Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichen
Zusammenfassung
Der Bericht schlägt vor, die Vielfalt religiöser Bestattungskulturen in Frankfurt am Main zu ermöglichen, indem spezielle Grabfelder für verschiedene religiöse Gemeinschaften eingerichtet werden. Dies soll den Bedürfnissen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen gerecht werden und die Integration in die Bestattungskultur fördern.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBericht
Rituelles Waschen von Leichnamen in eigens hierfür angelegten Räumlichkeiten
Auf dem Parkfriedhof Heiligenstock wurde ein Raum für rituelle Waschungen eingerichtet. Trotz der hohen Anzahl an muslimischen Bestattungen auf dem Friedhof Heiligenstock wird dieser jedoch nicht genutzt, da die Waschungen im Haus der Verstorbenen oder bei der beauftragten Pietät durchgeführt werden. Zusätzliche Räumlichkeiten werden daher, auch im Hinblick auf die angespannte finanzielle Situation im Friedhofswesen, nicht geschaffen.
Grabfelder für unterschiedliche Bestattungsformen, die den Vorgaben der jeweiligen Religionen entsprechen
Derzeit gibt es bereits einige Grabfelder verschiedener weltanschaulicher und religiöser Gemeinschaften. Beispielhaft seien genannt: Hauptfriedhof: - Grabfeld der Bahá'í-Gemeinde mit besonderer Ausrichtung der Grabstätten
- Grabfeld der Koreanisch-Katholischen Gemeinde
- Muslimisches Grabfeld (Neuanlage in Planung)
Friedhof Heiligenstock: - Verschiedene muslimische Grabfelder
Westhausen: - Grabfeld der Alevitischen Gemeinde
Waldfriedhof Oberrad: - Grabfeld der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde
Südfriedhof: - Beisetzungsmöglichkeiten für muslimische Bestattungen
Griesheim: - Grabfeld der evangelischen Kirchengemeinde
Bockenheim : - Grabfeld der evangelischen Kirchengemeinde (Neuanlage in Planung)
Friedhof Höchst: - Grabfeld für muslimische Bestattungen (Neuanlage August 2022)
Auch künftig wird die Fachabteilung des Grünflächenamtes Wünsche von religiösen Gemeinschaften nach einem Grabfeld umsetzen. Sobald entsprechende Anfragen dafür eingehen, wird individuell mit der jeweiligen Gemeinschaft vereinbart, wie die Einrichtung des Feldes zu erfolgen hat und welche Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Aufgrund der verschiedenartigen Wünsche der religiösen Gemeinschaften kann vorab kein Umsetzungsplan erstellt werden.
Bereitstellung eines Urnentresors für Urnen verstorbener Hindus, um die Urnen sicher und sachgerecht aufzubewahren, bis diese von Angehörigen nach den religiösen Vorgaben weiter verbracht werden können
Auf dem Hauptfriedhof finden die meisten hinduistischen Trauerfeiern statt, welche in der Regel durch ein Bestattungsinstitut organisiert werden. Hier sind bislang keine derartigen Anfragen eingegangen. Urnen werden auch aktuell sicher in den jeweiligen Friedhofsverwaltungen aufbewahrt, ohne dass es bislang der Anschaffung von Tresoren bedurfte. Bei Bedarf bietet das Fachamt einen Austausch mit den religiösen Interessenvertretungen und den Pietäten an.
Zentrale Anlaufstelle für religiöse Gemeinden
In der Regel sind die Pietäten die zentrale Anlaufstelle für einen Sterbefall. Sie haben sich zum Teil auf religiöse Riten bei der Bestattung spezialisiert und setzen diese entsprechend um, sodass eine zentrale Anlaufstelle aus Sicht der Friedhofsverwaltung nicht erforderlich ist.
Im Bedarfsfall stehen verschiedene Ansprechpartner:innen zur Verfügung, die sich mit religiösen Riten und Besonderheiten auskennen (z.B. Rat der Religionen, verschiedene Kontakte der christlichen Kirchen und islamischer Religionsgemeinschaften, spezialisierte Pietäten, etc.).
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. April 2022NRNR 359Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichenSTVV-Antrag · CDU
- 26. September 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 25 WochenBB 367Vielfalt religiöser Bestattungskulturen ermöglichenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Kenntnis)