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Interkulturelle Elternarbeit zur Förderung von Bildungserfolgen junger Migrantinnen und Migranten voranbringen!

Vorlagentyp: NRCDU
65 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren5 Sitzungen

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Begründung

Förderung von Bildungserfolgen junger Migrantinnen und Migranten voranbringen! Vorgang: Zwischenbescheide des Magistrats vom 05.11.2012 und 02.05.2013 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert aufzuzeigen, wie die erfolgreichen Ansätze in der bildungsorientierten Elternarbeit weiterentwickelt und effizienter gestaltet sowie die daran beteiligten Institutionen im Sinne des Frankfurter Integrationskonzeptes besser vernetzt werden können. Dabei soll eine verbesserte Multiplikatorenarbeit und eine Erhöhung der Anzahl der erreichten Familien aus den bereits definierten Zielgruppen anvisiert werden. Im Rahmen einer sozialräumlichen Orientierung soll geprüft werden, inwiefern einzelne Stadtteile besondere Berücksichtigung finden sollten. Begründung: Bildung ist ein Schlüssel zur Integration. Das beschlossene Integrationskonzept verwendet dabei einen umfassenden Bildungsbegriff und stellt fest: Der Erwerb von Bildung hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt von sozialen Netzwerken im Umfeld, dem Wissen über Rahmenbedingungen und Anforderungen - aber auch von geeigneter Ansprache und der Möglichkeit, sich Erfolg selbst zutrauen zu können. Das beschlossene Integrationskonzept verweist daher nachdrücklich auf den Ausbau von Familienarbeit (Handlungslinie 27). Es formuliert die Notwendigkeit, durch Unterstützung bei der Schul - und Berufswahl "nicht nur eine gut verlaufende Bildungskarriere zu erleichtern, sondern auch eine Stärkung des Selbstwertgefühls und der Identitätsbildung zu unterstützen" (Handlungslinie 32). Diese Erkenntnisse wurden auch in einer vor kurzem veröffentlichten Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung bestätigt. Die Studie belegt unter anderem, dass es eine Reihe von Gründen für die durchschnittlich geringeren Lernerfolge von Kindern aus Migrantenfamilien gibt. So spielen neben der sozialen Herkunft der Eltern auch kulturelle und interfamiliäre Ursachen eine nicht unerhebliche Rolle. In Frankfurt hat man die Bedeutung der Elternarbeit frühzeitig erkannt und erfolgreiche Projekte durchgeführt: Das Projekt "Ausbildungsorientierte Elternarbeit für Migrantenfamilien" (AOE), das Lern- und Spielprogramm "HIPPY", das Projekt "Mama lernt Deutsch" und das Modellprojekt "mitSprache". In anderen Städten - wie auch schon in Frankfurt - kommen geeignete Informationsmaterialien(etwa CDs) bereits mit gutem Erfolg zum Einsatz und haben zu einer verstärkten Teilnahme von Eltern mit Migrationsgeschichte an schulischen Veranstaltungen sowie zu einer Erleichterung von Übergängen im Schulsystem beigetragen. Zudem ermöglicht eine in der jeweiligen Herkunftssprache besprochene CD auch die Ansprache von bisher eher schwer erreichbaren Personen, wie z.B. solche, die eine Leseschwäche haben. Diese Maßnahmen gilt es weiter zu entwickeln und effizienter zu gestalten, um die Zahl der Familien die damit erreicht werden, zu erhöhen.

Inhalt

Antrag vom 11.06.2012, NR 313

Betreff: Interkulturelle Elternarbeit zur Förderung von Bildungserfolgen junger Migrantinnen und Migranten voranbringen! Vorgang: Zwischenbescheide des Magistrats vom 05.11.2012 und 02.05.2013 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert aufzuzeigen, wie die erfolgreichen Ansätze in der bildungsorientierten Elternarbeit weiterentwickelt und effizienter gestaltet sowie die daran beteiligten Institutionen im Sinne des Frankfurter Integrationskonzeptes besser vernetzt werden können. Dabei soll eine verbesserte Multiplikatorenarbeit und eine Erhöhung der Anzahl der erreichten Familien aus den bereits definierten Zielgruppen anvisiert werden. Im Rahmen einer sozialräumlichen Orientierung soll geprüft werden, inwiefern einzelne Stadtteile besondere Berücksichtigung finden sollten.

Begründung: Bildung ist ein Schlüssel zur Integration. Das beschlossene Integrationskonzept verwendet dabei einen umfassenden Bildungsbegriff und stellt fest: Der Erwerb von Bildung hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt von sozialen Netzwerken im Umfeld, dem Wissen über Rahmenbedingungen und Anforderungen - aber auch von geeigneter Ansprache und der Möglichkeit, sich Erfolg selbst zutrauen zu können. Das beschlossene Integrationskonzept verweist daher nachdrücklich auf den Ausbau von Familienarbeit (Handlungslinie 27). Es formuliert die Notwendigkeit, durch Unterstützung bei der Schul - und Berufswahl "nicht nur eine gut verlaufende Bildungskarriere zu erleichtern, sondern auch eine Stärkung des Selbstwertgefühls und der Identitätsbildung zu unterstützen" (Handlungslinie 32). Diese Erkenntnisse wurden auch in einer vor kurzem veröffentlichten Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung bestätigt. Die Studie belegt unter anderem, dass es eine Reihe von Gründen für die durchschnittlich geringeren Lernerfolge von Kindern aus Migrantenfamilien gibt. So spielen neben der sozialen Herkunft der Eltern auch kulturelle und interfamiliäre Ursachen eine nicht unerhebliche Rolle. In Frankfurt hat man die Bedeutung der Elternarbeit frühzeitig erkannt und erfolgreiche Projekte durchgeführt: Das Projekt "Ausbildungsorientierte Elternarbeit für Migrantenfamilien" (AOE), das Lern- und Spielprogramm "HIPPY", das Projekt "Mama lernt Deutsch" und das Modellprojekt "mitSprache". In anderen Städten - wie auch schon in Frankfurt - kommen geeignete Informationsmaterialien(etwa CDs) bereits mit gutem Erfolg zum Einsatz und haben zu einer verstärkten Teilnahme von Eltern mit Migrationsgeschichte an schulischen Veranstaltungen sowie zu einer Erleichterung von Übergängen im Schulsystem beigetragen. Zudem ermöglicht eine in der jeweiligen Herkunftssprache besprochene CD auch die Ansprache von bisher eher schwer erreichbaren Personen, wie z.B. solche, die eine Leseschwäche haben. Diese Maßnahmen gilt es weiter zu entwickeln und effizienter zu gestalten, um die Zahl der Familien die damit erreicht werden, zu erhöhen. Bericht des Magistrats vom 06.09.2013, B 435 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Bildung und Integration Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 13.06.2012

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 11. Juni 2012Sie sind hier
    NRNR 313Interkulturelle Elternarbeit zur Förderung von Bildungserfolgen junger Migrantinnen und Migranten voranbringen!
    STVV-Antrag · CDU
  2. 6. September 2013Antwort des Magistrats · nach 65 WochenBB 435Interkulturelle Elternarbeit zur Förderung von Bildungserfolgen junger Migrantinnen und Migranten voranbringen!Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 12 · 27.08.2012
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 313 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömerREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Piraten Sonstige Voten/Protokollerklärung: RÖMER und REP (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 14 · 06.09.2012
TO I, TOP 5
Angenommen
a) Der Vorlage NR 313 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Dr. Cezairli, Josef, Brillante, von Wangenheim, Paulsen und Hübner dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömerREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten, RÖMER und REP

KAV
Sitzung 18 · 24.09.2012
TO II, TOP 2
Beraten
Die Beratung der Vorlage NR 313 wird zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 16 · 21.01.2013
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 313 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 20 · 27.05.2013
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 313 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiraten
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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