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Endlich ein Gymnasium für Nied

Vorlagentyp: NRFRANKFURTER
50 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Begründung

Mit dem neuen Standort im Westend verliert das Gymnasium Nied seinen Sinn als gymnasiale Versorgung der SchülerInnen im Westen Frankfurts. Wenn erst der Name abgelegt und durch einen wohlklingenden ersetzt ist ("Adorno-Gymnasium"?), steht der Inbesitznahme durch westendliche Kinder nichts mehr im Weg. Die wohnortnahe Versorgung mit Gymnasialplätzen muss aber in den Stadtteilen vorrangig hergestellt werden, in denen die Übergangsquoten auf das Gymnasium unter dem Durchschnitt sind. Um die in der Vergangenheit in Frankfurt vernachlässigte Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen, müssen Maßnahmen gegen die Benachteiligung von SchülerInnen aus nicht-privilegierten Elternhäusern getroffen werden. Wie die Bildungsforschung weiß, erhalten SchülerInnen aus Familien mit geringem sozioökonomischen Status trotz gleicher Leistungen von ihren Grundschullehrern seltener eine Gymnasialempfehlung, zudem entscheiden sich ihre Eltern aus Unkenntnis der gymnasialen Anforderungen häufig gegen das Gymnasium. An diesen Stellschrauben muss eine verantwortungsvolle Bildungspolitik ansetzen. Solange aber dort Gymnasialplätze geschaffen werden, wo die Eltern am lautesten schreien und nicht dort, wo sie am dringendsten fehlen, wird die soziale Ungleichheit weiter zementiert.

Inhalt

Antrag vom 07.03.2017, NR 284

Betreff: Endlich ein Gymnasium für Nied Mit dem neuen Standort im Westend verliert das Gymnasium Nied seinen Sinn als gymnasiale Versorgung der SchülerInnen im Westen Frankfurts. Wenn erst der Name abgelegt und durch einen wohlklingenden ersetzt ist ("Adorno-Gymnasium"?), steht der Inbesitznahme durch westendliche Kinder nichts mehr im Weg. Die wohnortnahe Versorgung mit Gymnasialplätzen muss aber in den Stadtteilen vorrangig hergestellt werden, in denen die Übergangsquoten auf das Gymnasium unter dem Durchschnitt sind. Um die in der Vergangenheit in Frankfurt vernachlässigte Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen, müssen Maßnahmen gegen die Benachteiligung von SchülerInnen aus nicht-privilegierten Elternhäusern getroffen werden. Wie die Bildungsforschung weiß, erhalten SchülerInnen aus Familien mit geringem sozioökonomischen Status trotz gleicher Leistungen von ihren Grundschullehrern seltener eine Gymnasialempfehlung, zudem entscheiden sich ihre Eltern aus Unkenntnis der gymnasialen Anforderungen häufig gegen das Gymnasium. An diesen Stellschrauben muss eine verantwortungsvolle Bildungspolitik ansetzen. Solange aber dort Gymnasialplätze geschaffen werden, wo die Eltern am lautesten schreien und nicht dort, wo sie am dringendsten fehlen, wird die soziale Ungleichheit weiter zementiert. Dies vorausgeschickt, möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat errichtet umgehend ein Gymnasium in Frankfurt-Nied.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. März 2017Sie sind hier
    NRNR 284Endlich ein Gymnasium für Nied
    STVV-Antrag · FRANKFURTER
  2. 18. August 2017BB 265Endlich ein Gymnasium für NiedMagistratsbericht
  3. 23. Februar 2018Antwort des Magistrats · nach 50 WochenBB 53Endlich ein Gymnasium für NiedMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 10 · 24.04.2017
TO I, TOP 7
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 284 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFDPBFF
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE. (= Ablehnung) sowie FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme)

OBR 6
Sitzung 11 · 25.04.2017
TO I, TOP 37
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 284 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneBFFFreie Wähler
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, BFF und FREIE WÄHLER gegen LINKE. (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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