Corona-Informationen in anderen Sprachen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, aktuelle Corona-Regelungen in mehreren Sprachen bereitzustellen, um die Informationsweitergabe an Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Dies ist notwendig, da 54 % der Bevölkerung in Frankfurt Migrationshintergrund haben und viele die deutschen Regelungen nicht ausreichend verstehen. Eine mehrsprachige Informationspolitik soll zur effektiven Bekämpfung der Pandemie beitragen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
- die aktuellen Corona-Regelungen in den in Frankfurt gängigen Sprachen zur Verfügung zu stellen und die bereits veröffentlichten mehrsprachigen Informationen des Amtes für Multikulturelle Angelegenheiten (Amka) laufend zu aktualisieren und für eine erhöhte Sichtbarkeit besser mit den Webseiten der Stadt Frankfurt sowie der Ausländerbehörde zu vernetzen,
- ausländischen Konsulaten sowie migrantischen Vereinen und Initiativen gezielt Materialien in der jeweiligen Sprache zur Verfügung zu stellen, um die Informationsweitergabe über deren Verteiler und Webauftritte zu unterstützen,
- verstärkt soziale Medien und alternative Informationsformate zu nutzen, um möglichst breite Teile der Bevölkerung mit den aktuellen Informationen zu Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie zu erreichen.
Begründung
In Frankfurt beträgt der Bevölkerungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund 54 %. Viele verstehen nicht gut genug Deutsch, um die komplexen Corona-Regeln richtig zu verstehen. Die auf Frankfurt.de zu findenden Informationen in deutscher und leichter Sprache zur Maskenpflicht in der Innenstadt, Gesetzestexten und Allgemeinverfügungen der Stadt Frankfurt sind lediglich ergänzt durch einen schwer zu findenden Verweis auf die mehrsprachigen Informationen des Amtes für Multikulturelle Angelegenheiten (Amka), die inhaltlich ausgebaut und beständig aktualisiert werden müssten. So sind dort derzeit zur Maskenpflicht in der Innenstadt und anderen Themen beispielsweise nur Informationen vom 15. März 2021 zu finden (Stand 04.Mai 2021). Wenn die Stadt erfolgreich die Pandemie bekämpfen will, muss sie ihre Bevölkerung erreichen- auch ihre Bürger mit ausländischen Wurzeln. Die Migrantinnen und Migranten in Frankfurt sind in der Regel sehr daran interessiert sich über die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen und Bestimmungen zu informieren, benötigen jedoch schnell auffindbare, aktuelle und klar formulierte Informationen in ihrer jeweiligen Sprache. Diese können über die jeweiligen Netzwerke und deren vorrangige Kommunikationskanäle sowie alternative Informationsformate (wie z.B. Podcasts) wirkungsvoll und schnell verbreitet werden. Eine kluge mehrsprachige Informationspolitik unter Einbindung der Konsulate, der Migrantenvereine, aber auch der sozialen Medien, wäre ein hoch wirksamer Beitrag zur Pandemiebekämpfung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Mai 2021Sie sind hierNRNR 15Corona-Informationen in anderen SprachenSTVV-Antrag · CDU
- 31. Januar 2022Antwort des Magistrats · nach 39 WochenBB 25Corona-Informationen in anderen SprachenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG gegen AfD und FRAKTION (= Ablehnung der Dringlichkeit) zu b) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL und IBF (= Annahme) Gartenpartei (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG gegen AfD und FRAKTION (= Ablehnung der Dringlichkeit) zu b) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, BFF-BIG, ÖkoLinX-ARL und IBF gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung mit Kosten) und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung); Gartenpartei (= Enthaltung)