Baukosten bei der KT 35 senken
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, die Vorlage M 106/12 in der vorgelegten Fassung zurückzuziehen und mit dem Ziel zu überarbeiten, die veranschlagten Baukosten in Höhe von 4.418.760 Euro um 20 Prozent zu senken.
- Dabei ist insbesondere zu prüfen, welche Einsparungen sich realisieren lassen durch:
- a)Modifikation von Raumprogramm bzw. Nutzfläche,
- b)Modifikation von Dicke und Art der Dämmmaterialien,
- c)Modifikation der für Decken und Wände zugrunde gelegten Qualitätsstufen,
- d)Modifikation von Größe und Anzahl der Oberlichter und
- e)Modifikation der Größe der Sonnenschutzanlage. Begründung: Die Baukosten für den Neubau der KT 35 sind mit fast 4,5 Millionen Euro sehr hoch. Andere Kommunen zeigen, dass man vergleichbar große Kitas wesentlich günstiger bauen kann. Auch in Frankfurt ist dies möglich. So hat ein kirchlicher Träger am Frankfurter Berg eine qualitativ hochwertige, viergruppige Kita in Passivhausweise für rund 2 Millionen Euro brutto gebaut. Vor diesem Hintergrund muss es möglich sein, auch die fünfgruppige KT 35 deutlich günstiger als bisher geplant zu bauen. Begrüßenswerterweise gibt es viele hilfreiche Hinweise von Experten aus städtischen Fachämtern, wie die Kosten für den Bau der Kindertagesstätte deutlich gesenkt werden können, ohne dabei qualitative Einbußen hinnehmen zu müssen. Diese Vorschläge sollten gründlich geprüft werden. An den aktuellen Planungen monieren die Fachleute wie schon so oft, dass es sich durchgehend um höchste Qualitätsstandards handele und die Wirtschaftlichkeit vernachlässigt werde. So wird etwa das von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene, bereits großzügige Standardraumprogramm zum wiederholten Male überschritten. Dies ist vor dem Hintergrund der dramatischen Haushaltssituation nicht akzeptabel. Da auch Vertreter der schwarz-grünen Koalition inzwischen mehrfach angekündigt haben, bauliche Standards und Raumprogramme überprüfen zu wollen, sollten sie damit bei der KT 35 endlich beginnen.
Inhalt
Antrag vom 15.05.2012, NR 295
Betreff: Baukosten bei der KT 35 senken Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, die Vorlage M 106/12 in der vorgelegten Fassung zurückzuziehen und mit dem Ziel zu überarbeiten, die veranschlagten Baukosten in Höhe von 4.418.760 Euro um 20 Prozent zu senken.
- Dabei ist insbesondere zu prüfen, welche Einsparungen sich realisieren lassen durch:
- a)Modifikation von Raumprogramm bzw. Nutzfläche,
- b)Modifikation von Dicke und Art der Dämmmaterialien,
- c)Modifikation der für Decken und Wände zugrunde gelegten Qualitätsstufen,
- d)Modifikation von Größe und Anzahl der Oberlichter und
- e)Modifikation der Größe der Sonnenschutzanlage. Begründung: Die Baukosten für den Neubau der KT 35 sind mit fast 4,5 Millionen Euro sehr hoch. Andere Kommunen zeigen, dass man vergleichbar große Kitas wesentlich günstiger bauen kann. Auch in Frankfurt ist dies möglich. So hat ein kirchlicher Träger am Frankfurter Berg eine qualitativ hochwertige, viergruppige Kita in Passivhausweise für rund 2 Millionen Euro brutto gebaut. Vor diesem Hintergrund muss es möglich sein, auch die fünfgruppige KT 35 deutlich günstiger als bisher geplant zu bauen. Begrüßenswerterweise gibt es viele hilfreiche Hinweise von Experten aus städtischen Fachämtern, wie die Kosten für den Bau der Kindertagesstätte deutlich gesenkt werden können, ohne dabei qualitative Einbußen hinnehmen zu müssen. Diese Vorschläge sollten gründlich geprüft werden. An den aktuellen Planungen monieren die Fachleute wie schon so oft, dass es sich durchgehend um höchste Qualitätsstandards handele und die Wirtschaftlichkeit vernachlässigt werde. So wird etwa das von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene, bereits großzügige Standardraumprogramm zum wiederholten Male überschritten. Dies ist vor dem Hintergrund der dramatischen Haushaltssituation nicht akzeptabel. Da auch Vertreter der schwarz-grünen Koalition inzwischen mehrfach angekündigt haben, bauliche Standards und Raumprogramme überprüfen zu wollen, sollten sie damit bei der KT 35 endlich beginnen.Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 20.04.2012, M 106 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Bildung und Integration Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Zuständige sonstige Gremien: Jugendhilfeausschuss Versandpaket: 23.05.2012
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. April 2012MM 106Abriss und Neubau des Kinderzentrums An den Röthen 28 (KT 35) in 60389 Frankfurt am Main-BornheimMagistratsvortrag
- 15. Mai 2012Sie sind hierNRNR 295Baukosten bei der KT 35 senkenSTVV-Antrag · FDP
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. LINKE. und Piraten; CDU, GRÜNE und SPD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. LINKE. und Piraten; CDU, GRÜNE und SPD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (M 106 = Annahme im Rahmen NR 295, NR 295 = Annahme) FREIE WÄHLER (M 106 = Annahme im Rahmen des Revisionsberichts, NR 295 = Annahme) Stv. Ochs (M 106 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE. und Piraten gegen SPD und FREIE WÄHLER (= Ablehnung) sowie FDP (= Annahme im Rahmen NR 295) zu 2. CDU, GRÜNE, LINKE. und Piraten gegen SPD, FDP und FREIE WÄHLER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (M 106 = Annahme, NR 295 = Ablehnung) NPD (M 106 = Annahme, NR 295 =Enthaltung) REP (M 106 = Annahme im Rahmen NR 295, NR 295 = Annahme) Stv. Ochs (M 106 und NR 295 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE., Piraten, ÖkoLinX-ARL und NPD gegen SPD, FREIE WÄHLER und Stv. Ochs (= Ablehnung) sowie FDP und REP (= Annahme im Rahmen NR 295) zu 2. CDU, GRÜNE, LINKE., Piraten, ÖkoLinX-ARL und Stv. Ochs gegen SPD, FDP, FREIE WÄHLER und REP (= Annahme); NPD (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.