturen und Religionen kommen hier zusammen. Dies bedeutet in vielen Bereichen auch, dass eine gewisse kulturelle Sensibilität wichtig ist. Einer dieser Bereiche ist die Bestattungskultur unterschiedlicher Religionen. Zuletzt gab es in diesem Bereich bundesweit Schlagzeilen und auch in Frankfurt gibt es immer wieder Situationen, die mindestens zu Diskussionen führen. Da viele Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion Frankfurt als ihre Heimat bezeichnen, möchten diese auch hier bestattet werden. Je nach Religion und Kultur führt dies zu unterschiedlichen Herausforderungen für die städtischen Friedhöfe und für die Pietäten. In einer internationalen Stadt wie Frankfurt jedoch muss es für alle Religionen möglich sein, nach ihrer Kultur Bestattungen oder Totenrituale durchzuführen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. April 2022Sie sind hierNRNR 359Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichenSTVV-Antrag · CDU
- 26. September 2022Antwort des Magistrats · nach 25 WochenBB 367Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Volt, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und AfD gegen CDU, LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Prüfung und Berichterstattung) BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., AfD und Volt gegen CDU (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme)