Sonnennutzung auch in Gebieten mit Erhaltungssatzungen ermöglichen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik in Erhaltungssatzungsgebieten zu ermöglichen. Dies soll ohne Gefährdung der bestehenden Satzungen geschehen, um den Klimaschutz und die Energiewende voranzutreiben. Die Zustimmung zu diesem Antrag wird als wichtiger Schritt in eine zukunftsorientierte Politik angesehen.
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, unter welchen Voraussetzungen die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik auch in Erhaltungssatzungsgebieten ermöglicht werden kann, ohne dass Sinn und Zweck oder die Rechtsgültigkeit der Satzungen gefährdet wird.
Begründung
Viele Gebäude bieten nicht nur auf ihren Dächern, sondern auch auf bzw. an den Geländern von Balkonen Möglichkeiten zur Nutzung von Sonnenenergie. Die Nutzung einer eigenen, kleinen Solaranlage ist für viele Menschen ein weiterer klimaschutzwirksamer Schritt zur dringend benötigten Energiewende. Es ist jedoch inzwischen mehrmals vorgekommen, dass die Bauaufsicht mit Hinweis auf eine in dem jeweiligen Wohngebiet geltende Satzung die Installation derartiger Anlagen auf Dächern oder Balkonen ausdrücklich untersagt hat. Es ist aber im Sinne einer zukunftsorientierten Politik, der Installation solcher Anlagen möglichst wenige Hindernisse in den Weg zu legen. Zu den Zeiten, als die jeweiligen Erhaltungssatzungen formuliert wurden, gab es solche Anlagen noch gar nicht. Insofern gibt es in den Satzungen auch keine Formulierungen, die sich konkret auf Photovoltaikanlagen beziehen. Es gibt also einen Interpretationsspielraum, der in der einen (Verbot der Photovoltaik-Anlage) oder anderen (Erlaubnis der Photovoltaik-Anlage) Richtung genutzt werden kann. Möglicherweise müssten bestehende Satzungen ergänzt oder überarbeitet werden, um die Installation von Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie zu ermöglichen. Dabei muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass Erhaltungssatzungen rechtssicher angewendet werden können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Dezember 2021Sie sind hierNRNR 220Sonnennutzung auch in Gebieten mit Erhaltungssatzungen ermöglichenSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 29. April 2022Antwort des Magistrats · nach 19 WochenBB 190Sonnennutzung auch in Gebieten mit Erhaltungssatzungen ermöglichenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD (= Ablehnung) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Ablehnung) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen AfD (= Ablehnung) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)